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Balkonvergroesserung, Mehrkosten von ca. 60% gegenueber Kostenvoranschlag

| 09.08.2010 16:31 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Folgender Kostenvoranschlag fuer die neue Isolierung des Daches und Vergroesserung des Balkons liegt uns vor:

Kostenschaetzung fuer Zwischensparrendaemmung

Zimmerarbeiten 20.500 Euro
Blecharbeiten 750 Euro
Geruestarbeiten 500 Euro
Rueckbauarbeiten 2.500 Euro
Balkonarbeiten 9.000 Euro
zuzueglich MWST

Nachdem wir uns entschlossen hatten, vorerst nur den Balkon zu vergroessern, erhielten wir in einem persoenlichen Gespraech mit der Architektin und dem Chef des Bauunternehmes die Auskunft, dass sich nur die unteren 4 Positionen auf den Umbau des Balkons beziehen. Kosten ca. 15.000 Euro. Die Arbeiten sind jetzt fast abgeschlossen. Wir erhielten eine neue Kostenaufstellung, die sich auf ca. 25.000 Euro belaeuft. Begruendung: unvorhersehbarer Mehraufwand, Stundenabrechung der Handwerker und dem Argument, dass die Zimmerarbeiten fuer den Balkon in Position 1 miteinkalkuliert waren.
Nun zu meiner Frage: Koennen wir uns gegen die hohen Mehrkosten wehren oder muessen wir sie bezahlen?
Vielen Dank fuer Ihre Hilfe.


Sehr geehrter Fragesteller:

gerne beantworte ich Ihre Frage ich auf Grund des dargelegten Sachverhalts wie folgt:

1.
In erster Linie ist für die Abrechnung der von Ihnen erteilte Auftrag entscheidend. Haben Sie den Auftrag zu einem festen Pauschalpreis vergeben oder haben Sie den Auftrag nach einem sog. Einheitspreis oder evtl. nur nach Stundenabrechnung vergeben.

Entsprechend können die Handwerker natürlich auch nur so abrechnen.

Häufig wird bei solchen Arbeiten nach Einheitspreisen abgerechnet, sodass eine Stundenabrechnung ausscheiden würde. Insbesondere würde dann auch eine Erhöhung, aus welchem Grund auch immer, ausscheiden.


2.
Sie brauchen die geforderte Rechnung nicht - in dieser Höhe - zu bezahlen, wenn sie nicht ortsüblich wäre. Dies ist letztlich eine Sachverständigenfrage, bei der Aufwand der Stunden (falls kein Einheitspreisvertrag vorliegt, s.o.) und Höhe des Stundenlohns bewertet werden.

Gem. § 650 BGB hätte der Unternehmer Ihnen bei einer erkennbaren Überschreitung des Kostenvoranschlags unverzüglich die mitteilen müssen, sodass Sie die Möglichkeit der Kündigung gehabt hätten.


Das Ganze klingt nach Ihrer Schilderung schon danach, als ob Sie hier über den Tisch gezogen werden sollen.

Ihnen kann ich daher nur raten, den gesamten Vorgang durch einen Rechtsanwalt Ihrer Wahl prüfen lassen. Selbstverständlich stehe ich Ihnen dazu zur Verfügung, wobei die von Ihnen hier gezahlte Erstberatungsgebühr angerechnet würde.

Sofern Sie weitere Hilfestellung benötigen, können Sie sich gerne an mich wenden.

Mit freundlichem Gruß

Michael J. Zürn
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 10.08.2010 | 10:14

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