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Hypothetisch der Fall, dass mein Vater die Wohnung nach diesen 3 Jahren verkauft und das Geld anderw

| 03.03.2011 07:43 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch


folgender Fall: da meine Mutter verstorben ist habe ich (als einziger Sohn) vom Nachlassgericht
ein Schreiben bekommen mit folgendem Inhalt:..da sie von der Erbfolge ausgeschlossen worden sind,
steht Ihnen der gesetzliche Pflichtteil zu"

Meine Eltern haben eine Eigentumswohnung im Wert von ca. 140000 Euro die mein Vater weiterhin
bewohnt. Sie hatten sich gegenseitig zum Erben via Testament eingesetzt. Vollerbe wäre dann ich alleine beim Tode des zuletzt Versterbenden.

Wie hoch wäre nun mein Pflichtteilanspruch auf diese Summe zum jetzigen Zeitpunkt.

Andererseits möchte ich natürlich meinen Vater nicht in Bedrängnis bringen dort ausziehen zu müssen um mir meinen Pflichtteil ausbezahlen zu können. Wenn ich aber nichts mache erlischt mein
Anspruch ja nach 3 Jahren. Hypothetisch der Fall, dass mein Vater die Wohnung nach diesen 3 Jahren verkauft und das Geld anderweitig verwendet gehe ich doch leer aus und der Pflichtteil ist auch futsch.

Was kann man machen um diesem vorzubeugen ?? Kann man das mit einem Vertrag regeln der bestimmt, dass wenn die Wohnung verkauft werden sollte ich meinen Betrag erhalten werde und bei wem macht man das am Besten ? RA, Notar, Nachlassgericht ??

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihr Pflichtteilsanspruch beträgt 1/4 des Wertes des Nachlasses Ihrer Mutter. Der Wert der Eigentumswohnung kommt jedoch nur dann vollständig zur Anrechnung, wenn die Eigentumswohnung Ihrer Mutter allein gehörte. Sollte Ihr Vater Miteigentümer gewesen ein, verringert sich der Wert des Nachlasses um den Anteil Ihres Vaters.

Der Pflichtteilsanspruch verjährt nach 3 Jahren, mit der Folge, dass danach Pflichtteilsansprüche leicht abgewehrt werden können.

Zu Ihrer Absicherung können Sie mit Ihrem Vater einen Vertrag schließen, dass im Falle einer Übertragung der Wohnung an Dritte, Ihr Vater eine bestimmte Summe an Sie auszuzahlen hat; dieser Vertrag bedarf keiner besonderen Form, kann also von Ihnen und Ihrem Vater abgeschlossen werden. Ich rate jedoch dazu, für die Formulierung einen Rechtsanwalt Ihrer Wahl zu beauftragen.

Gerne steht Ihnen unsere Kanzlei dazu zur Verfügung, wobei die von Ihnen hier gezahlte Erstberatungsgebühr angerechnet wird. Auch eine größere örtliche Entfernung steht einer Mandatsübernahme nicht im Wege, da die Kommunikation auch gut über Telefon, EMail, Post und Fax erfolgen kann.

Sie können Sich auch mit Ihrem Vater dahingehend einigen, dass Ihnen ein Miteigentumsanteil an der Eigentumswohnung übertragen wird, dies bedarf jedoch der notariellen Beurkundung.

Ob sich Ihr Vater darauf einlassen wird, kann von hier jedoch nicht beurteilt werden.

Gegen den Willen Ihres Vaters können Sie jedoch nur Pflichtteilsansprüche durchsetzen. Bevor Sie dies in Betracht ziehen, sollten Sie jedoch das Testament prüfen (lassen), da häufig sogenannte Pflichteilsstrafklauseln in Testamenten verwendet werden, deren Wirksamkeit im Einzelfall vorher geprüft werden sollte.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann,
sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen
übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

Ich hoffe, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, weitergeholfen zu haben.
Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76
frag-einen-anwalt@RA-Bordasch.de

PS.: Wenn Sie diese Antwort bewerten, helfen Sie mit, diesen Service transparenter und verständlicher zu gestalten.

Nachfrage vom Fragesteller 03.03.2011 | 08:16

..im Testament sind keine Strafklauseln drinnen.
Die ETW gehörte beiden zusammen. Mich würde da nur interessieren, wie hoch in Euro nun mein Pflichtteil wäre.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.03.2011 | 08:24

Sehr geehrter Fragesteller,

wenn die Eigentumswohnung Ihren Eltern zu gleichen Teilen gehörte und kein weiteres Vermögen Ihrer Mutter vorhanden ist, beträgt der Wert des Nachlasses EUR 70.000. Davon 1/4 sind EUR 17.500.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
- Rechtsanwalt -

Bewertung des Fragestellers 03.03.2011 | 08:27

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Stellungnahme vom Anwalt:
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