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Verdacht auf Betrug!

06.03.2011 18:13 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Sehr geehrte Rechstanwältinnen & Rechtsanwälte! Ich fasse mal den Fall zusammen:
Im Mai/Juni 2010 habe ich einen Softwareprogrammierer beauftragt, ein Softwareprogramm für mich zu schreiben, ich habe den Auftrag und die Anforderungen der Software genauestens beschrieben telefonisch und schriftlich in einem Dienstleistungsvertrag verankert, der Auftragnehmer hat mit seiner Unterschrift den Auftrag bestätigt.
Zum einen wurde der Auftrag nicht zeitgemäß erledigt, wurde mehrmals um mehrere Monate verschoben (der Auftragnehmer war per Email und auch telefonisch längere Zeit unerreichbar, hat ständig seine Emailadresse gewechselt, hat immer behauptet mir das Programm versand zu haben und und und...) zum anderen wurde der Auftrag nicht vollständig erledigt, sprich die Software weist erhebliche Fehler auf, eine Funktion ist nict möglich, konnte die Software aus diesem Grund nicht vermarkten. Habe den Programmierer mehrmals angeschrieben seine Fehler zu beheben aber er antwortet nicht, oder antwortet sporadisch mit sinnlosen Emails..! Ich fühle mich betrogen, der Auftragnehmer hat mich monatelang an der Nase herumgeführt. Ich wollte die Fehler auf seine Kosten durch einen anderen Programmierer beheben lassen, hierfür habe ich den Source Code vom Auftragnehmer gefordert, erst nach Androhungen mit Anzeige hat er einen Code an mich versand, dieser Code ist jedoch vollkommen unvollständig und komplett sinnlos, laut mehreren anderen Programmierern, ein Gutachten hat bewiesen, dass die Software nichts was beschrieben ist ausführt und das der versande Source Code unvollständig ist. Das Gutachten habe ich per Email erhalten. Für die Programmierung habe ich 800 Euro, für die Folgeaufträge weit mehr bezahlt (wie Webdesign,Warenkorb,Graphiker,Texter etc.)nun möchte ich die gesammte Summe anfordern, per Mahnbescheid etc. Weis nicht wie solvent der Auftragnehmer ist und/ob er bezahlen kann/muss, hinzu möchte ehrlich gesagt auch nicht unmengen wie (RA Beratung, Gericht etc) in diesen Fall investieren, hab bis jetzt schon sehr viel investiert jedoch nichts erhalten. Die Auftragslage ist eindeutig!Der sämtliche Verlauf wurde von mir dokumentiert und ich stelle Ihnen bei Auftragvergabe die sämtlichen Unterlagen zur Verfügung. Bitte bei Interesse melden! Besten Dank und Viele Grüße!
06.03.2011 | 19:28

Antwort

von


(266)
Am Wissenschaftspark 29
54296 Trier
Tel: 06514628376
Web: http://www.zimmlinghaus.de
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich unter Berücksichtung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten möchte:

Ich rate Ihnen zunächst, einen gerichtlichen Mahnbescheid gegen den Auftragnehmer zu beantragen. Zur Beantragung eines Mahnbescheids benötigen Sie nicht unbedingt einen Rechtsanwalt. Den Erlass eines Mahnbescheids können Sie auch online selbst beantragen, so dass keine Anwaltsgebühren anfallen würden.

Dazu suchen Sie bitte die Seite
www.online-mahnantrag.de auf. Das System führt Sie durch die notwendigen Angaben. Sie müssen den Namen des Gegners, die Art der Forderung, gegebenenfalls Rechnungsnummer/Rechnungsdatum sowie Ihren eigenen Namen mit Anschrift angeben. Am Ende können Sie ein fertiges Mahnantragsformular ausdrucken, welches Sie an das zuständige Mahngericht (ergibt sich aus dem fertigen Formular) schicken müssen. Bei einem Gegenstandswert von 800 Euro wird der Gerichtskostenvorschuss, den Sie also zunächst bezahlen müssen, 23 Euro betragen. Nachdem Sie den Mahnantrag verschickt haben, werden Sie einige Zeit später schriftlich zur Überweisung dieses Betrags aufgefordert. Nach getätigter Überweisung wird dem Gegner der Mahnbescheid förmlich zugestellt werden. Dieser kann innerhalb einer zweiwöchigen Frist Widerspruch einlegen, den er auch nicht begründen muss. In diesem Fall müsste die Forderung dann in einem normalen Gerichtsverfahren weiterverfolgt werden.

Ich rate Ihnen nun dazu, den Erlass eines Mahnbescheids zu beantragen. Gerne steht Ihnen meine Kanzlei dazu auch zur Verfügung, wenn Sie doch die Unterstützung eines Rechtsanwalts wünschen. In diesem Fall würde die hier geleistete Gebühr auf die Rechtsanwaltskosten angerechnet werden. Dasselbe gilt für den Fall, dass Sie später eine Vertretung im Hauptsacheverfahren benötigen würden.

Neben dem gerichtlichen Mahnverfahren steht es Ihnen natürlich auch frei, direkt eine Klage zu erheben. Allerdings rate ich Ihnen davon ab, dies ohne anwaltliche Hilfe zu tun, weil auf gewisse Formalia geachtet werden muss.

Sie können auch über eine Strafanzeige nachdenken. Diese muss bei der zuständigen Staatsanwaltschaft eingereicht werden. Daraus entstehen Ihnen auch keinerlei Kosten. Ob es aufgrund Ihrer Strafanzeige tatsächlich zu einer Verurteilung bzw. einem Strafbefehlt kommen wird, ist allerdings fraglich, da dem Gegner in diesem Fall ein vorsätzlicher Betrug nachgewiesen werden müsste.

Sollten Sie hier eine weitere Vertretung wünschen, siehe oben, wenden Sie sich bitte per Email an meine Kanzlei.

Abschließend weise ich Sie darauf hin, dass im Rahmen dieser Plattform nur eine erste Einschätzung des Sachverhalts, basierend auf Ihren Angaben, möglich ist. Sollten hier wichtige Angaben hinzugefügt oder weggelassen worden sein, kann die rechtliche Beurteilung völlig anders aussehen. Diese Plattform kann und will den Gang zu einem Berufskollegen nicht ersetzen.

Bei eventuellen Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Rein vorsorglich erlaube ich mir aufgrund entsprechender Vorkommnisse in der jüngsten Vergangenheit auf dieser Plattform den allgemeinen, aber eindringlichen Hinweis, dass der für die Beantwortung dieser Frage ausgelobte Einsatz unbedingt zu entrichten ist. Eine Rücklastschrift bzw. eine Nichtzahlung wird strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen, denn der Tatbestand des Eigehungsbetrugs wäre durch bewusstes Inkaufnehmen von Rücklastschriften erfüllt.

Ich wünsche Ihnen alles Gute!

Thomas Zimmlinghaus
Rechtsanwalt


ANTWORT VON

(266)

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