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Abfindung - Aufhebungsvertrag / Vorgehen?

26.02.2011 16:29 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Guten Tag,

mein Problem ist Folgendes:

Ich bin nun im 10. Monat krankgeschrieben, Diagnose mittelschwere Depression, und erhalte Krankengeld. Ursache war Mobbing am Arbeitsplatz.
Nun bietet mir mein Arbeitgeber eine Abfindung in Höhe von 6.800,00 € an und einen Aufhebungs-/Auflösungsvertrag oder auch dass ich kündige.

Ende April/Anfang Mai gehe ich ins außereuropäische Ausland und werde dort keiner Erwerbstätigkeit nachgehen; und auch keine Leistungen von Deutschland beziehen.

Wie gehe ich nun weiter vor? Auf was muss ich achten?
Was muss in so einem Aufhebungsvertrag stehen? Und vor allem: Wie viel bleibt überhaupt übrig von der gebotenen Summe? Muss ich jetzt zum AA?

Ich bin Steuerklasse 1, mein Krankengeld beläuft sich auf 42,59 €/Tag.

Freundliche Grüße

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Zunächst möchte ich Sie darauf aufmerksam machen, dass dieses Forum eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann, sondern vor allem dafür gedacht ist, eine erste rechtliche Einschätzung zu ermöglichen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen könnte die rechtliche Beurteilung Ihres Anliegens anders ausfallen.

Nun aber zu Ihren Fragen, welche ich auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworte:

Eine Abfindung wird normalerweise brutto vereinbart. Das bedeutet, dass Sie diese (nach der sog. Fünftelungsregelung) versteuern müssen. Sozialabgaben fallen hingegen im Hinblick auf die Abfindung nicht an.

Leider kann ich Ihnen nicht ausrechnen, wie viel genau von Ihrer Abfindung übrig bleiben wird, denn der Steuersatz hängt von vielen Faktoren, insbesondere von Ihrem Gesamteinkommen ab.

Wenn Sie Ihren Arbeitsvertrag selbstverschuldet ohne wichtigen Grund lösen, kann eine Sperrzeit beim Bezug von Arbeitslosengeld verhängt werden. Eine Lösung des Arbeitsvertrages kann natürlich nicht nur durch eigene Kündigung sondern auch durch Unterschreiben eines Aufhebungsvertrages erfolgen.

Dennoch ist nicht jeder Aufhebungsvertrag ein Grund für eine Sperrzeit. Wenn Sie nämlich keine andere (sinnvolle) Möglichkeit haben, als den Aufhebungsvertrag zu unterschreiben, kann hierin ein wichtiger Grund liegen. Die von Ihnen beschriebene Krankheit ist durchaus geeignet, einen solchen Grund zu bilden. Sollten Sie noch kein entsprechendes Facharztattest haben, empfehle ich Ihnen, ein solches zu besorgen. Da es sich bei der Verhängung einer Sperrzeit jedoch immer um eine Einzelfallentscheidung handelt, bleibt hier ein gewisses Risiko.

Solange Sie weiterhin krankgeschrieben sind, beziehen Sie auch weiter Krankengeld. Solange Sie dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen, können Sie auch kein Arbeitslosengeld beziehen. Dennoch sollten Sie die Beendigung Ihres Arbeitsverhältnisses dem Arbeitsamt per Einschreiben mitteilen.

Da ein Aufhebungsvertrag inhaltliche Stolperfallen haben kann, empfehle ich im Zweifel, diesen vor Unterschrift anwaltlich prüfen zu lassen.

Ich hoffe, konnte eine hilfreiche erste Einschätzung geben und wünsche Ihnen für die Zukunft alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen



Schorn
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 26.02.2011 | 17:26

Vielen Dank für ihre Antwort.

Leider bin ich nicht viel schlauer bezüglich meines Vorgehens.

Zu der Frage, was ürig bleibt von der Abfindung:
Außer dem Krankengeld habe ich kein Einkommen.
Gibt es denn einen ungefähren Richtwert, wieviel % von der Brutto-Abfindungssumme abgezogen wird bei StKl. 1?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.02.2011 | 17:38

Sehr geehrter Fragesteller,

ich kann Ihren Wunsch nach einer genauen Berechnung gut verstehen.

Da sich jedoch der Steuersatz je nach Einkommen im Jahr 2010 zwischen 14% und ca. 47% befunden hat, kann ich Ihnen leider nur sagen, dass Sie mit Abzügen ca. zwischen 14% und 47% zu rechnen haben.

Je geringer Ihr Einkommen war, desto weniger wird Ihnen abgezogen.

Mit freundlichen Grüßen



Schorn
Rechtsanwältin

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