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Aufenthaltsrecht nach Scheidung einer Scheinehe

13.03.2006 09:42 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Ich Frage für eine Freundin (deutsche staatsangehörige), die eine scheinehe geschlossen hat, und Angst hat diese aufzulössen wegen rechtlichen folgen, und ob es noch geht.

Also sie ist schon ca. 4 jahren mit ihm verheiratet und seit einem halben jahr in scheidung. 4 jahre hat es sich hingezogen, weil es probleme gab.

Nun frage ich sie ob dieser Ausländer (kosovo)mit dem sie verheiratet ist, seine Deutschen Staatsbürgerschaft erhält auch wenn sie jetzt zum Standesamt geht und dies aufklärt? oder ist das jetzt schon zu spät und dieser Ausländer bekommt seine deutsche staatsangehörigkeit auf jeden fall?

Was für folgen hat das für sie? (strafrechtlich/Bussgeld usw....)
(finanzielle Vorteile hatte sie nicht im gegenteil) bitte verständlich beschreiben.

vielen dank im Vorraus






Sehr geehrter Fragesteller,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage und kann Ihnen diesbezüglich folgendes mitteilen:

Die Beantragung einer deutschen Staatsbürgerschaft ist grundsätzlich erst möglich, wenn der Ausländer sich seit 8 Jahren legal in Deutschland aufhält und eine Aufenthaltserlaubnis besitzt.Wenn nun Ihre Freundin aussagt, dass es sich um eine Scheinehe gehandelt hat, handelt es sich nicht um einen legalen Aufenthalt, da die Voraussetzungen für die Erteilung der Aufenthaltserlaubnis in Wirklichkeit nicht vorlagen. Ich nehme an, dass ansonsten zu dem Zeitpunkt der Eheschließung die Anschiebung gedroht hätte.

Die strafrechtlichen Konsequenzen sind gesetzlich im Strafrecht nicht geregelt. Es könnte sich hierbei um ein Einschleusen von Ausländern nach § 96 AUfenthG handeln, welches aber nur unter Strafe gestellt wird, wenn ein vermögensrechtlichen Vorteil vorliegt oder eine gewerbsmäßige Begehung. Dies ist bei Ihrer Freundin nicht der Fall.

Ich hoffe, dass ich Ihnen im Rahmen der Erstberatung auf Grund Ihrer Angaben eine erste rechtliche Orientierung geben konnte.

Für Ihre Zukunft wünsche ich Ihnen alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

Christine Gerlach
Rechtsanwältin

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