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Gründe für Kündigung in der Probezeit

| 21.12.2011 09:00 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sascha Steidel


Guten Tag,

mir wurde mein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis, das ich am 1.11. begann, während der Probezeit fristgerecht am 14.11. zum 30.11. gekündigt.

Ich vermute eine Kündigung wegen Arbeitsunfähigkeit ab 4.11.

Der Arbeitgeber ist nicht verpflichtet, Gründe zu benennen. Ebenso wenig äußert sich der Personalrat.

Gemäß § 8 EFZG wäre der Arbeitgeber verpflichtet, mir den Lohn für maximal sechs Wochen auch über das Ende des Beschäftigungsverhältnisses zu zahlen, sofern wegen Arbeitsunfähigkeit gekündigt wurde.

Dies ist offensichtlich. Jedoch für mich unmöglich, nachzuweisen. Muss ich mich damit abfinden, auf Dauer den wahren Grund der Kündigung nicht zu erfahren?

Eine Klage hat doch sicherlich keinen Sinn, weil der Arbeitgeber stets mit wirtschaftlichen Aspekten argumentieren kann. Denn wenn ich die Arbeit nicht verrichte, muss eine Ersatzkraft her, was die Kündigung rechtfertigt.

Vielen Dank.

Sehr geehrte(r) Fragesteller (in),
Ihre Anfrage(n) möchte ich anhand Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt beantworten:

Nach § 622 III BGB kann das Arbeitsverhältnis während der Probezeit mit einer Frist von 2 Wochen gekündigt werden.

Die Probezeit dient gerade der Erprobung des Arbeitnehmers, so dass eine besondere Begründung durch den Arbeitgeber nicht gefordert wird. Auch auf Anforderung der Angabe von Gründen für die Kündigung werden Sie also keine Begründung erhalten, zumindest wäre der Arbeitgeber hierzu nicht verpflichtet.

Es wird Ihnen wegen der Kündigung in der Probezeit also tatsächlich nicht gelingen, nachzuweisen, dass die Arbeitsunfähigkeit Grund für die Kündigung war.

Leider sind Ihre Befürchtungen also zutreffend. Zu einer Klage kann nicht geraten werden.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Ausführungen einen hilfreichen rechtlichen Überblick verschafft und die aufgeworfenen Fragen damit zufriedenstellend beantwortet zu haben. Bitte beachten Sie, dass es sich hier lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung handelt.

Bewertung des Fragestellers 21.12.2011 | 09:50

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