1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Kündigung während Elternzeit , Bemessungsgundlage für Arbeitslosengeld

02.11.2006 17:48 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Ich, 25, seit 1.12.2001 in dieser Firma beschäftigt für monatl. € 2.100,00, seit Geburt meines Sohnes am 20.1.2005 für 3 Jahre in Elternzeit gegangen. Am 16.9.2005 Teilzeitbeschäftigung für € 950,00 wieder aufgenommen. Nun soll ich gekündigt werden obwohl ich als längstes beibin und verheiratet mit Kind - andere Mitarbeiter haben dieses nicht. Ist Kündigung möglich? Welche Bemessungsgrundlage wird für das Arbeitslosengeld zu Grunde gelegt? Voll-/ oder Teilzeitlohn? Würde mir eine Abfindung zustehen? Wenn ja was ist die Bemessungsgrundlage? Voll- oder Teilzeitlohn?

Sehr geehrte Ratsuchende,


zwar ist die Kündigung grundsätzlich möglich. Sofern Sie aber ähnlich den anderen Mitarbeitern qualifiziert sind und kein besonderer, weiterer Kündigungsgrund hinzugekommen ist, habe ich hier ernsthafte Zweifel, ob die sogenannte Sozialauswahl zutreffend angewendet worden ist. Da Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit und Unterhaltsverpflichtungen eine Rolle spielen, sollten Sie dieses im Rahmen einer individuellen Beratung noch genauer prüfen lassen.

Wichtig ist dann auch, wieviel Mitarbeiter der Betrieb hat, da sich danach die Anwendung des Kündigungsschutzgesetzes richtet.

Sollten Sie also nun die schriftliche Kündigung erhalten, sollten Sie UNVERZÜGLICH einen Rechtsanwalt aufsuchen, da dann noch DREI Wochen für die Einreichung einer Kündigungsschutzklage zur Verfügung stehen; allerdings müssen Sie dessen Kosten selbst tragen.


Da das Kind unter drei Jahre alt ist und Sie nur wegen der Kinderbetreuung in Teilzeit beschäftigt wurden, wird das Vollzeitgehalt als Berechnungsgrundlage herangezogen werden (§ 130 II SGB III, nachzulesen über unsere homepage).


Einen gesetzlichen Anspruch auf Abfindung gibt es entgegen einer weitverbreiteten Meinung nicht!

Diese muss ausgehandelt werden (1/2 Monatsgehalt/Vollzeitlohn pro Beschäftigungsjahr ist dabei die Regel), oder im arbeitsgerichtlichen Kündigungsschutzverfahren dann im Wege der Einigung festgelegt werden.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 02.11.2006 | 19:30

Hallo, nochmal

Allso habe ich durch meine Elternzeit, die ja noch besteht kein
besonderen Kündigungsschutz?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.11.2006 | 20:23

Sehr geehrte Ratsuchende,


nein, auf einen besonderen Kündigungsschutz können Sie sich nicht berufen, da seit der Geburt mehr als vier Monate vergangen sind.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Ergänzung vom Anwalt 07.11.2006 | 07:53

Sehr geehrte Ratsuchende,

hier ist mir in der Tat aufgrund eines Lesefehlers im Sachverhalt ein Fehler unterlaufen, den ich zu entschuldigen bitte. Selbstverständlich können Sie nun auch noch eine weitere kostenlose Nachfrage stellen.

Nach § 18 BErzGG kann der Arbeitgeber Ihnen wärend der Elternzeit nur ausnahmsweise bei vorliegen von besonderen, schwerwiegenden Gründen kündigen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 68779 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Vielen Dank, endlich habe ich Klarheit. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank :-) ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Der Anwalt hat die Frage schnell und korrekt beantwortet. ...
FRAGESTELLER