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Telegate Media Telefonvertrag

10.02.2012 19:06 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich biete weiße Tauben zu Hochzeiten an und habe diese als Nebengewerbe auf meine Frau angemeldet. Um meine Webseite bekannter zu machen, habe ich die Adresse der Internetseite in sämtliche Branchenbücher eingetragen. Unter anderem auch bei Klicktel, worauf ich heute einen Anruf von der Firma Telegate Media bekam. Ein Berater versuchte mir in einem 45 Minütigen Telefonat einen Werbevertrag aufzuschwätzen zunächst für 120 € im Monat und später für 50 € im Monat, was Ihm dann am Ende auch gelang, weil er mich weich geredet hatte. Der Vertragsabschluss wurde telefonisch aufgezeichnet und ich darüber informiert, dass ich die AGB im Internet finden würde.

Nach dem Anruf habe ich zunächst mal im Internet recherchiert und musste feststellen, dass wohl schon etliche Leute auf diese Firma reingefallen sind und der Verdacht des Betruges sehr Nahe liegt.

Jetzt zu meiner eigentlichen Frage. Habe ich eine Möglichkeit aus diesem Vertrag raus zu kommen?

Z.B. durch einen Widerruf, oder weil die AGB mir zum Zeitpunkt des Vertrages nicht vorlag, oder weil das Geschäft auf meine Frau angemeldet ist?

Ich betreibe dieses Geschäft nur Nebenberuflich und habe nicht das Budget für solch teure Werbemaßnahmen, die am Ende nichts bringen.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Grundsätzlich gibt es für Geschäfte zwischen Unternehmern kein Widerrufsrecht. Ein gesetzliches Widerrufsrecht existiert nur bei Verbraucherverträgen, § 355 BGB. Sie können daher den Vertrag nicht widerrufen.

Sie können eventuell den Vertrag gemäß § 123 Abs. 1 BGB wegen arglistiger Täuschung anfechten. Hier obliegt Ihnen jedoch die Beweislast, dass der Vertreter Sie über mögliche Vorteile des Vertrages o.ä. getäuscht hat.

Letztlich bleibt noch die Möglichkeit, dass Ihre Frau den Vertrag nicht genehmigt, weil Sie eventuell ohne Vertretungsmacht gehandelt haben, § 177 Abs. 1 BGB. Hier könnte jedoch ein sogenanntes unternehmensbezogenes Geschäft vorliegen, wonach der Wille der beteiligten Parteien dahin geht, das Geschäft mit dem Unternehmer abschließen zu wollen. Abgesehen davon machen Sie sich u.U. als Vertreter ohne Vertretungsmacht gegenüber Telegate Media gemäß § 179 Abs. 1 BGB schadensersatzpflichtig.

Sie können es versuchen, den Vertrag (per Einschreiben) anzufechten; jedenfalls sollten Sie (ebenfalls per Einschreiben) den Vertrag rechtzeitig kündigen, damit sich Ihr "Schaden" in Grenzen hält. Teilweise lassen sich solche Firmen durch ein Anwaltsschreiben beeindrucken und sehen von einer weiteren Geltendmachung der Forderungen ab. Gerne stehe ich Ihnen hierfür nach entsprechender Vereinbarung zur Verfügung.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Alexander Otterbach, Rechtsanwalt

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