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Fitnessstudio: Verlängerung des Vertrags um Krankheitszeiten

| 20.10.2010 11:08 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


12:18
Wegen Krankheit kann ich 2 Monate lang nicht ins Fitnessstudio. Mein Vertrag wurde für diese Dauer stillgelegt, es werden dafür keine Beiträge erhoben. Die Vertragsdauer verlängert sich um den stillgelegten Zeitraum, in der Verlängerungszeit muss ich den vollen Beitrag zahlen.
Ist diese Vertragsverlängerung rechtens?
20.10.2010 | 11:41

Antwort

von


(813)
Hussenstraße 19
78462 Konstanz
Tel: 07531-9450300
Web: http://www.anwaltskanzlei-dotterweich.de
E-Mail:

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Grundsätzlich ist es möglich, dass Sie sich mit dem Fitness-Studio darüber einigen, dass Ihr Vertrag um die 2 Monate, in denen ein Training wegen Krankheit nicht möglich ist, verlängert wird, etwa wenn Sie sich mit der Gegenseite explizit über ein solches Vorgehen einigen.

Wenn der Vertrag im Kleingedruckten, also den Allgemeinen Geschäftsbedingungen, für den Fall der Krankheit schon von vornherein eine derartige Verlängerung bei Stillegung für den Zeitraum der Krankheit beinhaltet, könnte diese Klausel aber gegen § 307 Abs. 1 BGB verstoßen und Sie nicht binden.

Da ich nicht weiß, unter welchen Umständen die Vertragsverlängerung erfolgt ist, kann an dieser Stelle keine abschließende Beurteilung erfolgen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 20.10.2010 | 11:51

Guten Tag,

vielen Dank für Ihre Antwort. In meinem Vertrag steht ein solcher Passus, dass sich "die Vertragslaufzeit bei Stilllegungen automatisch beitragsfrei um den stillgelegten Zeitraum verlängert". Ich glaube nicht, dass diese Klausel gegen den genannten Paragrafen verstößt.

Hintergrund meiner Frage ist der, dass ich meinen Vertrag kündigen und nicht mehr in diesem Studio trainieren will. Aber da gibt es dann wohl keine Möglichkeit, dass ich diese 2 Monate nicht bezahlen muss?

Danke und beste Grüße!

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 20.10.2010 | 12:18

Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihre Nachfrage beantworte ich gerne wie folgt:

Die Klausel benachteiligt Sie natürlich nur dann, wenn Sie für die Zeit der Stilllegung Beiträge bezahlen müssten. Ansonsten wäre ein Entgegenkommen des Fitnessstudios festzustellen. Nach Urteil des AG Itzehoe vom 26.11.1999 (Az. 56 C 1402/99 ) ist die Vertragsverlängerung in AGB überraschend und wegen Verstoßes gegen § 305c BGB nicht Vertragsbestandteil.

Eine außerordentliche Kündigung des Vertrages wegen Krankheit – es muss ärztlich empfohlen sein, nicht weiter zu trainieren - ist möglich und von der Rechtsprechung seit langem anerkannt. Da hier die Art der Krankheit nicht beurteilt werden kann, sollten Sie einen Rechtsanwalt vor Ort mit der weiteren Prüfung und der Vertretung Ihrer Interessen beauftragen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 20.10.2010 | 12:24

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"Die Beratung war umfassend und auch meine Nachfrage wurde freundlich und ausführlich mit Links zu Gerichtsurteilen usw. beantwortet."
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Miet und Pachtrecht, Zivilrecht, Erbrecht, Vertragsrecht, Fachanwalt Verkehrsrecht