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Kündigungsschutzklage?

23.05.2012 09:29 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Steffan Schwerin


Meine Frau ist im öffentlichen Dienst (Verwaltungsangestellte) bei der Evangelischen Kirchengemeinde im Rheinland beschäftigt. diese Beschäftigung besteht seit fast fünf Jahren und nun wurde sie zum 30. Juni gekündigt. Es handelt sich hierbei um eine ordentliche Kündigung.
Gemäß vorliegendem Arbeitsvertrag aus dem Jahr 2007 geht hervor, dass für das Arbeitsverhältnis der Bundesangestelltentarifvertrag in der kirchlichen Fassung gültig ist.
Innerhalb der Gemeinde in der sie tätig ist, sind lediglich fünf Mitarbeiter beschäftigt.

Die Kündigung wurde in der vergangenen Woche (Montag) ausgehändigt.

Nun zu der Frage:

Kann sie gemäß Kündigungsschutzgesetz und BAT/KF kündigungsschutzklage (innerhalb der Dreiwochenfrist) einreichen um eine Begründung für die Kündigung zu erlangen? In dem Kündigungsschreiben selber steht keine Begründung, die Kündigung ist allerdings darauf zurückzuführen, dass sie nicht bereit ist die im Arbeitsvertrag festgelegte Stundenanzahl um 25 % zu erhöhen (aufgrund der Kinder) Um weitere, buchhalterischer Arbeiten zu übernehmen. Die Stelle wird nun zum 1. Juli intern neu besetzt.

Vielen Dank.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Auch der kirchliche Arbeitgeber ist an das Kündigungsschutzgesetz gebunden.

Doe ordentliche Kündigung muss daher auch entsprechend begründet sein.

In Betracht kommen eine Kündigung aus betrieblichen, personenbedingten oder verhaltensbedingten Gründen.

Mit der Kündigungsschutzklage kann man das Arbeitsverhältnis fortführen lassen oder eine Abfindung erzielen.

Auf jeden Fall muss der Arbeitgeber dann den Grund für die Kündigung darlegen und beweisen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Steffan Schwerin, Rechtsanwalt

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