1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Sorgerecht: Automatisch bei Eheschließung?

| 18.06.2012 08:47 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,
diesen Mai hat mein Sohn die Mutter seines 1 jährigen Sohnes geheiratet. Jetzt ist es zu einem Streitgespräch gekommen und zwar sagt die Kindsmutter, dass der Vater nicht automatisch das halbe Sorgerecht bei Eheschließung erhält. Muss das extra beantragt werden?
Was, wenn der Mutter (was wir nie hoffen werden)mal etwas passiert? Die Kindsmutter ist der Meinung, dass dann nicht der leibliche Vater das Sorgerecht erhält, sondern die beiden Taufpaten. Ist das korrekt, ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, dass die Taufpaten dem leiblichen Vater vorgezogen werden, es sei denn, er hat sich etwas zu Schulden kommen lassen. Es heißt doch immer im Sinne des Kindes und das Kind ist ein absolutes Papa-Kind.
Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar.
Mit freundlichen Grüße

18.06.2012 | 09:41

Antwort

von


(146)
Frankfurterstr. 30
51065 Köln
Tel: 0221 16954321
Web: https://kanzlei-kirli-ippolito.de/impressum/
E-Mail:

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage auf der Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung des Einsatzes wie folgt:

Die Informationen der Ehefrau Ihres Sohnes, also der Kindsmutter, treffen nicht zu. Dies ergibt sich aus § 1626a BGB: Elterliche Sorge nicht miteinander verheirateter Eltern; Sorgeerklärungen .

Die Aussage der Kindsmutter im Hinblick auf das gemeinsame Sorgerecht würde nur zutreffen, wenn es ich bei den Eltern des Kindes um nichtverheiratete Eltern handeln würde.

Aus § 1626a BGB: Elterliche Sorge nicht miteinander verheirateter Eltern; Sorgeerklärungen ergibt sich aber, dass den Eltern die gemeinsame elterliche Sorge zusteht, wenn Sie einander heiraten.

Dies ist ja nunmehr der Fall. Eines Antrages bedarf es für das gemeinsame Sorgerecht demnach nicht (mehr).

Zu den Fehlinformationen im Hinblick auf die Taufpaten will ich noch rein informativ folgendes anmerken:

Ihre Enkelin würde nicht automatisch zu den Taufpaten kommen. Diese bekommen auch nicht automatisch das Sorgerecht. Rechtliche Aufgaben haben die Taufpaten nicht.

Im Falle des Todes der Mutter und für den Fall, dass das Kind keinen Vater hätte oder ähnliches, würde das Vormundschaftsgericht dann im Interesse des Kindeswohl darüber entscheiden, wo das Kind künftig leben würde. Dabei wird das gesamte Umfeld und natürlich auch die soziale Bindung des Kindes zu Bezugpersonen beachtet werden.



Ich hoffe, dass ich Ihnen einen ersten rechtlichen Überblick verschaffen konnte.

Abschließend weise ich Sie darauf hin, dass die hiesige Beratungsplattform die Beratung durch einen Rechtanwaltskollegen vor Ort nicht ersetzen kann, sondern lediglich dazu dient, dem Mandanten eine grobe rechtliche Einschätzung zu verleihen.

Das Weglassen und bzw.oder Hinzufügen von relevanten Angaben kann eine völlig andere rechtliche Bewertung nach sich ziehen.


Mit freundlihen Grüßen

Kirli
(Rechtsanwalt)


Rechtsanwalt Serkan Kirli

Bewertung des Fragestellers 18.06.2012 | 10:14

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"

Sehr schnelle und kompetente Antwort.Ich kann diesen Anwalt jederzeit weiter empfehlen.

"
Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Serkan Kirli »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 18.06.2012
5/5,0

Sehr schnelle und kompetente Antwort.Ich kann diesen Anwalt jederzeit weiter empfehlen.


ANTWORT VON

(146)

Frankfurterstr. 30
51065 Köln
Tel: 0221 16954321
Web: https://kanzlei-kirli-ippolito.de/impressum/
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Strafrecht, Vertragsrecht, allgemein, Arbeitsrecht, Mietrecht, Ausländerrecht, Verkehrsrecht, Familienrecht, Kaufrecht