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Wein vom Nachbargrundstück überwuchert Fassade und Schornstein (Berlin)

| 03.07.2012 17:11 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Beantwortet von


18:14
Bezirks-Schornsteinfeger bemängelt Weinbewuchs am Schornstein unserer mehrstöckigen Gewerbeimmobilie und setzt Frist zur Beseitigung. Der Wein wächst allerdings auf dem Hof des Nachbargrundstücks an der Rückseite unserer Hausfassade empor bis aufs Dach, umschlingt dort unseren Schornstein. Müssen wir für die Beseitigung des Weins sorgen oder kann der Besitzer des Nachbargrundstücks, auf dem der Wein wächst, dazu aufgefordert werden, diesen zu beseitigen? Wer trägt die Kosten? Es handelt sich um ein dreistöckiges Gebäude, das Dach hat eine starke Neigung und kann nicht ohne Sicherungsmassnahmen betreten werden. Am liebsten wäre es uns, wenn der Nachbar den Wein komplett entfernt, um zukünftigen Bewuchs zu vermeiden.
03.07.2012 | 17:42

Antwort

von


(2958)
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30449 Hannover
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Sehr geehrte Frau S.,

nach § 910 BGB darf der Eigentümer eines Grundstückes Wurzeln eines Baumes oder eines Strauches, die von einem Nachbargrundstück eingedrungen sind, abschneiden und behalten.

Wegen der Kosten steht Ihnen ein Kostenerstattungsanspruch nach § 812 Abs. 1 S. 1 Alt. 2 BGB zu.

Allerdings kann das Selbsthilferecht verwirken, wenn zu dem bloßen Gewährenlassen über längere Zeit hinweg weitere Umstände hinzutreten, die das Vertrauen in eine Einwilligung des Betroffenen begründen (OLG Celle <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=MDR%202005,%20804" target="_blank" class="djo_link" title="OLG Celle, 02.02.2005 - 4 U 237/04: Anspruch auf Beseitigung von Überwuchs von gemeindlichen Wa...">MDR 2005, 804</a> ).

Wenn solche Gründe allerdings nicht vorliegen und Sie zu keiner Zeit dem Nachbarn zu verstehen gegeben haben, dass Sie den Bewuchs zum Beispiel "schön finden", dann bleibt es bei der Erstattungspflicht.

Praktischerweise sollten Sie dennoch dem Nachbarn die Möglichkeit geben, den Bewuchs auf eigene Kosten zu entfernen, obgleich Sie dazu nicht verpflichtet wären.


Rückfrage vom Fragesteller 03.07.2012 | 17:56

Der Weinbewuchs der rückwärtigen Fassade war bis dato nicht sichtbar, da es sich um einen typischen Berliner Hinterhof handelt, die Rückseite des eigenen Gebäudes nicht einsehbar ist und der Wein erst jetzt über das Dach bis um den Schornstein herumgewuchert ist. Falls der Besitzer des Nachbargrundstücks nicht reagiert und den Wein nicht entfernt, können wir dann dessen Grundstück betreten, um den Wein an der Wurzel zu entfernen oder dürfen wir nur den Teil entfernen lassen, der über unsere Dachkante herüberwächst? Wie gesagt, die rückwärtige Fassade unseres Gebäudes ist nur von Nachbarhinterhof aus zu erreichen und wir müssten dessen Grundstück betreten.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 03.07.2012 | 18:14

Sehr geehrte Frau S.,

das Grundstück des Nachbarn dürfen Sie nicht ohne Genehmigung betreten, allerdings könnten Sie von ihm die Beseitigung verlangen, wenn zu befürchten ist, dass der Wein stets die Grundstücksgrenze überquert.

Für die Beseitigung an Ihrer Hauswand allerdings besteht ein Betretungsrecht, gleich wenn zum Beispiel Arbeiten an der Fassade gemacht werden müssten.

Dieses sollte aber vorher immer angekündigt werden.

Wenn Sie in diesem Falle rechtliche Unterstützung benötigen sollten, steht Ihnen meine Kanzlei gerne zur Seite.

Wenn Sie noch weitere Fragen haben sollten, sprechen Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber weiterhin Auskunft geben möchte.

Über eine ggf. positive Bewertung würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hoffmeyer
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 03.07.2012 | 18:30

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