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Überstundenausgleich nach kündigung


22.11.2006 18:34 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA



In meinem Angestelltenverhältniss steht, dass angeordnete Überstunden entweder durch Freizeit oder Bezahlung ausgeglichen werden. Ich habe mein Angestelltenverhältnis fristgerecht gekündigt und will meine Überstunden und mein Urlaub durch Freizeit ausgleichen, mein Arbeitgeber durch Bezahlung.
Was kann mein Arbeitgeber gegen mich unternehmen, wenn ich nach wiederholter mündlicher Ankündigung der Arbeit ab dem Zeitpunkt fernbleibe, ab dem der Freizeitausgleich beginnen würde?

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Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Anfrage beantworte ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt.

Das eigenmächtige Fernbeleiben bzw. Urlaubsantritt/ Freizeitausgleich berechtigt den Arbeitgeber zu einer ordentlichen u.U. auch zu einer außerordentlichen Kündigung.

Im Fall eines bereits gekündigten Arbeitsverhältnis, können Sie zum einen bei eigenmächtigen Fernbleiben sich schadensersatzpflichtig machen, z.B., wenn für eine Aushilfskraft eingestellt werden müßte. Des weiteren kann sich dies natürlich auf das Zeugnis negativ auswirken.

Der Fall, daß ein Arbeitsgeber ohne einen berechtigten Grund bei einer ordentlichen Kündigung den Urlaub/Freizeitausgleich verweigert, kann nur dadurch begegnet werden, daß Sie dem Arbeitgeber eine einstweiligeb Verfügung androhen. Mit diesem Antrag wird dann in sehr kurzer Zeit durch das Gericht entschieden, inwieweit Sie Ihren Urlaubanspruch/Freizeitausgleich in Anspruch nehmen können.

Möglicherweise besteht unter Anführung dieses Rechtsmittels eine gewisse Kompromissbereitschaft des Arbeitgebers.

Schwierig wird dies allerdings, wenn der Arbeitgeber ein berechtigtes Intersse hat, z.B. die Einarbeitung eines Nachfolgers.

Ich hoffe Ihnen einen entsprechenden Überblick verschafft zu haben.

Mit besten Grüßen

RA Schröter


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