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Selbständigkeit -> Festanstellung (m selbständige Nebentätigkeit) – Rechtl. Todos?

23.02.2012 18:51 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Mack


FALL:
- Wechsel von 100% Selbständigkeit zu 80% Festanstellung / 20% Selbständigkeit

FRAGE:
- Was ist rechtlich verpflichtend zu tun / zu beachten und welche Fristen bestehen? z.B. für die Sozialversicherung / Steuer / ...?
- Welche Möglichkeiten gibt es ggf. bei SV? Aktuell: PKV (aktuell 260 E, 1.2K SB), freiwillige ALV, nur pers. R-Vorsorge
- Welche sonstigen rechtlichen Regelungen / Fristen sind ggf. zu beachten / interessant?
- Welche evtl. vorteilhaften Möglichkeiten ergeben sich rechtlich?

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Zunächst möchte ich darauf hinweisen, daß dieses Forum lediglich die Funktion hat, Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage zu geben. Eine persönliche Beratung kann durch Ihre Anfrage nicht ersetzt werden.

Dies vorausgeschickt möchte ich Ihre Frage unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsangaben und des von Ihnen gebotenen Einsatzes gerne wie folgt beantworten:

Hinsichtlich des Steuerrechts bzgl. Ihrer Einkünfte aus der Selbständigkeit ändert sich zunächst nichts Grundsätzliches: Sie müssen weiterhin natürlich eine Umsatzssteuererklärung und Einkommenssteuererklärung abgeben.

Bezüglich der Krankenversicherung kommt es darauf an, ob Sie bei Ihrer Festanstellung unter die Versicherungspflichtgrenze kommen. Dann müssen Sie gesetzlich versichert sein, also die Krankenversicherung wechseln, was insbesondere bezüglich der steigenden Versicherungsbeiträge bei Privatversicherungen ein Vorteil sein kann.

Falls dies nicht der Fall ist, bleiben Sie weiterhin bei Ihrer bisherigen PKV.

Hinsichtlich der Sozialversicherungspflicht wird bei der Arbeitsaufnahme die Anmeldung durch Ihren Arbeitgeber vorgenommen. Dieser ist zu dieser Anmeldung auch gesetzlich verpflichtet.

Die steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten sollten anhand der konkreten Vorgaben mit einem Steuerberater durchgesprochen werden.


Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort einen ersten Überblick gegeben zu haben und stehe Ihnen für eine weitergehende Beratung und Vertretung Ihrer Interessen auch über die angegebene E-mail Adresse gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen


Thomas Mack
Rechtsanwalt


________________________________________________________
Rechtsanwalt Thomas Mack
Throner Str. 3
60385 Frankfurt a.M.
Tel.: 0049-69-4691701
E-mail: tsmack@t-online.de



Nachfrage vom Fragesteller 23.02.2012 | 22:01

Sehr geehrter Herr Mack,

Sie meinen also, dass ich hier keinerlei Schritte unternehmen muss, wie ZB Mitteilung an das FA, Einstellung der Zahlung und Mitteilung an die freiwillige Arbeitslosigkeitsersicherung bei der Agentur für Arbeit, an eventuelle Banken usw.?

Wie Sie sagen geht es mir darum, einen Überblick über die notwendigen Aktionen und Möglichkeiten zu bekommen, keine Gesetze zu verletzen oder Pflichten zu verpassen oder durch keine Aktion Nachteile zu erlangen.

Dass bei fortbestehnder selbständiger Tätigkeit meine diesbezüglichen steuerlichen Pflichten fortbestehen ist mir natürlich bewusst ebenso wie der allgemeine Satz, dass hier ggf. ein Wechsel von der PKV in die GKV möglich ist. Aber mit welchen Bedingungen und zu welchen Fristen wäre für den konkreten Fall natürlich wesentlich.

Ich hätte mir eine, gerne auch kurze, Auflisting aller Pflichten und Möglichkeiten, die aus meinem Wechsel entstehen gewünscht inkl. der jeweiligen Frist (falls zutreffend).
Ggf. haben Sie einen Ansprechpartner / Kollegen, der hier widerholte Erfahrung sammeln konnte?

Freundliche Grüsse

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.02.2012 | 10:30

Sehr geehrter Ratsuchender,

gerne möchte ich Ihre Nachfrage wie folgt beantworten:

Wie zuvor erwähnt wird die Anmeldung bzgl. der Sozialversicherung von Ihrem Arbeitgeber erledigt. Wenn Sie eine freiwillige Arbeitslosenversicherung haben, dann sollten Sie diese natürlich so schnell wie möglich von Ihrer künftigen Arbeitsaufnahme informieren.

Falls Sie unter die Versicherungspflichtgrenze fallen, gilt das Gleiche.

Die Versicherungspflichtgrenze liegt derzeit bei 50.850 Euro im Jahr. Wenn Sie diese Grenze unterschreiten tritt die Versicherungspflicht bei einer gesetzlichen Krankenkasse ab der Arbeitsaufnahme ein. In diesem Fall sollten Sie bereits vor Arbeitsaufnahme Ihrer privaten Krankenversicherung zum Datum des Arbeitsantritts kündigen und sich eine gesetzliche Krankenversicherung suchen.

Ansonsten treffen die Meldepflichten in der Regel den Arbeitgeber.

Ich hoffe ich konnte Ihre Nachfrage zufriedenstellend beantworten.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Mack
Rechtsanwalt

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