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Welcher Wert gilt bei einem Grundbucheintrag?

21.10.2010 11:55 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Eichhorn


Mein Partner und ich wollen ein Haus kaufen. Der Kaufpreis beträgt 225.000,- und davon wollen wir zusammen 220.000,- über eine Bank finanzieren. Mein Partner wird zusätzlich für die Renovierung / Umbau ca. 100.000,- Eigenkapital einfließen lassen. Ich habe keine Eigenkapital, was ich investieren kann. Zudem werden wir heiraten, allerdings liegt dieser Termin 3 Wochen nach Abschluß des Kaufvertrages. Uns geht es jetzt um den Eintrag ins Grundbuch - mein Partner hat vorgeschlagen das ich mit 1/3 und er mit 2/3 drinstehen sollten, weil er ja 100.000,- EK mit reinsteckt. Er erklärt das folgendermaßen 225.000,- ist der Grundstückspreis zzgl. 100.000,- Eigenkapital kommt man auf einen Grundstückswert von ca. 325.000,- und diesen teilt man durch drei, wovon 2 Teile ihm zustehen, weil er ja 100.000,- Eigenkapital investiert hat. Wäre es für mich jedoch nicht sicherer, wenn wir jeder mit 50% im Grundbuch stehen und er dann, um sein Eigenkapital von 100.000,- festzuhalten, mir sozusagen 50.000,- leiht, so dass ich eine Grundschuld über 50.000,- im Grundbuch stehen habe?
Zählt bei einem Grundbucheintrag eigentlich immer der Kaufpreis, oder später, sollte es mal zu einer Trennung kommen, der durch Renovierungs- und Umbaumaßnahmen erhöhte Grundstückswert?
Wenn nämlich immer nur von dem Kaufpreis ausgegangen wird, wäre eine Aufteilung von 1/3 zu 2/3 nicht korrekt, da ich bei der Bank ja voll hafte für den aufgenommenen Finanzierungskredit.
Eine weitere Frage - das Eigenkapital, welches mein Partner nach Kauf der Immobilie investiert, zählt das als Zugewinn?
Was wäre der für mich sicherste Weg, damit ich nicht übervorteilt werde, aber mein Partner ebenfalls nicht?
Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Frage beantworte ich im Rahmen dieser Erstberatungsplattform unter Berücksichtigung Ihrer Angaben wie folgt.

Dieses Forum kann eine umfassende Beratung bei einem Rechtsanwalt vor Ort nicht ersetzen.

1.
Natürlich ist es für Sie besser zu 50 % im Grundbuch zu stehen, wenn Sie die Hälfte des Kaufpreises mitfinanzieren und gesamtschuldnerisch für das den Kaufpreis finanzierende Darlehen haften.

Als Gesamtschuldnerin des Darlehensvertrages müssen Sie unter Umständen bei Zahlungsunfähigkeit Ihres Mannes allein für die Raten aufkommen und sozusagen seine 2/3 mitfinanzieren.

Wenn Sie gleichberechtigte Käufer sind, sollten Sie auch gleichberechtigt Eigentümer werden, d.h. im Grundbuch stehen.
Die Sanierungskosten sind nachgelagert und haben mit dem Kauf und dem Eigentumserwerb nichts zu tun.
Er könnte Ihnen über die 50.000 Uhr ein Darlehen geben.

2.
Der Grundbucheintrag ist unabhängig vom Kaufpreis.

Regelmäßig werden sich die Käufer aber dahingehend einigen, dass das Eigentumsverhältnis dem Verhältnis der Erwerbskosten bzw. des Haftungsrisikos entspricht.

3.
„Zugewinn ist der Betrag, um den das Endvermögen eines Ehegatten das Anfangsvermögen übersteigt." (§ 1373 BGB)
Wird das Geld, das bei Ehebeginn (gesetzlicher Güterstand, Zugewinngemeinschaft) bereits vorhanden ist, verbaut, ergibt sich insoweit kein Zugewinn, als es zu einer entsprechenden Wertsteigerung des Grundstücks kommt.


Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben.
Nutzen Sie gegebenenfalls die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen,
Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

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