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Bewährungswiderruf, Cannabis und Verkehrskontrolle

02.11.2004 12:37 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe folgende Fragen:
Ich wurde u.a. wegen Cannabisbesitz verurteilt und habe eine Bewährung von 3 Jahren erhalten.

Wenn ich nun in eine Verkehrskontrolle komme und ein Drogenschnelltest gemacht wird, der positiv ausfällt und in einer Blutprobe festgestellt wird, dass Cannabis konsumiert wurde, obwohl der Konsum bereits Tage zurückliegt, muss ich dann mit einem Widerruf rechnen?
Ist dies eine Straftat?

Des weiteren muss ich anmerken, dass es sich hierbei um einen Firmenwagen handelt.
Sollte so ein Test positiv ausfallen, würde dann auch mein Arbeitgeber informiert, dass ich unter Einfluss von Drogen gefahren bin? Wie gesagt, es kann sich bei dem Befund nicht um akuten Konsum sondern nur um Konsum vergangener Tage handeln.

Ich freue ich auf Ihre Antworten..

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Fragen möchte ich wie folgt beantworten:

"Wenn ich nun in eine Verkehrskontrolle komme und ein Drogenschnelltest gemacht wird, der positiv ausfällt und in einer Blutprobe festgestellt wird, dass Cannabis konsumiert wurde, obwohl der Konsum bereits Tage zurückliegt, muss ich dann mit einem Widerruf rechnen?
Ein Bewährungswiderruf kommt u.a. dann in Betracht, wenn der Verurteilte während der Bewährungszeit eine Straftat begeht.

"Ist dies eine Straftat?"
Zu unterscheiden ist hier zwischen einer möglichen Strafabarkeit nach dem StGB und dem BtmG. Wenn, wie in Ihrem Fall, der Konsum Tage zurückliegt, dann ist kein Straftatbestand des StGB erfüllt; nach den einschlägigen strafrechtlichen Vorschriften wäre es erforderlich, dass das Kraftfahrzeug in dem berauschten Zustand geführt wurde. Nach dem BtmG kann jedoch eine strafbare Handlung in dem Tage zuvor stattgefundenen Konsum liegen; dies ist abhängig von der konkreten Menge und kann von hier aus nicht beurteilt werden.

"Sollte so ein Test positiv ausfallen, würde dann auch mein Arbeitgeber informiert, dass ich unter Einfluss von Drogen gefahren bin? Wie gesagt, es kann sich bei dem Befund nicht um akuten Konsum sondern nur um Konsum vergangener Tage handeln."
Ihrem Arbeitgeber darf keine entsprechende Mitteilung gemacht werden.


Ich hoffe, Ihnen zunächst geholfen zu haben und verbleibe

mit freundlichem Gruß


Rüdiger Kuhn, Rechtsanwalt

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