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Es geht doch darum, dass der Arbeitgeber über meine Krankheit informiert wurde und doch nicht etwa d

31.03.2012 11:17 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


13:18
Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe eine Abmahnung erhalten weil ich mich gem. meinem Arbeitgeber nicht an die Vereinbarung zum Verhalten im Krankheitsfall gehalten habe
und mich über die Zeit der Arbeitsunfähigkeit und die voraussichtliche Dauer
unmittelbar nach Arztbesuch zu einer telefonischen Meldung an den Vorgesetzten nicht durchgeführt habe.

Dies kann ich nicht nachvollziehen. Ich finde die Entscheidung sehr hart. Ich war an einem Arbeitsfreien Tag bei meinem Arzt der mich krank geschrieben hat. Ich habe mich unmittelbar danach bei der Kollegin die ich auf meiner Station arbeitet krank gemeldet und Ihr mitgeteilt bis wann ich krank geschrieben bin. Sie hat dieses unverzgl. an meine Vorgesetzte weiter geleitet. So meldete ich mich, wenn ich mal krank war, schon immer krank und habe diesbzgl. noch nie eine Verwarnung erhalten. Wenn ich auf der Station anrufe hatte ich halt auch mal meine Stationsleitung am Apparat aber oftmals halt auch nicht. Bisher, in den letzten 10 Jahren, war dies noch nie ein Problem.
Also, mein Arbeitgeber war vor meinem nächsten Dienstbeginn, es war ja mein freier Tag, noch am gleichen Vormittag des Arztbesuches, darüber informiert das ich krank bin und darüber wie lange ich voraussichtlich krank sein werde. Ich habe die Meldung wie in den letzten Jahren auf gleiche Weise immer sofort durchgeführt. Letztmalig war ich im Dezember+Januar krank und da war mein Verhalten noch ohne jeglichen weiteren Hinweis gebilligt worden.

Soll es jetzt daran liegen das ich den Vorgesetzten selbst nicht persönlich informiert habe? Wir sind derzeit auch ohne Stationsleitung so das ich die Pflegedienstleitung hätte informieren müssen, von der ich so zuerst mal gar keine Telefonnummer habe. Dieser Zustand ist sehr neu da es Umstrukturierungen bei uns gegeben hat und die Stationsleitung erst zum nächsten Monat wieder besetzt wird. Es geht doch darum das der Arbeitgeber informiert wurde und doch nicht etwa darum das ich Ihn persönlich dies gesagt haben muss? Oder? Wobei ich dies doch indirekt getan habe über die Meldung auf der Station! Außerdem ist mein Gesundheitszustand im Moment nicht so das ich noch lange hätte telefonieren können da ich Medikamente genommen hatte die Müde machen.
31.03.2012 | 12:10

Antwort

von


(2248)
Damm 2
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Sehr geehrter Ratsuchender,


zwar muss grundsätzlich der Arbeitgeber und nicht eine Kollegin informiert werden, so dass eigentlich ein abmahnfähiges Fehlverhalten nach der Rechtsprechung des BAG vorliegt.


Hier liegt es aber aufgrund Ihrer Sachverhaltsdarstellung anders:

Ihr Vorgehen wurde jahrelang vom Arbeitgeber in genau dieser Form gebilligt, ohne dass es jemals Beanstandungen gegeben hat. Dann kann der Arbeitgeber hiervon nicht ohne Ankündigung und einseitig abweichen, was zur Folge hat, dass die nun ausgesprochene Abmahnung unzutreffend ist (wenn es keine arbeitgeberseitige Ankündigung, dass im Krankheitsfall nun anders zu verfahren ist, gegeben hat).


Dieses sollten Sie mit dem Arbeitgeber besprechen und ihn ruhig, aber bestimmt auffordern, die unberechtigte Abmahnung zurückzunehmen und aus der Personalakte zu entfernen.


Macht er dieses nicht, können Sie entweder

eine Gegendarstellung zur Personalakte geben und Ihre Sicht darstellen, oder

die Entfernung der Abmahnung aus der Personalakte gerichtlich durchsetzen.






Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle
Damm 2
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Fax: 0441 / 26 8 92
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Rückfrage vom Fragesteller 31.03.2012 | 12:49

Hallo,

ich muss nun nochmals folgenden Punkt nachfragen. Ich habe meine Kollegin informiert und Sie gebeten dies unverzgl. weiter zu leiten, was Sie als solches sofort getan hat. Der Arbeitgeber wurde also über eine Person meines Vertrauens sofort informiert. Verstehe ich Sie richtig das dies ist also falsch ist?!

Was ist wenn ich eine Kehlkopfentzündung habe und gar nicht selbst telefonieren könnte?

Muss ich wirklich persönlich meinen Arbeitgeber informieren? Kann dies nicht durch eine Person meines Vertrauens geschehen?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 31.03.2012 | 13:18

Sehr geehrter Ratsuchender,


Sie sind verpflichtet, den Arbeitgeben unverzüglich (=ohne schuldhaftes Zögern) zu informieren. Dieses unverzüglich kann dann aber nicht mehr gewährleistet sein, wenn Sie den "Umweg" über eine Kollegin machen.

Zudem hat der Arbeitgeber das Recht zu erfahren, wann Sie ungefähr wieder gesund sind, um planen zu können. Dazu darf er auch Rückfragen stellen, was aber dann nicht möglich ist, wenn er nicht von Ihnen, sondern der Kollegin informiert wird.


Auch Ihr Argument, die Medikamente hätten müde gemacht, greift nicht durch - denn immerhin konnten Sie trotz der Medikamente die Kollegin anrufen.


Sie sehen also, die persönliche Krankmeldung ist erforderlich. Dabei ist zu beachten, dass diese beim Arbeitgeber erfolgen muss; die Krankmeldung bei einem Kollegen reicht nicht!
Hier ist es aber etwas anders, weil es jahrelang anders gehandhabt worden ist, so dass - trotz des Fehlverhaltens - die Abmahnung hier ausnahmsweise unberechtigt gewesen ist.


Ist dieses (Kehlkopfentzündung) nicht möglich, kann es ausnahmsweise durch Dritte erfolgen, sollte aber auch zusätzlich durch ein Attest belegt werden können, was ebenfalls unverzüglich nachzureichen wäre.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle
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