1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Muss ich weiter für Ihren Lebensunterhalt während Ihres Studiums aufkommen?

28. April 2011 19:23 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte AnwältInnen,

nachdem ich einen überaus üblen Fall von Fremdgehen meiner Frau entdeckt hatte, habe ich mich getrennt und lasse mich Scheiden.
Jetzt meine Frage:
Muss ich weiter für Ihren Lebensunterhalt während Ihres Studiums aufkommen ?(2 semester über Regelstudienzeit, unter 27 Jahre, Sie hat einen eigenen Studienkredit ). Wenn ja, in welcher höhe und wie hoch beläuft sich mein Selbstbehalt (Verfüge über ein industrielles Berufseinsteigergehalt) ?

Vielen Dank und herzliche Grüße


28. April 2011 | 20:20

Antwort

von


(458)
Mauerstrasse 36
72764 Reutlingen
Tel: 07121 128221
Web: http://www.anwalt-vogt.de
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,

gerne darf ich Ihre Frage wie folgt beantworten:

Rechtlicher Ausgangspunkt zur Beantwortung Ihrer Fragen ist § 1361 BGB . Nach dieser Vorschrift kann ein Ehegatte im Falle einer Trennung vom anderen Ehegatten Unterhalt verlangen, wenn sein eigenes Einkommen nicht zur Deckung seines Bedarfs ausreichend ist. Der Bedarf bestimmt sich hierbei nach den ehelichen Verhältnissen und dem Halbteilungsgrundsatz.

Das bedeutet, dass zunächst das Gesamteinkommen der Ehegatten ermittelt wird, wobei das Erwerbseinkommen des berufstätigen Ehegatten nur mit 6/7 berücksichtigt wird.

Von dem so ermittelten Gesamteinkommen steht jedem getrennt lebenden Ehegatten die Hälfte zu.

Der Bedarf Ihrer Frau berechnet sich also nach dem hälftigen Familieneinkommen abzüglich ihres eigenen Verdienstes.

Auf einer zweiten Stufe ist dann zu prüfen, inwieweit Sie wirtschaftlich zur Erbringung dieses Unterhalts in der Lage sind. Ihnen muss zumindest der Selbstbehalt in Höhe von € 1.050,00 monatlich verbleiben.

Ferner wird in Ihrem Fall zu berücksichtigen sein, dass auch der Anspruch auf Trennungsunterhalt nach § 1579 BGB herabgesetzt oder versagt werden kann. Dies kann nach § 1579 Nr. 7 BGB dann der Fall sein, wenn dem Unterhaltsberechtigten ein offensichtlich schwerwiegendes, eindeutig bei ihm liegendes Fehlverhalten zur Last gelegt werden kann. Ein solches schweres Fehlverhalten kann auch in der Zuwendung zu einem anderen Partner während der Ehe begründet sein.

Der Anspruch auf Trennungsunterhalt endet mit der Scheidung. Danach kann ein Anspruch auf Unterhalt fortbestehen, wenn Ihre Frau aufgrund so genannter ehebedingter Nachteile nicht dazu in der Lage ist, eine vollschichtige Erwerbstätigkeit aufzunehmen. Hierbei kommt es insbesondere auf die Dauer der Ehe, das Alter des Ehegatten und das Vorhandensein gemeinsamer Kinder an. Auch für den nachehelichen Unterhalt gelten natürlich die Ausschlussgründe des § 1579 BGB .

Falls Ihre Frau also tatsächlich einen Unterhaltsanspruch geltend macht, sollten Sie anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Abschließend hoffe ich, Ihnen mit meiner Antwort einen ersten Überblick über die Rechtslage verschafft zu haben.

Hierbei möchte ich Sie darauf hinweisen, dass es sich bei dieser Antwort, basierend auf Ihren Angaben, lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes handelt. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Sie können natürlich gerne im Rahmen der Nachfrageoption auf diesem Portal mit mir Verbindung aufnehmen.

Für eine über diese Erstberatung hinausgehende Interessenvertretung steht Ihnen meine Kanzlei selbstverständlich ebenfalls gerne zur Verfügung.

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend und verbleibe

mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Michael Vogt

ANTWORT VON

(458)

Mauerstrasse 36
72764 Reutlingen
Tel: 07121 128221
Web: http://www.anwalt-vogt.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Sozialrecht, Familienrecht, Vertragsrecht, Kaufrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,7 von 5 Sternen
(basierend auf 97570 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Top, beste Anwältin bei frag-einen-anwalt.de ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
schnell und auf den Punkt, super! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr schnell, ausführlich und kompetent geantwortet. Vielen Dank! ...
FRAGESTELLER