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Regelinsolvenz oder Verbraucherinsolvenz - Was ist besser bzw.? richtig?

19. September 2011 23:17 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von


Guten Tag,
Mein Lebenspartner ist selbstständiger Versicherungs-Makler (Büro zu Hause) und eigentlich schon zahlungsunfähig, da Einkommen trotz Bemühungen gleich null. Kontopfändung, Mahnbescheide und Gerichtsvollzieher schon da.
Den Strom und das Gas für die Heizung soll in 4 Wochen abgestellt werden, wenn er die Rechnungen/Rückstände nicht begleicht, was nicht mehr möglich ist. Er ist mit allen Zahlungen, egal ob Miete etc oder Kreditraten im Rückstand.

Die Insolvenz ist fällig, nur tut er sich sehr schwer damit, nach fast 20 Jahren Selbständigkeit diesen Antrag zu stellen. Er ist seelisch und nervlich am Ende und kann keinen klaren Gedanken mehr fassen.

Meine Frage: Was muss er jetzt tun? Wie geht es jetzt weiter? Was ist besser bzw. richtig? Die Regelinsolvenz oder die Verbraucherinsolvenz. Angestellte hat er keine und es sind unter 20 Gläubiger.
Soll er zunächst sein Gewerbe abmelden, sprich die Selbständigkeit aufgeben und dann erst den Antrag stellen? Oder gleich zum Amtsgericht? Seine Zulassung als Versicherungsmakler wird er in jedem Falle verlieren denke ich.
Kann er Hartz IV beantragen, da er ja kein Einkommen hat? (er ist 56 Jahre alt mit Tochter 8 Jahre) Versuche ihm zu helfen wo ich nur kann, bin aber selbst alleinerziehend (Sohn 12 Jahre) mit geringem Einkommen.

Ich bedanke mich schon einmal vorab für Ihre Hilfe und Antwort.

Mit freundlichen Grüßen
B.T.

20. September 2011 | 00:56

Antwort

von


(1515)
Hochwaldstraße 16
61231 Bad Nauheim
Tel: 06032/9353573
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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

Aufgrund der bevorstehenden Einschnitte im privaten Lebensbereich durch Abschaltung der Energieversorgung empfiehlt es sich zunächst bei dem zuständigen Jobcenter vorzusprechen. Aufgrund der selbständigen Tätigkeit wird nur eine Hilfe zum Lebensunterhalt gewährt werden. Jedenfalls sollte Wohngeld beantragt werden, um eine Kündigung der Wohnung und eine Einstellung der Energielieferung zu vermeiden.

Regel- und Verbraucherinsolvenzverfahren unterscheiden sich zunächst darin, dass bei einer Verbraucherinsolvenz zwingend ein außergerichtlicher Versuch der Schuldenbereinigung durchzuführen ist. Karitative Einrichtungen übernehmen dies kostenlos allerdings mit entsprechenden Wartezeiten. Eine Regelinsolvenz kommt dann in Betracht, wenn die Vermögenssituation unübersichtlich ist, was bei mehr als 19 Gläubigern in der Regel der Fall ist. Unabhängig davon wird eine Regelinsolvenz auch durchgeführt wenn die Verbindlichkeiten aus einer früheren selbständigen Tätigkeit stammen oder der Insolvenzschuldner selbständig ist..

Ist dies nicht der Fall ist die Verbraucherinsolvenz der richtige Weg. Die zu beantragende Insolvenz löst aber nicht die akuten Probleme der weiteren Mietzahlung inkl. Nebenkosten. Hier ist entsprechende Abhilfe zu schaffen, durch den Wohngeldantrag.

Aufgrund der selbständigen Tätigkeit kommt nur das Regelinsolvenzverfahren in Betracht. Ob eine Gewerbeabmeldung zwingend erforderlich ist, insbesondere der Entzug der Zulassung als Versicherungsmakler zwingend folgt, sehe ich nicht zwangsläufig.

Zur Vorbereitung eines Insolvenzantrages sollte Ihr Lebensgefährte eine Aufstellung der Außenstände und der Vermögenswerte machen und hier die Hilfe eines Rechtsanwaltes für den Antrag in Anspruch nehmen.

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen und wünsche viel Erfolg.

Mit besten Grüßen


Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA

ANTWORT VON

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