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Schlussrechnung Gartenbauer

28.08.2011 16:59 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo,

ich halbe folgendes Problem.

Wir haben gebaut, vor ca 2 Monaten wurden die Außenanlagen durch einen Ortsansässigen Gartenbauer fertiggestellt. Der Kostenvoranschlag belief sich, nach eingehener mehrmaliger Begehung, auf 25.000 Euro. Bis vor kurzem Stand die Schlussrechnung aus. Auf mein Drängen hin, diese endlich auszustellen, antwortete der Berater, er würde diese zeitnah anferigen, aber die Rechnung sei sowiese nicht mehr hoch. Nun bekamen wir einen Schlussrechnung in Höhe von 4900 Euro, was nun Gesamtkosten von 31.000 Euro entspricht.
Mir ist zwar klar, dass es sich auf dem Angebot bzw. Auftrag um ca-Werte handelt. Nur lag die Firma in allen Punkten deutlichst drüber. Vorallem gab es Raporte wg. Mehraufwand, die ich nie zu gesicht bekam, ebenso wurde nie ein Wort über die Mehrkosten verloren. Was mich am meisten ärgert, ist die Tatsache, dass unser Grundstück ingesamt nur 305 Quadratmeter hat, die Fläche um das Haus herum somit sehr klein ist. Bei den mit Plastersteinen bzw. Grantisteinen geplätteten Bereichen hat man sich um ca 25 Qudratemter (90 anstatt 65) verschätzt. Mir kommt der natürlich sofort der Gedanke, dass die Herrschaften das Angebot so niedrig wie möglich gehalten haben, um dann später abzukassieren.
Gibt es hier rechtlich irgendeine Möglichkeit, dagegen vorzugehen? Ich habe den Herrschaften bereits höflich, aber hart, um eine Stellungnahme und eine Kulanzregeglung geben. Diese steht noch aus.
Gibt es beispielsweise die Möglichkeit, für den Fall, das keine Kulanzregel stattfindet, aus der Schlussrate von 4900 Euro die Summe von 3000 Euro sofort zu überweisen, und den Rest offen zu lassen und mich darum zu streiten? Macht in so einem Fall, sollte er gehen, die Rechtschutzversicherung mit?

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüsen
Michael

28.08.2011 | 17:38

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsucheender


sofern ein Kostenvoranschlag nachweisbar vorliegt, kann dieser nicht beliebig vom Unternehmer überschritten werden.

Kommst es zu einer wesentlichen Überschreitung und zeichndet sich dieses auch im Verlauf der Arbeiten ab, hat der Unternehmer den Auftraggeber darüber unaufgefordert zu unterrichten (OLG Köln, <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=19%20U%2098/97" target="_blank" class="djo_link" title="19 U 98/97 (2 zugeordnete Entscheidungen)">19 U 98/97</a>).

Das Merkmal "wesentlich" liegt dabei bei mehr als 10% (LG Coburg, Urt.v. 20.05.2009, Az.: <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=12%20O%2081/09" target="_blank" class="djo_link" title="12 O 81/09 (2 zugeordnete Entscheidungen)">12 O 81/09</a>), liegt also hier vor.


Sollte es also keine Mitteilung aber einen nachweisbaren Kostenvoranschalg geben, würde sich die Gesamtzahlung bei rund 27.500 Eur belaufen, wobei man zur Vermeidung einer gerichtlichen Auseinandersetzung sicherlich auch den Betrag aufstocken kann. Viel mehr sollte man aber nicht zahlen.


Ob der Rechtsschutzversicherer Kostenzusage erteilt, hängt vom Inhalt des Versicherungsvertrages ab, kann also mangels Kenntnis nicht beantwortet werden; insoweit sollten Sie bei Ihrem Rechtsschutzversicherer nachfragen, was auch telefonsich möglich ist.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle
Damm 2
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Fax: 0441 / 26 8 92
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