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Anspruch auf Kindergeld?

02.03.2006 22:29 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von


Hallo,
ich habe folgende Frage: Hatte ich nach folgenden Angaben im Jahre 2005 Anspruch auf Kindergeld? (Geboren 1981; ich bin im Februar 2006 25 Jahre alt geworden.)

Einkommen:
Januar 2005: Angestelltenverhältnis; Bruttogehalt: 1.500,00 Euro, nach Abzug Werbungskosten ca. 1.200,00 Euro netto
Februar bis inkl. September: Arbeitslosengeld I i.H.V. 742,00 Euro
Oktober bis Dezember: Bafög i.H.V. 530,00 Euro monatlich
Januar bis Dezember 2005: Kleingewerbe Internetdienstleistungen mit durchschnittlichen Umsätzen i.H.v. 150,00 Euro monatlich

Seit dem 01.10.05 bin ich wieder Studentin an einer Universität und zusätzlich an einer privaten Fachhochschule.
Durch die hohe Studiengebühren der privaten FH und Ausgaben das Gewerbe betreffend sowie Fortbildungskosten könnte ich im jahre 2005 ca. 3.000,00 Euro an Betriebsausgaben, Werbungskosten und Sonderausgaben vorlegen.

Vielen dank im Voraus!

LG

Janine

03.03.2006 | 04:45

Antwort

von


(571)
Gerner Str. 17
80638 München
Tel: 089/30758845
E-Mail:

Sehr geehrte Ratsuchende,


Ihnen steht Kindergeld in voller Höhe für die Monate Oktober bis Dezember 2005 zu.

Als unter 27-Jährige in Berufsausbildung gehören Sie gemäß § 32 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2a des Einkommenssteuergesetzes (EStG) zum Kreis der Anspruchsberechtigten.

Nach § 32 Abs. 4 Satz 2 EStG ist für den Veranlagungszeitraum 2005 ein Jahreseinkommen von bis zu € 7.680 „kindergeldunschädlich“.
Maßgeblich sind nur die Einkünfte, die auf die Zeit Ihrer Anspruchsberechtigung, also ab 01.10.2005, entfallen (§ 32 Abs. 4 Satz 8 EStG ). Das gleiche gilt für den Höchstbetrag (§ 32 Abs. 4 Satz 7 EStG ).

In den Monaten Oktober bis Dezember 2005 dürfen Sie also nicht mehr als € 1.920 eingenommen haben:
€ 1.590 (BaföG 3 x € 530) +
€ 450 (Kleingewerbe 3 x € 150) =
€ 2.040 abzüglich
€ 230 (Werbungskostenpauschale € 920 : 12 x 3) =
€ 1.810.

Inwieweit höhere Werbungskosten und auch Sonderausgaben in Bezug auf das Kindergeld abzugsfähig sind, kann hier also offen bleiben. Sie bleiben auf jeden Fall unter dem Höchstbetrag.


Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Für Verständnisfragen stehe ich gerne noch zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen


Wolfram Geyer
Rechtsanwalt


ANTWORT VON

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