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Leistung durch Berufsunfähigkeitsversicherung (Zahnmedizinische Fachangestellte)

12.08.2010 08:52 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Die komplette Überschrift sollte lauten: Leistung durch Berufsunfähigkeitsversicherung, wenn ich als Zahnmedizinische Fachangestellte für die Stuhlassistenz arbeitsunfähig wurde und nun nur noch an der Rezeption oder sporadisch in der Stuhlassistenz arbeiten oder eine Ausbildung machen würde

Meine Fall und meine Fragen:

Ich wurde laut Attest meiner Ärztin als Zahnmedizinische Fachangestellte ("Zahnarzthelferin") für die Stuhlassistenz mit sehr geringem Anteil von Rezeptionsarbeit mit einem Monatsgehalt von 2200 EUR brutto arbeitsunfähig wegen des Verletzungsrisikos nach Verschlechterung meiner Epilepsie kurz nachdem ich gekündigt wurde (aber noch angestellt aber im Resturlaub war).

Da ich nun schon fast 1 Jahr lang arbeitslos bin wegen der Epilepsie und mangelnder Erfahrung außerhalb der Stuhlassistenz, frage ich mich, ob ich mit eine auf Rezeption und Verwaltung beschränkte Stelle und vielleicht sogar eine Stelle, bei der ich in sehr geringem Umfang wieder Stuhlassistenz machen müßte, annehmen könnte oder eine Ausbildung machen könnte, ohne daß ich damit den Leistungsanspruch verlöre.

Konkreter gefragt: Unabhängig davon, ob meine BUV (Vertrag ohne Abstrakten Verweis, Versicherung prüft noch, ob sie die Berufsunfähigkeit anerkennt) zahlen will, frage ich mich, ob ich die BUV noch zahlen muß, wenn ich

1. als Zahnmedizinische Fachangestellte für die Rezeption (ohne Stuhlassistenz) anfinge unabhängig vom Gehalt?
Wenn 1. nicht mit „Ja beantwortet wurde: Wie hoch darf das Gehalt dann maximal sein oder ist auch sporadische Stuhlassistenz ein Grund, die Leistung nicht mehr zu gewähren?
2. als Zahnmedizinische Fachangestellte für die Rezeption (mit sporadisch und in Vertretung Stuhlassistenz) anfinge unabhängig vom Gehalt?
Wenn 2. nicht mit „Ja beantwortet wurde: Wie hoch darf das Gehalt dann maximal sein oder ist auch sporadische Stuhlassistenz ein Grund, die Leistung nicht mehr zu gewähren?
3. wenn ich etwas ganz anderes machen wollte und dazu eine längere Fortbildung oder Ausbildung machen würde?

Könnte ich einen Vergleich schließen kann, sollte die BUV nicht zahlen müssen, wenn ich gegen ärztliche Einschätzung arbeiten möchte und so langjährige Zahlungen erspare?

Hätte eine Aufnahme einer Arbeit, in der ich nicht überwiegend aber doch Tätigkeiten, die von meiner Ärztin ausgeschlossen wurden, ausführe, auch sonst negative Folgen hätten, z. b. beim Arbeitsamt?

Vielen Dank für eine kurze Beantwortung meiner Fragen!


Sehr geehrter User,
Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Fragen beantworte ich gerne wie folgt:


muss die BUV noch zahlen, wenn ich

1. als Zahnmedizinische Fachangestellte für die Rezeption (ohne Stuhlassistenz) anfinge unabhängig vom Gehalt?

nein. Solange ihre Anstellung dem Berufsbild entspricht, liegt eine BU nicht vor.

Wie hoch darf das Gehalt dann maximal sein oder ist auch sporadische Stuhlassistenz ein Grund, die Leistung nicht mehr zu gewähren?

Gehalt und Stuhlassistenz spielen für die Bewertung der BU keine übergeordnete Rolle.

2. als Zahnmedizinische Fachangestellte für die Rezeption (mit sporadisch und in Vertretung Stuhlassistenz) anfinge unabhängig vom Gehalt?

nein.

Wie hoch darf das Gehalt dann maximal sein oder ist auch sporadische Stuhlassistenz ein Grund, die Leistung nicht mehr zu gewähren?

Gehalt und Stuhlassistenz spielen für die Bewertung der BU keine übergeordnete Rolle.

3. wenn ich etwas ganz anderes machen wollte und dazu eine längere Fortbildung oder Ausbildung machen würde?

dann zahlt die BU bis zum Abschluss der Fortbildung oder Ausbildung.

Könnte ich einen Vergleich schließen kann, sollte die BUV nicht zahlen müssen, wenn ich gegen ärztliche Einschätzung arbeiten möchte und so langjährige Zahlungen erspare?

kann man Versuchen.

Hätte eine Aufnahme einer Arbeit, in der ich nicht überwiegend aber doch Tätigkeiten, die von meiner Ärztin ausgeschlossen wurden, ausführe, auch sonst negative Folgen hätten, z. b. beim Arbeitsamt?

Sie könnten gegen die Obliegenheiten aus der BU Versicherung verstoßen. Sie dürfen nicht unternehmen, was die Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit gefährden könnte.

die Frage ist im übrigen zu pauschal. Bitte nennen sie doch konkrete Bedenken.


Bitte haben sie Verständnis dafür, dass ohne die genaue Kenntnis der umfangreichen Unterlagen/ Verträge nur allgemeine Ratschläge erteilt werden können. Die Plattform 123 Recht kann eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen. Falls Sie eine genaue Überprüfung an Hand des Vertrages und der sonstigen Unterlagen durch mich wünschen, setzen Sie sich bitte mit mir in Verbindung.

Bitte beachten Sie, dass auf der Plattform 123 Recht das Portal „Frag-einen-anwalt.de" keine Upload-Funktion anbietet. Nur bei dem Portal „Anwalt Direktanfrage" können Sie Dateien und Dokumente anhängen.


Nachfrage vom Fragesteller 16.08.2010 | 22:00

Wir sind aufgrund Ihrer Antwort nun anders verunsichert und haben deshalb folgende Nachfragen in Bezug auf die Zahlungspflicht der Versicherung (die Anerkennung meines Falles aufgrund des Attests des mich behandelnden Arztes, daß ich wegen des Anfallsrisikos mich und meine Patienten verletzen könnte und deshalb berufsunfähig bin, vorausgesetzt):

1. Mein Freund und ich haben Ihre Antwort jetzt mehrfach gelesen und auch noch andere Antworten hier gelesen und verstehen es jetzt wie folgt: Obwohl es keinen abstrakten Verweis gibt und wir dachten, daß, wenn ich die alte Tätigkeit mehr ausüben kann, die Versicherung zahlen muß, ist Ihre Einschätzung, daß die Versicherung nicht zahlen muß, solange ich als (wieder) als Zahnmedizinische Fachangestellte arbeiten werde, auch wenn die Tätigkeitsschwerpunkte komplett anders sind (Telephondienst und Patientenannahme statt Stuhlassistenz), weil ich (wie ich anderen Antworten entnommen habe) ohne Fort- oder Ausbildung diese Aufgaben der Zahnmedizinische Fachangestellten aufnehmen kann?
2. Tut es denn etwas zur Sache, daß man z. B. die Rezeptionsaufgaben auch ohne Ausbildung zur Zahnmedizinischen Fachangestellten hätte ausführen können (wenngleich sie typischerweise von Zahnmedizinischen Fachangestellten ausgeführt werden)?
3. Wie beurteilt die Versicherung, daß ich mich auf jede Stelle in der Rezeption von Zahnarztpraxen und -kliniken, die ich aufgrund meiner Vorbildung hätte ausfüllen können, beworben habe?
4. Ist es von Belang, daß ich für alle Stellen, auf die ich paßte, zu Bewerbungsgesprächen geladen wurde, aber vermutlich weil ich die Epilepsieerkrankung nannte, nicht in die nächste Runde kam?
5. Wenn ich eine Fortbildung zur Qualifizierung für Abrechnung oder Verwaltung oder Praxismanagement machte, also alles Tätigkeiten, die ich in der Vergangenheit nicht ausgeführt habe und für die ich nicht ausgebildet wurde und auch nicht durch Erfahrung ohne eine Fortbildung machen könnte und mit dieser Höherqualifizierung arbeit fände, würde dieses als neue bzw. andere als die letzte ausgeübte Tätigkeit gelten?
6. Wenn ich als Zahnmedizinische Fachangestellte mit Weiterqualifizierung wie unter 5. beschrieben arbeitete wäre mein Gehalt evtl. höher und könnte man evtl. argumentieren, daß ich eine höherwertigere Tätigkeit als im Berufsbild Zahnmedizinische Fachangestellte ausübte (wenngleich ich dazu vor der Fortbildung nicht befähigt war). Bestünde unter diesen Umständen überhaupt eine Zahlungspflicht?
7. Wäre eine Tätigkeit in einer anderen Praxis als in der Zahnmedizin (sollte ich eine solche Stelle überhaupt bekommen oder ausüben dürfen) ein Grund für die Versicherung, die Zahlungen einzustellen?
8. Wäre eine Tätigkeit im Empfang eines Wirtschaftsunternehmens, die ich ohne Weiterbildung aufnehmen könnte, ein Grund für die Versicherung, die Zahlungen einzustellen? Oder kommt es hierbei auf die Höhe des Gehalts und/oder die üblichen minimalen Voraussetzungen für diese Tätigkeit an?

Vielen Dank für die Beantwortung dieser Nachfragen, mit denen wir die ersten Antworten wohl abschließend einordnen können!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.08.2010 | 09:40

Sehr geehrter User,
Sehr geehrter Ratsuchender,

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ohne Kenntnis wesentlicher Umstände und unter Berücksichtigung des von ihnen geleisteten Einsatzes bei einen solch komplexen Thema eine abschließende Einordnung nicht zu erwarten ist. Hier ist eine ausführliche Erstberatung erforderlich. Es fehlt schon an der Angabe welcher Grad der BUZ vorliegen muss (100 % oder 50%). Hier sind viele zu berücksichtigende Fragen offen.

Ihre Nachfragen beantworte ich gerne wie folgt:

1. genau: Können sie im Beruf arbeiten liegt keine BU vor.


2. Nein

3. damit sind sie ihren vertraglichen Obliegenheiten gerecht geworden

4. Ja, wenn man das beweisen könnte wären sie ja nicht mehr für den Beruf geeignet.

5. ja. aber sie wären ja trotzdem nicht mehr Berufsunfähig.


6. Nein.

7. Wäre eine Tätigkeit in einer anderen Praxis als in der Zahnmedizin (sollte ich eine solche Stelle überhaupt bekommen oder ausüben dürfen) ein Grund für die Versicherung, die Zahlungen einzustellen?

ja, wenn sie als oder wie eine „zahnmedizinische Fachangestellte" arbeiten

8. nein. hier muss man aber in die Versicherungsbedingungen schauen.

9. Oder kommt es hierbei auf die Höhe des Gehalts und/oder die üblichen minimalen Voraussetzungen für diese Tätigkeit an?

nein.

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