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Wegen Ladendiebstahl beschuldigt

02.04.2012 14:03 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


Hallo,
ich wurde heute wegen Ladendiebstahl beschuldigt.
Folgender Sachverhalt:

Ich war mit Kinderwagen und Hund im Geschäft und hatte mir 2 Paar Schuhe ausgesucht, die ich ohne Karton in den Wagen unten rein gelegt habe.

Bin dann weiter zur Kinderabteilung und habe Kinderschuhe ausgesucht, die ich meinem Kind auf den Schoss gelegt habe (auch ohne Karton).

Der Laden war sehr eng mit Kartons zugestellt, weshalb ich die ganzen Schuhe nicht in der Hand behalten habe (musste den Wagen manövrieren). Unterdessen zog mein Kind meine Jacke immer vom Kinderwagenschieber, so, dass ich sie unten auf den Korb legte.

Bin dann Richtung Ausgang, weil dort ein Taschenständer stand und ich noch eine Tasche anschauen wollte. Ich war also noch drin im Geschäft und schaute mir die Taschen an, als ich den Kinderwagen wohl zu nah an diese Sicherungsschranke schob und es zu piepen begann. Ich zog ihn schnell zurück und eine Verkäuferin kam wie wild auf mich zu und fragte mich ob ich etwas im Wagen habe.

Mein Kind hatte inzwischen rumgestrampelt und die Schuhe waren in den Fusssack gefallen.

Ich sagte ja und habe die Kinderschuhe aus dem Fusssack kramen müssen. Mir war in dem Moment auch nicht bewusst etwas unrechtes getan zu haben, da ich ja nicht im Begriff war zu gehen. Ich sagte ihr sofort, dass ich nur zu nah an die Schranke gekommen bin und noch gar nicht gehen wollte, sondern die Taschen anschauen und dann bezahlen. Sie darauf: "Fahren sie nochmal durch die Schranke" Ich tat das bereitwillig und es piepste und ich zeigte ihr dann die Schuhe unten und sagte ihr nochmals, dass ich doch noch gar nicht im Begriff war zu gehen und wieso sie mich "durchsucht". Ich war ja noch im Geschäft.

Sie meinte dann, dass sie mich wegen Ladendiebstahl beschuldigen würde und Anzeige erstattet. Ich erklärte ihr mehrmals, dass ich nicht durch die Schranke gegangen bin, sondern nur zu nah ran und was das jetzt soll.

Auf jeden Fall kam dann die Polizei, die mir genau wie die Verkäuferin jedes Wort im Munde herumgedreht hat und es wurde Anzeige erstattet.

Ich wurde dann ominöser Weise noch gefragt ob ich Bargeld dabei habe (ich hatte 100 Euro dabei), weil sie sehen wollten ob ich die Schuhe hätte überhaupt bezahlen können.

So nun habe ich ziemlich die Schn... voll, da ich in meinem Leben noch nichts gestohlen habe und es auch nicht vor hatte.

Aussage habe ich verweigert auf dem Papier. Natürlich habe ich mich vor den Polizisten noch gerechtfertigt, weil mir einfach Dinge unterstellt worden sind, die nicht stimmen. Ich hätte die Kartons im Regal versteckt usw...

1. Sollte ich mir einen Anwalt nehmen?
2. Welche kosten kommen dabei auf mich zu?
3. Welche Strafe kommt auf mich zu?
4. Geht das ganze vor Gericht wo ich persönlich erscheinen muss, oder kann das ein Anwalt schriftlich klären?

Eingrenzung vom Fragesteller
02.04.2012 | 14:16
02.04.2012 | 15:43

Antwort

von


(231)
Pettenkoferstraße 10a
80336 München
Tel: 089/22843355
Web: http://www.kanzlei-kaempf.net
E-Mail:
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Sehr geehrte Fragestellerin,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage und darf Ihnen diese wie folgt beantworten:

Zunächst erlaube ich mir den Hinweis darauf, dass es hier bereits fraglich ist, ob Sie sich überhaupt eines Diebstahls, strafbar gemäß § 242 StGB: Diebstahl , schuldig gemacht haben.
Einerseits ist zwar die objektive Tatbestandsverwirklichung eines Diebstahls in einem Ladengeschäft bereits dann möglich, wenn das Stehlgut in der Jacke oder auf ähnliche Weise verborgen gehalten wird. Auf ein Verlassen des Ladengeschäfts kommt es nicht zwingend an. Andererseits beabsichtigten Sie zu keinem Zeitpunkt, das Geschäft, ohne zu bezahlen, zu verlassen. Im Übrigen führen Sie durchaus plausible Gründe für Ihr Vorgehen an.

zu 1.) Meines Erachtens wird es sich vorliegend durchaus lohnen, einen Rechtsanwalt mit der Wahrnehmung Schöpfers Verteidigung wegen des Diebstahls zu beauftragen. Je nach Aktenlage kann Ihr Strafverteidiger entweder auf einer Einstellung des Verfahrens mangels hinreichenden Tatverdachts oder eine solche gegen Geldauflage hinarbeiten.

Zu 2.) Die Kosten für die Inanspruchnahme eines Strafverteidigers können an dieser Stelle (noch) nicht beantwortet werden.
Diese sind unter anderem von der Schwere des Vorwurfs sowie vom Arbeitsaufwand des Rechtsanwalts abhängig. Möglich ist eine Abrechnung nach dem RVG. Alternativ können Sie ein Pauschalhonorar für das gesamte Strafverfahren oder ein Stundenhonorar vereinbaren.

Zu 3.) Die Einschätzung der von Ihnen zu erwartenden Strafe ist an dieser Stelle nicht möglich. Hierfür kommt es auf eine Vielzahl von Faktoren an. So ist vor allem von Relevanz, ob Sie Ersttäterin waren, ob ein Geständnis vorliegt und welchen Wert die Beute des Diebstahls hat.
Insbesondere für den Fall, dass Sie Ersttäterin waren, erscheint durchaus eine Einstellung des Verfahrens gegen Zahlung einer Geldauflage an eine gemeinnützige Einrichtung möglich.
Genauso halte ich angesichts Ihrer Sachverhaltsschilderung aber auch eine Einstellung mangels hinreichenden Tatverdachts für vorstellbar. Hier wird es auf die Details aus der Akteneinsicht in die Ermittlungsakte ankommen.

Zu 4.) Für den Fall, dass Sie zum ersten Mal straffällig wurden, wäre es naheliegend, dass das Verfahren schriftlich beendet wird. Sowohl eine Einstellung im Ermittlungsverfahren als auch eine Beendigung des Strafverfahrens durch Erlass eines Strafbefehls wegen des Diebstahls erscheint möglich.

Ich rate Ihnen, einen auf dem Gebiet des Strafrechts tätigen Anwalt mit Ihrer Strafverteidigung zu beauftragen und über diesen zunächst Akteneinsicht in die Ermittlungsakte zu nehmen. Im Anschluss hieran kann eine Stellungnahme zur Sache abgegeben werden. Zuvor sollten Sie von Ihrem Schweigerecht Gebrauch und keine weiteren Angaben zur Sache machen!

Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion gerne zu Verfügung und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Martin Kämpf
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 02.04.2012 | 17:15

Vielen dank für ihre ausführliche antwort. Ich werde ja nun ein befragungsbogen per post bekommen oder?

Soll ich darauf schon reagieren, oder erst wenn etwas gerichtliches passiert und dann ggf. einspruch erheben?

Also erst mal abwarten, oder sofort etwas über einen anwalt versuchen zu klären?

Könnte ich sie mit dieser sache beauftragen wenn es so weit ist, oder ist das zu weit weg? Es nützt ja nichts wenn man dann mit anwalt vor gericht erscheinen muss und dann so viele km zwischen einem liegen :-)

LG

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 02.04.2012 | 17:26

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich Ihnen wie folgt beantworte:

Ich empfehle Ihnen, spätestens bei Eingang einer Ladung zur Beschuldigtenvernehmung wegen des Verdachts des Ladendiebstahls einen Strafverteidiger zu beauftragen. Vorteil der frühen Beauftragung eines Strafverteidigers ist, dass dieser bereits im Ermittlungsverfahren tätig werden und die Angelegenheit in Richtung Einstellung lenken kann.

Selbstverständlich stehe ich Ihnen auch persönlich als Strafverteidiger zur Verfügung. Über eine Mandatierung würde ich mich freuen. Nach derzeitiger Einschätzung ist die Entfernung zwischen uns zu vernachlässigen, da die Sache voraussichtlich ausschließlich schriftlich beendet wird.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Kämpf
Rechtsanwalt

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