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Mein Kollege wirft mir Mobbing vor

| 02.02.2012 18:57 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

bitte teilen Sie mir mit, ob mein Handeln als Gruppenleiter einer Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung unzulässig war, bzw. ob mir der Vorwurf des Mobbings gemacht werden darf.

Folgender Sachverhalt:

Die Jugendlichen baten mich um eine Kinderkonferenz, da sie dringenden Redebedarf hätten.
In dieser Runde teilten sie mir als Gruppenleiter massive Beschwerden über einen meiner Kollegen mit.
Ich bat die Jugendlichen, sich am Folgetag mit ihren Anliegen direkt an den Kollegen zu wenden und mich bei Bedarf als Moderator hinzuzuziehen.
Das Gespräch zwischen den Jugendlichen und dem Kollegen fand ohne mich statt.
Einige Tage später bat ich die Jugendlichen zusammen, um zu erfahren, ob sie mit dem Gespräch zufrieden waren und Unzufriedenheiten ausgeräumt werden konnten, oder ob Hilfebedarf besteht.
Die Jugendlichen teilten mit, dass sie mit dem Gespräch unzufrieden waren und baten mich, mit dem Kollegen zu sprechen.

Der Kollege wirft mir, dadurch das ich die Gespräche ohne sein Beisein mit den Jugendlichen geführt habe, Mobbing vor und besteht darauf, dass mein Handeln unzulässig war.

Sehr geehrter Fragensteller,

anhand des geschilderten Sachverhalts und Ihres Einsatzes kann ich Ihre Fragen im Rahmen einer Erstberatung wie folgt beantworten:

Um das Ergebnis gleich vorweg zu nehmen: einen Fall von Mobbing kann ich in Ihrem Verhalten nicht erkennen.

Der Begriff des Mobbing ist nicht legaldefiniert, weshalb der Begriff oftmals anders besetzt und definiert wird.

Im rechtlich relevanten Sinn enthält das Mobbing jedenfalls nach herrschender Auffassung stets eine "fortgesetzte, aufeinander aufbauende oder ineinander übergreifende, der Anfeindung, Schikane oder Diskriminierung dienende" Verhaltensweise.

Bereits an dieser möglichen Definition gemessen haben Sie sich nichts vorzuwerfen.
Sie handelten nicht gegen den Kollegen, sondern im Interesse der Jugendlichen.
Freilich kann man sich darüber streiten, ob der Kollege nicht von Anfang an in die Diskussion hätte mit einbezogen werden sollen, aber ein Fehlverhalten i.S. einer Verletzung der ggü. Kollegen erforderlichen Rücksichtnahmepflichten vermag ich darin nicht zu erkennen.


Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meiner Antwort helfen


Mit freundlichen Grüßen

Florian Weiss
Rechtsanwalt
_________
Allgemeiner Hinweis:

Für die Vergütung einer außergerichtlichen Tätigkeit verlangt § 4 Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG), dass der vom Auftraggeber an den Anwalt zu zahlende Betrag in einem angemessenen Verhältnis zu Leistung, Verantwortung und Haftungsrisiko des Anwaltes stehen muss. Als Richt-wert kann insoweit für eine Erstberatung der Betrag von € 250,00 netto herangezogen werden ( § 34 Abs. 1, S. 3 , 3. Hbs. RVG).

Vielen Dank!

Bewertung des Fragestellers 04.02.2012 | 08:09

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