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Käufer stellt Forderungen nach Unterschrift unter Kfz Kaufvertrag

27.08.2012 15:22 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Ich habe einen handschriftlichen Kaufvertrag mit einem Interessenten geschlossen (Privat an Privat), in diesem steht, dass der wagen heute zum preis von xxx verkauft wurde. Der Käufer kommt nun nach 4 Wochen, da er ihn wegen geschäftlichen Terminen noch nicht abgehohlt hat mit diversen Forderungen zb. will er den Wagen nun noch genau prüfen lassen, obwohl bereits ein vertrag existiert und er eine Anzahlung geleistet hat.
Kann er nachträglich überhaupt noch Forderungen stellen, nachdem ein Vertrag unterschrieben wurde?
Falls er sich weigert den Wagen abzunehmen, was habe ich für Möglichkeiten von Ihm Schadensersatz zu forden?

Danke

Sehr geehrter Ratsuchender,

guten Tag und vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt beantworten möchte:

Da Sie mit dem Käufer einen Kaufvertrag geschlossen haben, haben Sie auch einen Anspruch darauf, dass der Käufer den vereinbarten Kaufpreis zahlt und den Wagen abnimmt.

Sie können daher Zug um Zug gegen Übergabe und Übereignung des Fahrzeuges verlangen, dass der Käufer den Kaufpreis an Sie zahlt und den PKW abholt.

Notfalls müsste ein solcher Anspruch gerichtlich geltend gemacht und durchgesetzt werden.

Für mich ist nicht ersichtlich, warum der Käufer ein Anrecht darauf haben sollte, vor Abnahme und Kaufpreiszahlung, weitere „Tests" mit dem Fahrzeug durchführen zu lassen, wenn dies nicht vereinbart war.

Fordern Sie den Käufer daher schriftlich, per Einschreiben, zur Kaufpreiszahlung und Abnahme des Fahrzeuges binnen 10 Tagen auf und weisen Sie den Käufer darauf hin, dass Sie nach Ablauf der Frist rechtliche Schritte einleiten und einen Rechtsanwalt beauftragen werden.

Nach Ablauf der Frist können Sie den Käufer dann entweder über ein rechtsanwaltliches Schreiben nochmals zur Abnahme und Kaufpreiszahlung auffordern lassen oder Sie treten vom Kaufvertrag zurück.

Dann könnten Sie Schadenersatz geltend machen. Sollten Sie den Wagen nämlich später nur zu einem geringeren Preis verkaufen können, könnten Sie den Differenzbetrag geltend machen.

Ich hoffe, meine Antwort hat Ihnen weitergeholfen und einen ersten Überblick verschafft.

Mit freundlichen Grüßen aus Achim,

Moritz Kerkmann
Rechtsanwalt

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