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Unterhaltszahlung bei Todesfall

| 28.07.2011 12:23 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Otto


Mein Freund und ich haben ein gemeinsames Kind.
Er hat aus erster Ehe ein Kind für das er unterhaltspflichtig ist. Ich bin berufstätig und wir wollen heiraten.
Ist es korrekt, dass ich den Unterhalt seines Kindes zahlen muss, wenn er stirbt?
Und was passiert mit unserem bis dahin aufgebautem Vermögen?
Sollte ich vor der Ehe besser eine Gütertrennung vereinbaren?
Vielen lieben Dank für die Beantwortung der Fragen.

Guten Tag,

ich möchte Ihre Anfrage auf der Grundlage der von Ihnen dazu mitgeteilten Informationen wie folgt beantworten:

Durch die vorgesehene Hochzeit wird das Kind Ihres Freundes aus dessen erster Ehe Ihr Stiefkind, nicht Ihr leibliches Kind.

Eine gesetzliche Unterhaltspflicht entsteht für Sie hieraus dem Kind gegenüber nicht, da nach § 1601 BGB grundsätzlich nur Verwandte unterhaltspflichtig sind.

Der Begriff der Verwandtschaft ist in § 1589 BGB genau definiert. Danach werden Sie mit einem Stiefkind nicht verwandt.

Sollte Ihr Freund und zukünftiger Ehemann also vor Ihnen versterben, Sie nicht verpflichtet, den Unterhalt für sein Kind aus erster Ehe zu zahlen.



Im Falle des Todes Ihres zukünftigen Mannes wird Ihr bis dahin aufgebautes gemeinsames Vermögen durch einen Zugewinnausgleich nach § 1371 BGB verteilt. Danach findet ein Ausgleich dadurch statt, dass sich Ihr gesetzlicher Erbteil erhöht.

Durch einen Ehe- und Güterrechtsvertrag kann diese Frage im Vorfeld anders und besser geregelt werden.

Hierzu sind allerdings genaue Kenntnisse der Umstände erforderlich.

Zudem ist eine solche Beratung in diesem Forum Rahmen einer Erstberatung und insbesondere nicht für den gebotenen Betrag Du leisten.

Insoweit empfehle ich Ihnen, einen Anwalt oder Notar vor Ort gemeinsam mit Ihrem Freund aufzusuchen und diese Fragen erörtern.


Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 30.07.2011 | 09:07

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