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i-content Mahnbescheid

| 11.10.2010 12:02 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Dr. Danjel-Philippe Newerla


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe heute von der I-Content gemh veranlßten Mahnbescheid vom Deutschen Zentral Inkasso erhalten. Diesem Mahnbescheid war kein WIederspruch beigefügt.
Was beigefügt war, ist ein Gerichtsurteil vom 15.9.10 vom Amtsgericht Witten bezüglich eines Geschädigten der i-content gmbh wo die Klage des Geschädigten wegen Täuschungsverhalten abgelehnt.

Ich habe damals auf dieser Seite keine WIederrufsbelehrung in Schriftform erhalten.

Wie muß ich mich nun weiter verhalten?

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen sehr gerne wie folgt beantworten möchte:

Sie sollten auf keinen Fall zahlen!

Hierbei handelt es ich um ein bekanntes „Geschäftsmodell". Hier ist kein Vertrag zustande gekommen, da Sie über die Kostenpflichtigkeit getäuscht wurden.

Auch der kleine Hinweis in der oberen Ecke des Angebots auf der Internetseite ändert hieran nichts, da dieser so versteckt ist und es sich somit um eine so genannte überraschende Klausel handelt, mit der sie als Verbraucher nicht rechnen müssen.

Hilfsweise könnten Sie den Vertrag widerrufen bzw. gem. § 123 BGB wegen arglistiger Täuschung anfechten.

Zusätzlich könnten Sie Betrugsanzeige erstatten.
Bitte lassen Sie sich nicht einschüchtern und zahlen Sie nicht!

In einem identischen Fall ( hier ging es auch um die Firma Outlets.de , ), hat das Amtsgericht Leipzig entschieden, dass hier definitiv kein kostenpflichtiger Vertrag zu Stande gekommen ist und somit auch keine Zahlungspflicht besteht (Amtsgericht Leipzig Az.118 C / 10105/09 ) .

Lediglich wenn Sie einen gerichtlichen Mahnbescheid erhalten sollten, müssten Sie innerhalb von 14 Tagen ab Zustellung hiergegen Widerspruch einlegen.

Nachfolgend habe ich Ihnen einen sehr interessanten Link mit vertiefenden Hinweisen zur empfehlenswerten Verhaltensweise in einem solchen Fall beigefügt:

http://www.news4press.com/Tipps-zum-Umgang-mit-outletsde_502676.html

Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über meine E-Mail-Adresse oder die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Montagnachmittag und einen guten Wochenstart!

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven
kanzlei.newerla@web.de

Fax.0471/140244




Nachfrage vom Fragesteller 11.10.2010 | 12:29

Sehr geehrter Herr Newerla,

vielen Dank für Ihre schnelle und ausführliche Antwort.

Der Mahnbescheid ist heute bei mir eingetroffen mit Datum vom 5.10.2010.
Wie kann oder muß ich diesen Wiederspruch an das Inkasso am besten formulieren? Ich habe leider oder Gott sei Dank mit solchen DIngen leider überhaupt keine Erfahrungen.

Mit freundlichen Grüßen H.S.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.10.2010 | 14:00

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich Ihnen sehr gerne wie folgt beantworten möchte:

Wie bereits ausgeführt sollten sie gegenüber dem Inkassobüro angeben, dass sie die Forderung vollumfänglich zurückweisen und unter Berufung auf die von mir oben bereits dargestellte Gerichtsentscheidung des Amtsgerichts Leipzig darauf abstellen, dass hier gar kein kostenpflichtiger Vertrag zu Stande gekommen ist. Gleichzeitig sollten sie hilfsweise den Widerrufs erklären sowie hilfsweise die Anfechtung des vermeintlichen Vertrages ( das Wort " hilfsweise" ist wichtig, da hier ja gar kein kostenpflichtiger Vertrag zu Stande gekommen ist) wegen arglistiger Täuschung über die Kostenpflichtigkeit erklären.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich Ihnen an dieser Stelle kein vollständiges Schreiben ausformulieren kann, da dieses Forum ausschließlich der Erstberatung dient und eine Ausformulierung bereits einen konkreten Auftrag darstellen würde. Sehr gerne können Sie sich aber diesbezüglich im Rahmen einer gesonderten Mandatierung an meine unten genannte E-Mail-Adresse wenden.

Nachfolgend habe ich Ihnen einen Link zu einem Muster einer Verbraucherzentrale beigefügt:

http://www.vz-berlin.de/UNIQ128679838405558/link511791A.html


Ich hoffe Ihre Nachfrage zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben und wünsche Ihnen noch einen angenehmen Montagnachmittag und alles Gute!

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven
kanzlei.newerla@web.de
Tel. 0471/140240
Fax.0471/140244

Bewertung des Fragestellers 13.10.2010 | 10:31

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