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Fond / eigene Bank/ Vermögensverwaltung

08.11.2011 13:22 |
Preis: ***,00 € |

Wirtschaftsrecht, Bankrecht, Wettbewerbsrecht


Hallo.

Folgender Sachverhalt:
Ich betreibe ein Unternehmen. Hin und wieder ist man auf Kreditmittel der Banken angewiesen. Die Banken prüfen rauf und runter und kommen dann doch zu einem negativen Ergebnis.

Ich plane daher, befreundeten Unternehmern einen Vorschlag zu unterbreiten:
Ich möchte, dass jedes Unternehmen monatlich einen Geldbetrag zur Seite legt; auf ein gemeinsames Konto. Dort wird das Geld gesammelt und falls dann mal ein Unternehmen einen Kredit benötigt, prüft unser Steuerberater bzw. Rechtsanwalt, ob das Unternehmen kreditwürdig ist und gibt den Kreditbetrag frei oder nicht.

Nun meine Fragen:
Ist sowas überhaupt möglich?

Entsteht in diesem Falle eine neues Unternehmen? Eine Vermögensverwaltungsgesellschaft? Eine eigene Bank? Ein Fond?
Wie ist dieses Konstrukt letztlich rechtlich einzuordnen?

Oder ist das ganz unbürokratisch handhabbar? Geld auf`s Konto, ein unabhängiger Dritter (Rechtsanwalt oder Steuerberater) hat die Hand drauf und vergibt bei Bedarf nach Prüfung den Kredit?

Freundliche Grüße

Nicole



Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Wenn Firmen ein gemeinsames Konto anlegen und dieses dazu verwenden, um sich gegenseitig Kredite zu verschaffen, entsteht hierbei kein neues Unternehmen, da hierbei rechtlich lediglich gemeinschaftliches Vermögen ggf. zu gleichen Anteilen ensteht, welches auf einem gemeinsamen Konto liegt.

Zwischen dem Verwalter und den jeweiligen Firmen besteht dann ein sogenanntes Treuhandverhältnis, welches den Treuhänder ermächtigt, dieses Vermögen unter bestimmten zuvor vertraglich festgelegten Bedingungen zu verwalten.

Sie sollten jedoch eine genaue vertragliche Grundlage schaffen, wie das Vermögen verwaltet wird und welche Befugnisse die einzelnen Firmen haben und unter welchen Voraussetzungen Kredite gewährt werden.

Ich empfehle Ihnen hierzu auf jeden Fall, jemanden mit der Ausgestaltung eines solchen Vertrages zu beauftragen.

Nachfrage vom Fragesteller 08.11.2011 | 14:51

Hallo.

Also geht das Geld einfach auf ein Konto und bleibt dann immer noch das Vermögen des Einzelunternehmers bzw. der GmbH?
Und stellt lediglich eine Art der Geldanlage dar?

Kann mein Rechtsanwalt gleichzeitig der Vermögensverwalter sein?


Freundliche Grüße
Nicole

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.11.2011 | 15:47

Sehr geehrte Fragestellerin,

durch das Einlegen des Geldes auf ein gemeinsames Konto wird das Geld gemeinsames Vermögen (Gesamthandsgemeinschaft), wobei hierbei vermutet wird, dass jedem Anteilseigner ein gleicher Teil davon zusteht. Wenn also jede Firma einen gleichen Anteil einbringt, bleibt der eingezahlte Anteil faktisch auch im vermögen des Einzahlers.

Es sollte aber im Vorfeld ein Vertrag über diese Geldleistungen und Einlagen gestaltet werden, um eventuellen Konflikten vorzubeugen, auch im Hinblick auf Zahlungsverzügen, Zahlungsausfällen usw..

Wenn Sie einen persönlichen Rechtsanwalt haben, kann dieser auch Vermögensverwalter sein, sofern alle Beteiligten zustimmen. Das ist gar kein Problem.

Mit freundlichen Grüßen


Grützmacher
Rechtsanwalt

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