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Änderung Arbeitszeit bei Schichtdienst

| 09.11.2010 14:23 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Mein mann arbeitete 9 Jahre in dreischicht . Vor einen halben Jahr wurde er versetzt. Und von EG 7 auf EG 3 runtergestuft das dürfen die doch nicht oder? Er arbeitete bisher immer 5 Tage Früh 2 Tage frei 5 Tage spät 2Tage frei 5 Tage Nacht 2Tage frei und das 9 Jahre lang. Jetzt arbeitet er z.b.2 Tage frei 3 Tage Nacht 2 Tage frei 4 Tage spät 1 Tag FSF 2 Tage frei 5 Tage Früh 2 Tage frei 7 Tage Nacht 2 Tage spät......usw. DAS IST DOCH 4 SCHICHT???? Weil er auch am WE arbeiten muss. Er hat aber immer noch kein Arbeitsvertagsänderung bekommen.Können sie mir weiterhelfen?? mfg Yvonne

Sehr geehrte Ratsuchende,


nach Ihrem Vorbringen sollte Ihr Ehemann unverzüglich mit allen aussagekräftigen Unterlagen einen Rechtsanwalt mit der genaueren Prüfung und Geltendmachung seiner Ansprüche beauftragen, da das Verhalten des Arbeitgebers so sicherlich nicht hinnehmbar ist:


Im Rahmen der Versetzung kann eine Einkommensreduzierung nur dann vorgenommen werden, wenn diese zwischen den Parteien vereinbart oder durch eine - unwidersprochen gebliebene - Änderungskündigung vorgenommen worden ist.

Davon kann man nach ihrer Sachverhaltsschilderung aber nicht ausgehen, so dass die Einkommensreduzierung schon nicht hinzunehem und ggfs. eine Nachzahlung vorzunehmen wäre.

Dieses bedarf aber einer genaueren Einzelprüfung, als sie hier im Rahmen der Erstberatung anhand der bisherigen Darstellung möglich ist. Da insoweit ggfs. auch sogenannte Ausschlussfristen (in der Regel von drei Monaten) möglich sein können, ist es ratsam, unverzüglich einen Anwalt mit der Prüfung und Geltendmachung zu beauftragen.


Dieses gilt auch hinsichtlich der von Ihnen geschilderten Arbeitszeiten unter Berücksichtigung auch der Wochenendarbeit, da - vorbehaltlich einer genaueren, notwendigen Prüfung - hier ein Verstoß gegen das ArbZG vorliegen dürfte.

In mehrschichtigen Betrieben mit regelmäßiger Tag- und Nachtschicht kann Beginn oder Ende der Sonn- und Feiertagsruhe um bis zu sechs Stunden vor- oder zurückverlegt werden, wenn für die auf den Beginn der Ruhezeit folgenden 24 Stunden der Betrieb ruht; und genau dieses ist offenbar nicht gewährleistet.

Auch werden offenbar die ununterbrochene Ruhezeiten nicht eingehalten. Zudem ist zu berücksichtigen, dass der Arbeitgeber dem Nachtarbeitnehmer für die während der Nachtzeit geleisteten Arbeitsstunden eine angemessene Zahl bezahlter freier Tage oder einen angemessenen Zuschlag auf das ihm hierfür zustehende Bruttoarbeitsentgelt zu gewähren hat - auch das ist nach Ihrer Darstellung offenbar nicht gewährleistet.


Daher wird sich in Ihrem Fall der Gang zu einem Anwalt sicherlich lohnen, da vermutlich der Arbeitgeber hier die Arbeitsbedingungen und -entlohnungen gesetztlich wird anpassen müssen.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle.

Nachfrage vom Fragesteller 09.11.2010 | 15:11

In mehrschichtigen Betrieben mit regelmäßiger Tag- und Nachtschicht kann Beginn oder Ende der Sonn- und Feiertagsruhe um bis zu sechs Stunden vor- oder zurückverlegt werden, wenn für die auf den Beginn der Ruhezeit folgenden 24 Stunden der Betrieb ruht; und genau dieses ist offenbar nicht gewährleistet.



Das verstehe ich nicht ganz können sie mir das genauer erklären. Der Betrieb ist an 365 Tagen im Jahr geöffnet! Ist das jetzt 4 Schicht was mein jetzt arbeitet.

Vielen Dank für ihre Antwort.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.11.2010 | 15:18

Sehr geehrte Ratsuchende,


"4 Tage spät 1 Tag FSF" wird sicherlich nicht den gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeitraum beachten, zudem nach Ihrer Berechnung Sonn- und Feiertage hier offenbar vom Arbeitgeger komplett unberücksichtigt bleiben. Denn dann werden die gesetzlich vorgeschriebenen Pausen von 24 Stunden so jedenfalls nicht eingehalten.

Dieses Verhalten des Arbeitgebers ist also von Ihrem Mann nicht hinnehmbar.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

Bewertung des Fragestellers 09.11.2010 | 15:27

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