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Haftungsrisiken Online-Zeitschrift mit Versicherung abgedeckt oder besser eine UG?

26.07.2011 13:23 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Guten Tag,

ich bin Teilhaber einer UG, die eine Online-Zeitschrift betreibt.
Mein Geschäftspartner und ich möchten uns trennen. Ich werde die Online-Zeitschrift weiterführen.

Die Zeitschrift beinhaltet redaktionelle Beiträge (eigene und fremde), Links, Werbebanner und einen Kleinanzeigenteil, evtl. in Zukunft auch ein Forum und eine Kommentarfunktion.

Nun meine Frage: Macht die Aufrechterhaltung der UG für diese Art der Haftung, die eine Online-Zeitschrift mit sich bringt, Sinn? Es geht nicht um generelle persönliche Haftung bei z.B. Insolvenz oder nicht gezahlte Rechnungen, sondern nur um die Haftungsrisiken einer Online- Zeitschrift. Es besteht eine Vermögensschadenhaftpflicht inklusive Verlagsrisiken.

Ich würde eine Weiterführung der Online-Zeitschrift als Einzelunternehmer bevorzugen, da ich für mich beispielsweise steuerrechtlich mehr Nachteile in einer UG sehe. Es ist ein Zusatzgeschäft und nur ein Teil meiner beruflichen Aktivitäten. Es werden also keine großen Umsätze getätigt. Vor irgendwelchen Schadensersatzansprüche, die durch die Online-Zeitschrift enstehen könnten, möchte ich mich aber persönlich schützen. Leider kann ich nicht beurteilen, ob oben genannte Versicherung ausreicht. Die Versicherung selbst hat mir hier keine aussagekräftige Auskunft gegeben.

Vielen Dank im Voraus.
26.07.2011 | 14:45

Antwort

von


(140)
Saarlandstraße 62
44139 Dortmund
Tel: 0231 580 94 95
Web: http://www.rechtsanwalt-do.de
E-Mail:

Sehr geehrte Ratsuchende,

nicht nur steuerrechtlich ist die Handhabung eines Unternehmens als Einzelunternehmer wesentlich leichter und freier als als alleingeschäftsführende Alleingesellschafterin einer Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt), die ja eine Art Sonder- GmbH ist und den strengen und teilweise sehr aufwendigen Vorschriften des GmbHG unterliegt.

Die Entscheidung über die Rechtform kann (vor allem bei nur einem Unternehmer) dann sehr grob reduziert werden auf eine Entscheidung zwischen mehr Freiheit oder mehr Sicherheit (dazu kommen natürlich steuerlichen Erwägungen und die Überlegungen hinsichtlich des besseren Eindrucks der einen oder anderen Rechtsform).

Üblicherweise ist daher genau die Frage zu stellen, die Sie gestellt haben, nämlich: Welche Haftungsrisiken birgt das Geschäft grundsätzlich?

Das Haftungsrisiko wird erhöht, dadurch, dass bei einer Onlinezeitung die Verbreitung durch das Internet immens ist. Da es keine geografische Begrenzung gibt und der Zugang extrem einfach ist, ist die Anzahl der Personen groß, die sich potenziell in ihren Rechten verletzt fühlen könnten.

Die denkbaren Rechtsverletzungen bei einer Onlinezeitung stammen des Weiteren aus Rechtsbereichen, die eher zu hohen Gegenstandswerten neigen. So können theoretisch beispielsweise Persönlichkeitsrechte, Urheberrechte, Markenrechte, Wettbewerbsrechte etc. verletzt werden.

Das Haftungsrisiko hängt außerdem entscheidend davon ab, wie wahrscheinlich solche Verletzungen sind. Hierbei spielt eine Rolle welchen Umfang der Inhalt der Zeitschrift hat, woher der inhalt stammt, wie oft der Inhalt geändert wird, wie viele Leserzugriffe es gibt, welchen Bekanntheitsgrad die Seite hat, in welchem Umfang Fremdinhalte vorhanden sind, etc.

Welche Risiken von der Versicherung abgedeckt sind, kann ich Ihnen ohne Einsicht in die Versicherungsbedingungen leider auch nicht sagen.

Aus Sicht eines Rechtsanwalts, der natürlich im Zweifel zum sichereren Weg rät, denke ich, dass die Beibehaltung der UG juristisch Sinn macht. Insbesondere, da sie bereits besteht und daher ohne Umwandlung fortgeführt werden kann.
Auf der anderen Seite ist es natürlich eine unternehmerische Entscheidung, in die meistens nicht nur die Frage der Haftung einfließt.

Ich hoffe, dass ich Ihnen einen ersten Überblick verschaffen konnte.

Die von mir erteilte Rechtsauskunft basiert ausschließlich auf Ihren Sachverhaltsangaben. Meine Antwort ist eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, so wie er von Ihnen geschildert wurde. Um eine ausführliche Begutachtung vorzunehmen, ist eine persönliche Beratung im Rahmen eines Mandats zwingend erforderlich. Es kann sich nämlich eine ganz andere rechtliche Beurteilung ergeben, wenn noch weitere Informationen hinzukommen oder andere weggelassen werden.


Mit besten Grüßen
Sebastian Belgardt


Kanzleianschrift:
Großholthauser Str. 124
44227 Dortmund

Kontaktmöglichkeiten:

T e l e f o n : 0231. 580 94 95
F a x : 0231. 580 94 96
E m a i l : info@ra-belgardt.de
I n t e r n e t : www.ra-belgardt.de

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