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Wertermittlung für eine Beratungsleistung

27.05.2011 12:56 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Ich berate Kunden hinsichtlich der Möglichkeit zur Durchführung von Projekten (Projektakquisition), wobei ich im Erfolgsfall eine Bezahlung erhalte.

Natürlich kann ich für eine solche Beratung einen Pauschalbetrag ansetzen. Dies geschieht in aller Regel auch als Alternative. Hier einen vernünftigen Betrag zu finden, ist jedoch sehr schwierig, weil immer entweder mein Kunde oder ich das Gewühl haben, der Betrag ist nicht angemessen, also entweder zu gering oder zu hoch.

Aus diesem Grund bin ich dazu über gegangen, eine Bezahlung prozentual zur Projekthöhe anzubieten. Dabei entsteht aber ein neues Problem dadurch, dass bei Vertragsabschluss zwischen meinem Kunden und mir der Wert meiner Beratungsleistung noch nicht feststeht, wie es z. B. bei der Vermittlung eines Grundstücks für einen Bauinteressenten machbar ist, wobei zusätzlich zwei Phasen zu unterscheiden sind.

Phase 1:
Nicht immer schließt mein Kunde mit dem neuen Lieferanten, den ich ihm zugeführt habe, sofort einen Vertrag; es ist vielmehr so, dass beide oft zuerst informell zusammenarbeiten, um z. B. die Eigenschaften eines Produktes des Lieferanten zu testen, und erst zu einem späteren Zeitpunkt einen Vertrag miteinander abschließen.

Um trotzdem den Wert meiner Beratungsleistung in dieser Phase zu erfassen, muss ich mir damit behelfen, dass ich die Dauer der Phase mit einem Wert pro Monat bewerte, und daraus ein finanzielles Projektvolumen berechne, das ich anschließend für die Ermittlung der Höhe meines Honorars heranziehe.

Um die Dauer der informellen Phase zu erfassen, bin ich darauf angewiesen, dass mich mein Kunde zum richtigen Zeitpunkt davon in Kenntnis setzt, wenn er die Zusammenarbeit mit seinem neuen Lieferanten beendet.

Phase 2:
Arbeiten Kunde und der durch mich zugeführte Lieferant dann auf vertraglicher Basis zusammen, steht zwar ein Projektvolumen fest; ich muss jedoch zuerst einmal erfahren, 1) dass überhaupt ein Vertrag besteht, und 2) um welches Projektvolumen es sich handelt.

Fragen:
Die Fragen, die für mich in dieser Situation entstehen, lauten also:
- wie verpflichte ich meinen Kunden, mir die für mich notwendigen Informationen mitzuteilen,
- auf welche rechtlichen Grundlage kann ich mich dabei beziehen, und
- macht es einen Unterschied, ob es sich um einen inländischen oder einen ausländischen Kunden handelt?

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Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

gerne beantworte ich Ihre Fragen auf Grundlage Ihrer Angaben und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt:

Die von Ihnen genannte Beratungsleistung kann rechtlich als eine Art Maklertätigkeit qualifiziert werden.

1. Wie verpflichte ich meinen Kunden, mir die für mich notwendigen Informationen mitzuteilen ?

Um einen Wert für Ihre Beratungsleistung ermitteln zu können, sollten Sie Ihre Kunden vertraglich zur Abgabe von entsprechend notwendigen Informationen verpflichten. Zugleich sollte im Falle der Zuwiderhandlung gegen die vertragliche Informationspflicht eine entsprechende Vertragsstrafe vereinbart werden.

Hierbei steht es Ihnen freilich zu, die Höhe sowie Fälligkeit Ihres Beratungshonorars von den jeweiligen Abschnitten abhängig zu machen.

Ich empfehle daher dringend, eine entsprechende Klausel in Ihren Verträgen einzufügen.

Diese könnten Sie beispielsweise wie folgt formulieren:

"Der (Kunde) verpflichtet sich, den (Ihnen) unverzüglich über alle Umstände, die die Durchführung der Vermittlertätigkeit berühren, zu informieren. Dies gilt insbesondere im Hinblick auf die Aufgabe oder die Änderung der (informellen Phase)."

"Der (Kunde) ist verpflichtet, den (Ihnen) vom Zustandekommen eines Vertrags unverzüglich zu benachrichtigen und ihm auf erstes Auffordern eine vollständige Abschrift des Vertrags zu übermitteln."


2. Auf welche rechtliche Grundlage kann ich mich dabei beziehen ?

Die rechtliche Grundlage für die Höhe Ihres Beratungshonorars und den vorgenannten Informationspflichten ist primär das zwischen Ihnen und den Kunden bestehende Vertragswerk.
Hilfsweise können Sie sich auf die gesetzlichen Regelungen nach den § 242 BGB und §§ 652 BGB beziehen.


3. Macht es einen Unterschied, ob es sich um einen inländischen oder einen ausländischen Kunden handelt?

Im Falle eines ausländischen Kunden sollten Sie hinsichtlich der Wahl des anzuwendenden Rechts und des Gerichtsstandes eine ausdrückliche Regelung treffen. Typischerweise werden in diesem Kontext umfangreiche Schiedsgerichtsvereinbarungen getroffen. Ansonsten können Sie auch in diesen Fällen umfangreiche Informationspflichten Ihres Kunden sowie eine Vertragsstrafe vereinbaren.

Abschließend hoffe ich, Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage vermittelt zu haben und bedanke mich für eine positive Bewertung.

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