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wäre eine Anzeige wegen Unterschlagung rechtens?

12.09.2011 19:02 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


ich habe einen Computer gewerblich verkauft und diesen auch sofort abgeschickt, leider kam der Computer auch nach Tagen nicht bei dem Käufer an. DHL gab mir eine Bearbeitungsnummer und meinte sie würden sich bei mir melden sobald das Paket gefunden o.ä. wäre. Das Paket kam bis heute weder zu mir zurück noch wurde es dem Käufer zugestellt.

Ich habe dem Käufer die Versandnummer zur Verfolgung des Pakets geschickt, die Bearbeitungsnummer damit er sich erkundigen kann wo das Paket ist bzw. der Stand der Dinge und eine Kopie des Nachforschungsantrags den ich dann gestellt habe.

Der Käufer war zurecht verärgert weil sich nichts getan hat. Ich war verunsichert, weil ich nicht wusste ob das Paket dem Käufer noch zugestellt wird und ich bei einer Rückerstattung völlig leer aus gehe.

Der Käufer hat bei Paypal einen Käuferschutzantrag gestellt, der jetzt seit ein paar Tagen geöffnet ist und Paypal hat den offenen Betrag einbehalten. Nun droht mir der Käufer wenn ich das Geld nicht sofort zurück überweise würde er eine berechtigte Anzeige wegen Unterschlagung machen.

Meine Frage wäre eine Anzeige wegen Unterschlagung seiner seits rechtens? Wie soll ich mich nun verhalten?

-- Einsatz geändert am 12.09.2011 19:10:26

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage.

Das Paket ist nicht eingetroffen und damit haben Sie den Kaufvertrag nicht erfüllt. Da offensihtlich das Paket verloren gegangen ist, liegt ein Fall der Unmöglichkeit vor. Wenn Sie gewerblicher Verkäufer waren und der Kunde Privatperson, dann trägt der Käufer wegen <a href="http://dejure.org/gesetze/BGB/474.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 474 BGB: Verbrauchsgüterkauf">§ 474 BGB</a> nicht das Risiko des Verlusts. Zivilrechtlich hat also der Käufer Anspruch auf Rückzahlung des Kaufpreises, wenn das Paket nicht wieder auftaucht.

Sie müssen aber keine Angst vor strafrechtlicher Verfolgung haben. Eine Unterschlagung liegt nicht vor, weil das Geld des Käufers nicht mehr im Eigentum des Käufers steht. Der Käufe wollte Ihnen ja Eigentum an dem KAufpreis durch Überweisung verschaffen.
Wenn Sie von Anfang an nicht die Absicht gehabt hätten den PC zu verschicken, dann könnte ein Eingehungsbetrug vorliegen.
Da Sie aber nachweisen können, dass Sie das PAket aufgegeben haben, seht ich keinen Anfangsverdacht gegen Sie. Allein die Tatsache, dass der Käufer die Ware nicht erhalten hat, führt nicht zu einer Strafbarkeit. Der Käufer ist jederzeit berechtigt eine Anzeige zu machen, nach Ihren Angaben würde aber sehr viel dafür sprechen, dass die Staatsanwaltschaft das Verfahren einstellen wird.

Zivilrechtlich sind Sie aber nicht berechtigt das Geld zu behalten und sollten daher den Kaufpreis zurückzahlen.

Strafbar gemacht haben Sie sich jedenfalls nicht, Sie riskieren aber zivilrechtliche Probleme, wenn Sie das Geld behalten.



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