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Falscher Umtausch

| 31.07.2011 10:43 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo, ein Bekannter wollte in einem Kaufhaus eine Türklinke (Wert 5 €) umtauschen und hat dafür eine Banderole auf das Teil bekommen. Beim Suchen des passenden Teils fand er nur ein komplettes Set mit Türschloss (Wert 80 €), von dem er einen Türgriff abmachte, die Banderole von dem zurückgebrachtem Türgriff löste und auf den neuen klebte. So ging er durch die Kasse, ohne zu bezahlen. Er wurde von einem Detektiv beobachtet. Bei der Befragung gab er nichts zu und unterschrieb nichts.
Nun wäre er bereit, den Schaden gutzumachen und sich zu entschuldigen, wenn es etwas nützen würde. Er ist "Ersttäter". Womit muß er rechnen, wie soll er sich weiter verhalten?
Vielen Dank!

31.07.2011 | 11:46

Antwort

von


(605)
Throner Str. 3
60385 Frankfurt am Main
Tel: 069-4691701
E-Mail:
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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Zunächst möchte ich darauf hinweisen, daß dieses Forum lediglich die Funktion hat, Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage zu geben. Eine persönliche Beratung kann durch Ihre Anfrage nicht ersetzt werden.

Dies vorausgeschickt möchte ich Ihre Frage unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsangaben und des von Ihnen gebotenen Einsatzes gerne wie folgt beantworten:

Zunächst ist zu sagen: Es war sicherlich richtig, daß Ihr Bekannter im Kaufhaus keine Aussage gemacht hat. Dazu war er auch nicht verpflichtet.

Grundsätzlich würde ich raten, bei dieser Strategie zu bleiben. Eine Kontaktaufnahme mit dem Kaufhaus wird wahrscheinlich die Sachlage nicht ändern. Kaufhäuser erstatten normalerweise Anzeige und werden diese voraussichtlich auch aufgrund einer Entschuldigung nicht zurück nehmen.

Ich würde Ihnen empfehlen, einen Rechtsanwalt zu beauftragen, der Akteneinsicht nehmen kann. Die von Ihnen geschilderte Sachlage ist ja etwas anders als ein normaler Diebstahl, da Ihr Bekannter eben diese Banderole mit dem zurück gebrachten Türgriff hatte und grundsätzlich wohl berechtigt war einen Türgriff zu erhalten – wenn auch nicht in der Form wie dies hier geschehen ist.

Tatbestandlich dürfte das Verhalten als Diebstahl oder versuchter Betrug zu werten sein, da Ihr Bekannter nicht berechtigt war den betreffenden Türgriff ohne Bezahlung an sich zu nehmen.

Jedenfalls sollte dieser Sachverhalt mit einem Rechtsanwalt erörtert werden, um bei der Darstellung des Sachverhalts gegenüber der Staatsanwaltschaft keine nachteiligen Angaben zu machen und ein Einstellung des Verfahrens zu erreichen.

Die Staatsanwaltschaft kann nach § 153 StPO das Verfahren einstellen, wenn die Schuld des Täters als gering anzusehen wäre und kein öffentliches Interesse an der Verfolgung besteht.

Eine weitere Möglichkeit wäre eine Einstellung des Verfahrens gegen Zahlung eines Geldbetrages nach § 153 a StPO . Die Höhe eines solchen Geldbetrages ist vorher nicht einzuschätzen, aber hier wird es natürlich auch eine Rolle spielen, daß Ihr Bekannter noch keine Vorstrafen hat.

Jedenfalls ist hervorzuheben, daß es sich um keine Bagatelle handelt und die Beauftragung eines Rechtsanwalts ist dringend anzuraten.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort einen ersten Überblick gegeben zu haben und wünsche Ihnen noch ein schönes Wochenende.


Mit freundlichen Grüßen


Thomas Mack
Rechtsanwalt


________________________________________________________
Rechtsanwalt Thomas Mack
Throner Str. 3
60385 Frankfurt a.M.
Tel.: 0049-69-4691701
E-mail: tsmack@t-online.de




Bewertung des Fragestellers 03.08.2011 | 17:46

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