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Drohende Haftstrafe

21.10.2010 16:59 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Baumgärtner


Hallo,

heute stand bei mir die Kripo vor der Tür mit der Mitteilung,dass ich gegen mich ein Ermittlungsverfahren wegen Betrug läuft. Ich hatte bei einer Firma bestellt und auch die Ware erhalten,die wurde auch richtig an meiner jetzigen Adresse gesendet. Die Rechnung und MAhnung hatte die Firma aber an meiner alten Wohnanschrift geschickt (wo ich seit Juli 2009 nicht mehr gemeldet bin, die Adresse wurde wahrscheinlich von meiner alten Firmen-Homepage übernommen). Nun muss ich auch dazu sagen,dass ich wegen Betrug mehrfach vorbestraft bin und eine Bewährungsstrafe von 10 Monaten hinter mir habe (Bewährung lief am 7.12.2009 aus). Ich befinde mich zurzeit in einer Umschulung,welche gleichzeitig meine erste Berufsausbildung ist und nun mache ich mir sorgen,dass ich jetzt ins Gefängnis muss und meine Berufsausbildung nicht abschließen kann, was mir noch weiter unmöglich macht,mein Leben in den Griff zu bekommen. Ergänzend muss noch erwähnen, dass ich bis jetzt 3 mal eine Geldstrafe und eine Bewährungsstrafe bekommen habe. Könnten Sie mir sagen, ob ich noch Chancen haben, meine Ausbildung fortzusetzen oder gibt es zu eine Möglichkeit?? Was könnten Sie mir Raten, was jetzt noch tun kann,um das schlimmst zu vermeiden?

-- Einsatz geändert am 21.10.2010 17:35:59

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

auf der Grundlage Ihrer Angaben möchte ich Ihre Frage wie folgt beantworten:

Zunächst ist es schwierig zu beantworten, wie Ihre Chancen stehen, ohne den Ermittlungsstand nach derzeitiger Aktenlage zu kennen. Es empfiehlt sich daher Akteneinsicht einzuholen.

Allgemein kann man jedoch sagen, sollte die Ummeldung tatsächlich offiziell vermerkt sein, z.B. durch Bestätigung beim Einwohnermeldeamt.
Und Sie ebenfalls für das Vorhandensein einer nicht mehr gültigen Adresse bzw. Firmenwebseite eine überzeugende Erklärung haben, dann sollten Sie dies auch in einer Vernehmung angeben.
Als hilfreich dürfte sich auch erweisen den Betrag im Nachhinein zu überweisen.
Eine Folge dieser Handlungen könnte dann auch eine Verfahrenseinstellung sein.

Im Ergebnis, sollten Sie darauf bedacht sein, den Betrugsvorwurf zu entkräften. Dies ist unter anderem dadurch möglich, dass Sie die erhobenen Vorwürfe soweit möglich entkräften können.
Da die Bewährungszeit zum 7.12.2009 abgelaufen ist, ist diese bei der Strafzumessung nicht zu berücksichtigen, jedoch werden Ihre Vorstrafen bei der Höhe einer zu verhängenden Strafe berücksichtigt werden.

Bei einer Verurteilung hängt die Straferwartung auch von weiteren Faktoren ab, siehe dazu insbesondere die Strafzumessungsgrundsätze im § 46 StGB, insbesondere Beweggründe und Ziele des Täters, das Maß der Pflichtwidrigkeit, die Art der Ausführung, Vorleben, jedoch auch sein Verhalten nach der Tat, besonders sein Bemühen, den Schaden wiedergutzumachen.

Letztendlich kann eine allgemeine Empfehlung ohne genaue Kenntnis der gesamten Umstände sowie der Aktenlage nicht gegeben werden. Jedoch sind in der Regel die oben genannten Gesichtspunkte bei der weiteren Verteidigung und Ihrem Verhalten zu beachten.


Ich hoffe mit meinen Antworten eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Sonntag.

Mit freundlichen Grüßen
Daniel Baumgärtner
Rechtsanwalt

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