1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Kündigung im Interesse der wirtschaftlichen Verwertung

7. Juni 2011 13:37 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


14:43

Kann ich einenmMieter, der seit 15 Jahren eine Wohnung in dem auch von mir selbst bewohnten Haus bewohnt, kündigen, weil ich aus dieser Wohnung und danebenliegenden Räumen eine größere Wohnung schaffen und diese neu vermieten möchte?

7. Juni 2011 | 14:15

Antwort

von


(2584)
Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26 7 26
Web: http://WWW.RECHTSANWALT-BOHLE.DE
E-Mail:
Diese Anwältin zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Ratsuchender,

sofern es sich um eine Einliegerwohnung handelt, können Sie

a) bei Begründung eines berechtigten Interesses mit Einhaltung der Kündigungsfrist, oder

b) ohne Angabe von Gründen und unter Beachtung der dann verlängerten Kündigungsfrist

kündigen.

Eine Einliegerwohnung liegt immer dann vor, wenn in einem Gebäude zwei Wohnungen vorhanden sind, eine Wohnung vom Vermieter selbst bewohnt wird.

Ob dieses hier zutrifft, lässt sich aus Ihrer Schilderung so nicht entnehmen. Dieses sollte ebenso wie der Mietvertrag unbedingt geprüft werden.


Handelt es sich nicht um eine sogenannte Einliegerwohnung, muss die Kündigung schriftlich begründet werden. Ein berechtigtes Interesse muss dann auch im Kündigungschreiben ausgeführt werden.

Hier könnte das Interesse in der wirtschaftlichen Verwertung zu sehen sein.

Denn ein berechtigtes Interesse wird auch dann bejaht, wenn der Vermieter durch Fortsetzung des Mietvertrages an einer angemessenen wirtschaftlichen Verwertung gehindert werden würde (BayObLG RE WuM 1984, 15 ).

Dabei müssten Sie dann aber einen erheblichen wirtschaftlichen Nachteil darlegen und beweisen können.

Sie müssten also auch ausführen, dass die Vermietung nach Umbau notwendig wäre. Pauschale Hinweise reichen dabei aber nicht

Sie müssten also ganz konkret nachweisen können, wie groß die Miteinnahmen mit und ohne Umbau wären. Dabei müssen Sie auch auf Ihre Vermögensverhältnisse eingehen, um den Nachteil belegen zu können.

Ist dieses alles möglich, steht generell einer Kündigung nichts im Wege.


Sinnvoll wäre es aber immer, mit dem Mieter zu sprechen und einen Aufhebungsvertrag zu schließen.

Denn der Mieter könnte mit Räumungsklage, Kündigungsschutz etc. natürlich den Auszug über Jahre hinauszögern. Dann kann es aber sinnvoll sein, Zugeständnisse zu machen, um einen Aufhebungsvertrag zu schließen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle


Rückfrage vom Fragesteller 7. Juni 2011 | 14:35

In dem Haus wird eine Wohnung vom Vermieter bewohnt, die zweite Wohnung ist die vermietete Wohnung, um die es geht, darüber hinaus sind im haus noch vermietete Studentenzimmer und ein vermietes Büro. Gilt die vermietete Wohnung also als Einliegerwohnung?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 7. Juni 2011 | 14:43

Sehr geehrter Ratsuchender,

hier muss ich Sie leider enttäuschen.

So, wie Sie es schildern, handelt es sich nicht um eine Einliegerwohnung.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

ANTWORT VON

(2584)

Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26 7 26
Web: http://WWW.RECHTSANWALT-BOHLE.DE
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Familienrecht, Kaufrecht, Strafrecht, Vertragsrecht, Sozialrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,7 von 5 Sternen
(basierend auf 97533 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Moin Herr Bohle, danke für die ausführliche Antwort, wir werden Ihrem Rat folgen. Abschließend: wir können die Steine nicht mehr sehen und im Frühjahr kommt alles neu. ;-) ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank für Ihre hilfreiche Antwort. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
... exzellent! ...
FRAGESTELLER