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kündigung! so rechtens?

| 13.09.2010 19:10 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


guten abend.

ich sollte am 3.9.10 nach der arbeit in büro kommen! dort habe ich mündlich die kündigung zum 17. bzw. 18.10 ausgesprochen bekommen,sollte aber montag den 6.10.10 nochmal ins büro kommen um sie zu unterschreiben damit ich dienstag zum aa gehen kann!

ich hatte dann den montag leider etwas verschlafen und war in eile. bin dann auf der treppe ins stolpern gekommen und habe mir das handgelenk geprellt und das schlüsselbein angebrochen!

die krankmeldung habe ich per einwurf-einschreiben zugesand!

aufgrund dieser verletzung konnte ich dann ja nicht ins büro fahren!

dienstag war ich dann beim aa und klärte soweit erstmal alles!

mein ag kam dann am mittwoch zu mir,er zeigte mir datum usw und liess mich die kündigung unterschreiben - sie waren übereinander gelegt! er wollte mir aber noch keine da lassen sondern mir meine mit der post zusenden! ????

heute dann (13.10.10) habe ich per einschreiben mit rückschein meine unterlagen erhalten! ich wunderte mich das dort meine krankmeldung mit zwischen lag und sah dann das die kündigung nur eine kopie ist! bei näherem betrachten sah ich dann das das datum auf der kopie 19.8.10 ist und "zum heutigen datum fristgerecht nach 2 wochen " steht! (er scheint zwei verschiedene übereinander gelegt zu haben als er da war) ausserdem war noch ein schreiben datiert vom 11.9.10 dabei worauf steht "wir haben ihr arbeitsverhältnis am 19.8.10 fristgerecht gekündigt, sodass ihr arbeitsverhältnis am 3.9.10 endete! bitte reichen sie die krankmeldung den arbeitsamt weiter!"
desweiteren die lohnabrechnung vom 1. - 3.10.10 ohne die 46,5 überstunden vom überstundenkonto!

1. wie verhalte ich mich jetzt gegenüber dem aa am besten?

2. ist die kündigung so überhaupt rechtens?

3. was kann ich machen wegen den nicht bezahlten überstunden?

da er mich im moment total auflaufen lässt,kann ich auch nicht mehr bezahlen! über eine möglichst schnelle antwort würde ich mich sehr freuen!

Sehr geehrter Rechtssuchender,

herzlichen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte. Beachten Sie bitte, dass die von mir erteilte rechtliche Auskunft ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben basiert. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Zunächst gehe ich davon aus, dass es sich hinsichtlich der Daten um September und nicht Oktober 2010 handelt. Danach ergibt sich folgende Zeitschiene:

Fr, 3.9. Gespräch im Büro - mündliche "Kündigung"
Mo, 6.9. erneuter Termin - nicht wahrgenommen wegen Unfalls
Mi, 8.9. Besuch des Arbeitgebers - Unterschreiben der Kündigung
Mo, 13.10. Übersendung der Unterlagen

1. wie verhalte ich mich jetzt gegenüber dem aa am besten?

Hinsichtlich der Arbeitsagentur besteht aufgrund der scheinbaren Kündigung vom 19.8.2010 die Problematik, dass Sie sich aus Sicht der Arbeitsagentur zu spät arbeitssuchend gemeldet haben. Im schlimmsten Fall droht Ihnen hier eine Sperrfrist von einer Woche (§ 144 VI SGB III). Sofern dieser Fall eintritt, sollten Sie der Arbeitsagentur den Sachverhalt darlegen.

2. ist die kündigung so überhaupt rechtens?

Selbstverständlich ist die Kündigung in dieser Form nicht rechtmäßig. Das Problem wird jedoch sein zu beweisen, dass der Arbeitgeber Sie hier arglistig getäuscht hat (Gab es Zeugen beim Besuch Ihres Arbeitgebers am 8.9.?).

Hier gab es zwei kündigungsrelevante Gegebenheiten

a) mündliche Kündigung im Gespräch am 3.9.2010.

Diese Kündigung ist unwirksam, weil sie gegen das Schriftformgebot verstößt (§ 623 BGB ).

b) Kündigung vom 19.8.2010

Ich gehe davon aus, dass Sie mit "liess mich die kündigung unterschreiben" meinen, dass Sie Ihrem Arbeitgeber den Empfang quittieren sollten. Die Kündigung an sich bedarf zu ihrer Wirksamkeit keiner Unterschrift des Arbeitnehmers. Hier wäre es wichtig zu wissen, ob Sie neben Ihrer Unterschrift auch ein Datum auf die Kündigung geschrieben haben. Grundsätzlich muss der Arbeitgeber beweisen, dass und wann Ihnen die Kündigung zugegangen ist. Haben Sie ein Datum gesetzt, kann der Arbeitgeber nicht beweisen, dass Ihnen das Schreiben vorher zugegangen ist. Haben Sie dies nicht getan, kann der Arbeitgeber ebenfalls nicht ohne weiteres beweisen, dass die Kündigung Ihnen tatsächlich am 19.8.2010 zugegangen ist. Hier besteht also guter Raum für entsprefchende Argumentation der Unwirksamkeit der Kündigung.

Problematisch ist, dass bei einem "behaupteten" Zugang am 19.8.2010 die 3-Wochen-Frist des § 4 KSchG bereits abgelaufen wäre. Sie sollten daher sofort einen Anwalt beauftragen, der sofort für Sie eine Kündigungsschutzklage einreicht, hilfsweise mit Antrag auf nachträgliche Zulassung!

3. was kann ich machen wegen den nicht bezahlten überstunden?

Diese können Sie gegenüber Ihrem Arbeitgeber anmahnen unter angemessener Fristsetzung und - falls die Auszahlung verweigert wird - gerichtlich einklagen. Diese Klage kann man mit der Kündigungsschutzklage verbinden, so dass nur ein Verfahren erforderlich ist.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser ersten Einschätzung weitergeholfen zu haben. Bitte nutze Sie bei Bedarf auch die Nachfragefunktion und die Bewertungsmöglichkeiten.

Sofern Sie eine weitere Vertretung durch mich wünschen, können Sie mich gerne unter u.g. Kontaktdaten kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen,
Cornelia Klüting

Bewertung des Fragestellers 15.09.2010 | 07:28

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meine angelegenheit wurde wirklich prombt und für mich gut verständlich bearbeitet,bin alles in allem wirklich zufrieden! werde diesen service in zukunft gerne nutzen und wenns ums arbeitsrecht geht gerne wieder mit ihr zusammen!

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