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familenrecht

15.09.2011 17:37 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


mein ex freun möcht nach 14 jahren das sorgerecht
für unsere tochter haben welche rechte hätte er als
papa glei,hat er unser tochter bei einer nervenä,
angemeltet

sie machte jetzt die aussage wenn sich unsere
tochter nicht entsch, kann müßte man sie 14 tage
ins heim stecken ,und dann wüßte sie wie sie sich entsch müßte ,ich war nach dieser aussage so geschockt für mich war das schon fast erpressung ,

da ich das sorgerecht für unser tochter habe
könnte ich die sitzung abbrechenn,wenn ich das
mein ex freund mit teile wird er verrückt am
telefon und meinte er unser tochter bräuchte
jemand zum reden , aber sie ist kern gesund und
hat die trennung schonlängst über wunden,,,
ich bräuchte dringend mal ihren rat

Eingrenzung vom Fragesteller
15.09.2011 | 17:40

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihre Frage.

Nach Ihren Angaben haben Sie bisher die elterliche Sorge für das Kind allein. Dies entspricht auch der bisherigen Gesetzeslage, weil bei Kindern die nichtehelich geboren werden, grundsätzlich die Mutter allein Inhaberin der elterlichen Sorge ist.

Allerdings hat das BVerfG mit Beschluss vom 21.7.2010 (<a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%202010,%203008" target="_blank" class="djo_link" title="NJW 2010, 3008 (2 zugeordnete Entscheidungen)">NJW 2010, 3008</a>) die Vorschrift des § 1626a BGB: Elterliche Sorge nicht miteinander verheirateter Eltern; Sorgeerklärungen I Nr. 1 und § 1672 BGB: (weggefallen) für verfassungswidrig erklärt. Der Gesetzgeber hat bisher noch nicht für eine Neuregelung gesorgt. In der Übergangszeit soll das Familiengericht auf Antrag des Vaters auf eine gemeinsame elterliche Sorge entscheiden, wenn dies dem Kindeswohl entspricht. Die Hürde für den Vater soll dabei nicht zu hoch gesetzt werden. Es bleibt aber dabei, dass die Belange des Kindes maßgeblich berücksichtigt werden sollen.

Ihr Exfreund war nicht berechtigt die Tochter bei einer Ärztin anzumelden. Sie waren berechtigt die Therapie abzubrechen. Ihr Exfreund könnte nun einen Antrag beim Gericht auf alleinige oder gemeinsame elterliche Sorge stellen. Ich würde diesem Antrag aber kaum Chancen einräumen. Sie teilen nicht mit, seit wann Sie getrennt leben. Eine gemeinsame elterliche Sorge, die maximal in Frage kommt, setzt immer voraus, dass bei den Eltern ein Mindesmaß an Kommunikation möglich ist. Wenn in der Frage der Behandlung der Tochter schon ein Konflikt besteht, wird man die notwendige Übereinkunft nur schwer erreichen.

Bei einem 14 Jahre alten Kind, spricht viel dafür, alles beim alten zu belassen. Ein Problem wäre es nur, wenn Sie eine notwendige Behandlung unterlassen, weil es dann dem Wohl der Tochter entsprechen könnte dem Vater insoweit die elterliche Sorge zuzusprechen.

Aufgrund der offenen Rechtslage, wird jede Entscheidung von den Gerichten im Einzelfall getroffen. Man kann also nicht genau vorhersagen, wie ein Verfahren ausgehen würde. Es kommt hier auch darauf an, seit wann Sie getrennt leben und wie eng der Kontakt des Exfreundes zu Ihrer Tochter aktuell ist.

Sie sollten abwarten ob er einen Antrag beim Gericht stellt und sollten dann einen Anwalt einschalten.



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