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finanzierung zweite Ausbildung


| 01.11.2007 10:17 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo!
Mein Sohn wird jetzt im Nov. 25 Jahre. Er hatte die Realschule besucht, danach ein Berufkolleg, Fachabitur im sozialen Bereich. Wollte dann Sozialpädagogig studieren, bekam aber keinen Studienplatz. Danach machte er eine Ausbildung als Heilerziehungspfleger, die er vor 1 1/2 jahren beendete. Er bekam einen Job in diesem Beruf, nebenbei besuchte er aber das Berufskolleg für Gestaltung und Design mit dem Endziel Vollabi. Vor sechs Wochen sagte er , das Arbeit und Schule nicht miteinander zu vereinbaren wären , er hätte seinen Job gekündigt , er bekäme ein Elternunabhängiges BAFÖG , er wolle nach dem Vollabi " Lehramt " studiern. Gestern kam er und sagte er wäre Montag beim Amt gewesen, um zu fragen wann er die erste BÄFÖG Zahlung bekäme weil er ab den 1. Nov. kein Geld mehr bekommt, das Amt ihm aber sagte, es täte ihnen leid, er hat nicht die Voraussetzungen für dieses BÄFÖG.
Nun meine Frage: Muss ich ihm jetzt die zweite Ausbildung finanzieren ? Er hat doch ganz naiv und nichtwissend, ob er überhaupt Gelder bekommt seinen festen Job gekündigt und steht jetzt auf einem Trümmerhaufen. Und Lehramt will er jetzt nur studierne , weil er einen Freundin hat, die dieses wohl auch studiert. Besuchte aber Gestaltung und Design als Berufskolleg.
Mit fr. Grüssen
01.11.2007 | 11:03

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich im Rahmen einer Erstberatung unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes beantworte. Bitte haben Sie zunächst Verständnis dafür, dass durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits die rechtliche Beurteilung anders ausfallen kann. Eine Beratung innerhalb dieses Forums stellt nur eine erste rechtliche Orientierung dar und kann den Gang zu einem Rechtsanwalt vor Ort im Zweifel nicht ersetzen. Nach Ihren Angaben führe ich wie folgt aus:

Grundsätzlich ist ein Volljähriger auf sich allein gestellt, kann also für seinen Lebensunterhalt keinen Unterhalt von den Eltern einfordern. Wenn ein Volljähriger sich noch in der Ausbildung (auch Studium) befindet und daher noch keine „eigene Lebensstellung“ erreicht hat, hat er grundsätzlich einen Anspruch auf finanzielle Unterstützung durch die Eltern. Hier ist also bei vorhandener Leistungsfähigkeit neben Ihnen auch die Kindesmutter unterhaltsverpflichtet.
Die Kosten für eine angemessene (und zügige) Ausbildung (und gegebenenfalls auch Weiterbildung) sind von den Eltern zu finanzieren und zwar für die gesamte Studiendauer (BGH, FamRZ 1990, 149). Zuzubilligen ist eine gewisse Orientierungsphase mit Wechsel des Studienfachs nach bis zu drei Semestern (BGH, FamRZ 1987, 470), beziehungsweise einmaliger Ausbildungswechsel (hängt stark vom Einzelfall ab!). Diese von der Rechtsprechung zugebilligte Orientierungsphase, um noch mal etwas „ganz anderes“ zu machen, greift bei einem 25-jährigen sicherlich nicht mehr. Weiter sehe ich keine Gründe in der Person Ihres Sohnes, die dessen Sinneswandel rechtfertigten könnten (so wenn ein Auszubildender zum Bäcker wegen einer auftretenden Mehlallergie nunmehr eine Ausbildung zum Industriekaufmann machen will – dieses fällt dann nicht unter die zweite Ausbildung). Zur Finanzierung einer Zweitausbildung des volljährigen Kindes sind die Eltern nur ausnahmsweise verpflichtet. Anhaltspunkte für eine solche Ausnahme kann ich Ihrer Schilderung nicht entnehmen, im Gegenteil: Ihr Sohn hat durch das Fachabitur einen qualifizierten Abschluss erreicht. Ein Studium oder eine Ausbildung im Anschluss daran gilt als erste Ausbildung ist wäre von beiden Eltern zu unterstützen gewesen. Dieses gilt für die Ausbildung als Heilerziehungspfleger. Danach hat Ihr Sohn die eigene Lebensstellung erreicht, so dass grundsätzlich die von ihm jetzt angestrebte zweite Ausbildung nicht mittels Unterhalt zu finanzieren ist.
Auch die sogenannte Ausbildungskette (Abitur-Banklehre-Studium BWL) als einheitlicher - und damit unter Umständen voll zu finanzierender - Ausbildungsgang ist bei Ihrem Sohn durch dessen Kündigung der einmal erreichten Anstellung nicht gegeben. Im übrigen lag offensichtlich dem Werdegang Ihres Sohnes kein einheitlicher Plan zugrunde, auf den die unterhaltspflichtigen Eltern sich hätten einstellen können.
Im Ergebnis sind Sie daher Ihrem Sohn nicht mehr unterhaltsverpflichtet.

Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung und basiert auf den Angaben aus Ihrer Frage. Ich hoffe, Ihnen mit der Beantwortung einen ersten Überblick gegeben zu haben und stehe im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion gern für Ergänzungen sowie gegebenenfalls für die weitere Interessenwahrnehmung im Rahmen einer Mandatierung zur Verfügung. In diesen Fall wenden Sie sich bitte zunächst per Email an radannheisser@gmx.de an mich, Betreff „frag einen Anwalt“.

Mit freundlichen Grüssen


gez. RA Dannheisser


Nachfrage vom Fragesteller 01.11.2007 | 14:29

Vielen Dank, es hat mir schon sehr geholfen. Nur wer gibt ihm jetzt Geld, er hat ja seine Stelle gekündigt. Das Sozialamt??.Er hat ja schliesslich schon mehrere jahre eine eigene Wohnung. Falls wir uns vertreten lassen müssen, werden wir uns gerne an Sie wenden. Nochmals vielen Dank
Mit fr.Gr

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.11.2007 | 14:38

Sicherlich bliebe Ihrem Sohn nur der Gang zum Sozialamt. Allerdings wird er statt eines Studiums sich wohl einen Job suchen müssen, wenn er sein Studium nicht selbst finanzieren kann.
Mit freundlichen Grüssen

gez. RA Dannheisser

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