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Hausgeld-Forderung einer WEG an den Miteigentümer einer Wohnung

27.07.2011 22:21 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sachverhalt: Eine Bekannte von mir war 1991 verheiratet und kaufte zusammen mit ihrem damaligen Ehemann eine Eigentumswohnung. 2 Jahre später ließen sie sich scheiden. Ihr Exmann blieb mit neuer Ehefrau in der Wohnung und bezahlte in beiderseitigem Einvernehmen meiner Bekannten hierfür eine nur geringe Miete. Im Gegenzug verpflichtete er sich ihr gegenüber, sämtliche laufenden Kosten, auch das Hausgeld, alleine zu tragen, was auch offensichtlich immer problemlos funktionierte. Alleiniger Ansprechpartner für die WEG und die Hausverwaltung war immer der Exmann.
Im Jahr 2006 bat er meine Bekannte, für einen Bankkredit wegen einer Unternehmensgründung mit ihrer Hälfte der Wohnung zu bürgen, was sie dummerweise auch tat. Das Unternehmen erlitt Schiffbruch, der Exmann erfüllte seine Bankverbindlichkeiten nicht mehr, meine Bekannte musste sich wegen der Bürgschaft Ende 2010 der Zwangsvollstreckung unterwerfen, ihre Hälfte des Wohnungseigentums war somit verloren. Neuer Eigentümer im Grundbuch ist seit ein paar Wochen die Bank ihres Exmannes.
Jetzt kam ein Schreiben eines Anwalts, der von der WEG-Verwaltung beauftragt wurde, gegen den Exmann titulierte, nicht verjährte Hausgeldforderungen aus den Jahren 2008 bis 2010 in Höhe von 3.750,-- Euro beizutreiben. Durch Einsicht ins Grundbuch hatte er festgestellt, dass meine Bekannte während der Zeiträume, als ihr Exmann kein Hausgeld mehr an die WEG entrichtet hat, Miteigentümerin der Wohnung war.
Frage 1: Kann meine Bekannte nun belangt werden, obwohl die Vollstreckungbescheide wegen nicht bezahlten Hausgelds gegen den Exmann allein gerichtet sind und dieser 20 Jahre lang alleiniger Ansprechpartner und Hausgeldzahler für die WEG war? Meine Bekannte hat erst jetzt durch das anwaltliche Schreiben erfahren, dass es überhaupt Hausgeldrückstände gibt, und sie hat in all den Jahren zuvor nicht eine einzige Rechnung oder Zahlungsaufforderung von der WEG bekommen.
Frage 2: Zudem verlangt der Anwalt 400 Euro Honorar für sich, weil meine Bekannte "durch ihr Verhalten die entstandenen Kosten und Gebühren ausgelöst" habe. Diese Kosten sind jedoch durch das Verhalten ihres Exmannes ausgelöst worden. Muss sie diese Anwaltskosten bezahlen, obwohl sie von diesen Zwangsvollstreckungsmaßnahmen gegen den Exmann bisher gar nichts gewusst hat?

27.07.2011 | 23:11

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben und unter Beachtung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten möchte:

Als Miteigentümerin haftet Ihre Bekannte leider für die Hausgeldforderungen. Die Vereinbarung mit dem Ex-Ehemann hat nur diesem gegenüber Wirkung, nicht gegenüber der WEG.

Daraus folgt für die einzelnen Fragen:

1.: Die Bekannte kann belangt werden, allerdings nicht aufgrund der Vollstreckungsbescheide, da diese nicht auf die Bekannte lauten. Die WEG muß die Forderungen gegen die Bekannte titulieren lassen. Dem Sachverhalt nach dürfte das aber nur eine Formsache sein.

2.: Die Bekannte muß die Anwaltskosten bezahlen, weil der Anwalt wegen des Wohngeldes gegen die Bekannte vorgeht. Die Bekannte schuldete das Wohngeld, hatte aber nicht bezahlt. Die Vereinbarung mit dem Ex-Ehemann ist hierbei unbeachtlich, da es nur intern (zwischen Bekannter und Ex) gilt. Allerdings kann die Bekannte den Ex-Ehemann auf Schadensersatz in Anspruch nehmen. Ob dieser das Geld zum Ausgleich des Schadens hat, ist allerdings die nächste Frage.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

Das Zurückhalten relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung radikal verändern. Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung.


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