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Urteil gesprochen, neue Beweise erhalten

| 10.08.2010 11:33 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Hallo,

nach einer KV wurde Person A dazu verurteilt, Person B Schmerzensgeld, als auch die ZA-Kosten zu zahlen.
Person B gab an, das Person A sie aufs Auge geschlagen hat (Schlag kam von oben rechts direkt aufs Auge [Monokelhämatom]) und ihr dabei die oberen 6 Frontzähne (Überkronung) kaputt gegangen sind.

Normalerweise wird bei so einer KV vom Notarzt, jedoch spätestens vom aufnehmenden Arzt in den Mund geguckt, ob irgendwelche Verletzungen vorhanden sind.

Im Entlassungsbericht, welcher vor Gericht vorlag, sind keine derartigen Verletzungen aufgeführt. Der ZA von person B hat auch nur ausgesagt, das die abgesplitterten Zähne neuerem Datums sind, aber er konnte nicht definitiv aussagen, das diese Verletzungen von Person A gemacht wurden. Person A war auch erst ca 14 Tage später beim ZA vorstellig. Aufgrund dieser Aussage, als auch der Aussage von Person B wurde Person A verurteilt.

Nun ist der Einlieferungsbericht des KH aufgetaucht, wo nirgends solche Verletzungen (im Mundbereich) dokumentiert sind.

Was kann Person A jetzt tun, um das Verfahren (welches ja leider schon abgeschlossen ist) aufgrund des Beweises doch noch mal überprüfen zu lassen?

Vielen Dank


Sehr geehrter Fragesteller:

gerne beantworte ich Ihre Frage ich auf Grund des dargelegten Sachverhalts wie folgt:

Sofern das Verfahren noch innerhalb der Berufungsfrist (1 Monat nach schriftlicher Zustellung des Endurteils- nicht der Verhandlung - ist kann es entsprechend angefochten werden.

Ansonsten bliebe nur die Wiederaufnahme des Verfahrens gem. § 580 ZPO , sofern das jetzige Urteil herbeigeführt wurde durch

- falscher Parteieid (der Person B möglicherweise)
- Urkundenfälschung (keine/wenig Anhaltspunkte nach Ihrer Schilderung)
- falsches Zeugnis oder Gutachten
- andere Urkunde die die günstigere Entscheidung herbeiführt haben würde und die Ihnen bisher unverschuldet nicht bekannt war (hier wohl der Krnakenhaus-Bericht)

Da es sich bei der Wiederaufnahme eines abgeschlossenen Verfahrens um ein nicht einfaches Verfahren handelt, kann ich Ihnen daher nur raten, den gesamten Vorgang durch einen Rechtsanwalt Ihrer Wahl prüfen lassen. Selbstverständlich stehe ich Ihnen dazu zur Verfügung, wobei die von Ihnen hier gezahlte Erstberatungsgebühr angerechnet würde.

Sofern Sie weitere Hilfestellung benötigen, können Sie sich gerne an mich wenden.

Mit freundlichem Gruß

Michael J. Zürn
Rechtsanwalt

Rückfrage vom Fragesteller 10.08.2010 | 12:07

Sehr geehrter Herr Zürn,

vielen Dank für die schnelle Beantwortung.
Die von Ihnen empfohlene Berufung hatten wir angestrebt, sie wurde aber beim LG, als auch OLG abgelehnt, so das wir auf Anraten unserer Anwältin die Berufung wieder zurückgezogen haben.

Der neue KH-Bericht ist uns jetzt erst mit der Krankenkassen-Rechnung zugegangen. Vorher waren nur der ZA-Bericht als auch der Entlassungsbericht bekannt, in welchem auch keine derartige Verletzung steht und auch keine Vorstellung zu einem ZA angeraten wird. Dort wurde nur zum Augenarzt als auch Hausarzt überwiesen.

Meiner Meinung nach wurde das Urteil dementsprechend gefällt, weil Person B Person A als "rücksichtslosen Rentnerinnenverprügler" und auch "als äußerst gewalttätig" hingestellt hat, was jedoch nicht stimmt. Person A ist in keinster Weise derart auffällig geworden und somit auch vor Gericht aufs übelste verleumdet worden.

Der KV vorausgegangen war ein VU, bei welchem Person B der Frau von person A (mit 3-monate altem Säugling) aufs Auto fuhr. Die Frau von Person A hat gleich angerufen und als Person A kam und Frau, Kind und Auto sah, hat er in einer Kurzschlußreaktion Person B durchs offene Fenster seitlich aufs Auge geschlagen.

Was ist, wenn unsere Anwältin es ablehnt (wegen ihrer Ansicht nach geringer Chancen) das Verfahren wiederaufnehmen zu lassen?

Vielen Dank

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 10.08.2010 | 12:13

Sehr geehrter Fragesteller:

besten Dank für Ihre Nachfrage, die ich wie folgt beantworte:

Wenn Ihre Anwältin die Chancen negativ beurteilt, müssen Sie ihr entweder vertrauen oder Anwalt/Anwältin wechseln.

Ihre Anwältin wird aber vermutlich schon alle möglichen Ansatzpunkte bedacht haben, sodass Ihre rechliche Situation zumindest sehr schwierig sein dürfte.

Hat die Person B gelogen, könnten Sie aber auch Strafanziege erstatten. Wenn sich bei den Ermittlungen Ihr Verdacht bestätigt, hätten Sie gute Chancen für eine Wiederaufnahme.


Mit freundlichem Gruß

Michael J. Zürn
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 12.08.2010 | 11:31

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