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Hund wurde gebissen - Ansprüche gegen Tierhalter/ Versicherung

27.10.2012 15:07 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwalt Robert Weber


Guten Tag,

mein Hund wurde von einer Dogge angegriffen und mit mehrfachen Wunden schwer verletzt. Der Tatsbestand und die Schuldfrage sind unstrittig.

Der Hundhalter der Dogge will die Kosten seiner Versicherung melden.

Welche Kosten kann ich in welcher Höhe geltend machen:

- Tierarztkosten - denke ja
- bei dem Angriff wurde mein Trainingsanzug beschädigt (voller Blut und Löcher)
- mein Hund muss jeden Tag zum Tierarzt, um gespritzt zu werden und das Wundsekret zu punktieren
- der Hund muss zwei Wochen beaufsichtig werden. Dies übernehmen meine Eltern, welche nicht berufstätig sind (auch um die Kosten gering zuhalten). Kann ich hier die Fahrkosten pro KM und einen Tagessatz ansetzen (wenn ja welchen)

Kann ich die Kosten in eine Auflistung direkt an die Versicherung des Hundehalters richten? Muss ich diesen Fall zwingend dem Ordnungsamt melden, damit die Versicherung es akzeptiert. Die Besitzer des Hundes gehen freiwillig zum Eigungstest.

Besten Dank udn viele Grüße

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben und unter Beachtung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten möchte:

Die Kosten für den Tierarzt (in beiden Punkten) sowie die für den Trainingsanzug können Sie problemlos geltendmachen. Sie müssen lediglich beweisen, dass die Tierarztbesuche durch den Angriff erforderlich wurden sowie dass der Trainingsanzug durch den Angriff beschädigt wurde. Daher wäre gegebenenfalls ein Attest des Tierarztes bzw. ein entsprechender Vermerk auf seiner Rechnung erforderlich. Auch ist es sehr empfehlenswert, den Trainingsanzug nicht zu waschen und sorgfältig aufzubewahren.

Wegen der Hundebeaufsichtigung können Sie leider keinen Stundensatz geltend machen, weil Ihnen da keine entsprechenden Kosten entstanden sind. Die Fahrtkosten können Sie allerdings geltendmachen.
Es gibt jedoch Versicherungen, die in ähnlichen Fällen ohne Rechtsgrund eine Aufwandspauschale bezahlen, das ist dann allerdings eher "Gnade vor Recht" als eine tatsächliche Schadensersatzforderung.

Sie sollten die Auflistung an den Hundehalter richten. In der Tat gibt es Versicherungen, die eine behördliche Bestätigung fordern. In Ihrem Fall dürfte eine Bestätigung des Tierarztes ausreichen, wenn es den persönlichen Kontakt zwischen Ihnen und dem Hundehalter nicht allzusehr belastet, wäre eine Meldung beim ordnungsamt aber nicht schädlich.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

Das Zurückhalten relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung radikal verändern. Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung.

Rückfrage vom Fragesteller 28.10.2012 | 12:43

Hallo Herr Weber,

danke für die schnelle Rückantwort.

Wieviel € kann ich pro Km ansetzen? Einfache Fahrt oder hin und zurück?
Kann ich meine Rechnungen auch direkt an die Versicherung schicken bzw. dort anrufen?

Was ist mit den Hundedecken bzw. Handtüch, welche der Hund aufgrund der Verletztungen verblutet hat und nicht mehr fleckenfrei werden? Was setze ich hier an, da ich keine Rechungen dazu habe?

Besten Dank und einen schönen Tag!

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 28.10.2012 | 15:30

Sehr geehrter Ratsuchender,

pro Kilometer können Sie € 0,21 ansetzen, sowohl für die Hin- als auch für die Rückfahrt.

Die Rechnungen sollten Sie nur an den Hundehalter schicken, dieser ist Ihr Ansprechpartner.

Setzen Sie den Preis einer handelsüblichen Decke bzw. Tuches an.

Mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

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