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finanzielle Auseinandersetzung bei Trennung


17.03.2005 10:50 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Am 1.4.2003 bin ich aus dem gemeinsamen Haus ausgezogen, beziehe nun 1.800 € Rente. Lt. Grundbuch gehört das Haus hälftig mir. Es ist gekauft worden für 370.000 DM, davon 250.000 DM als Grundschuld, vorweggenommener Erbteil der Schwiegermutter, 120.000 DM selbst gezahlt,größtenteils auch aus Erbschaften meiner FRau, teils Ersparnisse. Nun erbt meine FRau von ihrer Mutter noch ca. 160.000 €. Damit ist die Grundschuld ja auch getilgt. Hauswert ist ca. 200.000 €. Meine FRau hat fast nie gearbeitet, damit in 9 Jahren nur Rentenansprüche von dann ca. 350 €. Ich würde nicht einsehen, ob Scheidung oder dauernd getrennt lebend, für sie zu zahlen. Wie komme ich am besten zurecht ?

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Sehr geehrter Anfragender,

I. Vorfragen - Sachverhalt
ich bin mir nicht ganz sicher, wie Ihr Sachverhalt zu verstehen ist. Sie schreiben, dass Ihre Frau € 160.000 erben wird. Ist der Erbfall bereits eingetreten oder rechnen Sie nur damit?

Weiter schreiben Sie, dass dadurch die Grundschuld getilgt sein wird. Das erscheint mir so nicht zwingend. Woraus ergibt es sich, dass Ihre Frau die Erbschaft zur Tilgung der gemeinsamen Schulden einsetzen muss?

Zuletzt schreiben Sie, dass Ihre Frau fast nie gearbeitet hat. Ihren Hinweis auf die Rentenanwartschaften verstehe ich so, dass Sie und Ihre Frau 9 Jahre verheiratet waren.

Ihre Frage, wie Sie am besten aus der Situation raus kommen, möchte ich wie folgt beantworten:

II. Anrechnung Wohnwertvorteil
Unterhalt müssten Sie z.B. dann nicht zahlen, wenn Sie und Ihre Frau rechtlich gesehen gleich viel verdienen. Bei dem Verdienst wird u.a. auch ein Wohnwertvorteil angerechnet. Sofern nun also das mietfreie Wohnen im eigenen Haus mit EUR 1.500 mtl. Bewertet werden kann, kämen bei einer Rente von EUR 350 keine Unterhaltsansprüche Ihrer Frau mehr in Betracht.

Allgemein gilt: Rente_Mann - Einkommen_Frau = Zielwert_Mietfreies_Wohnen.

Sollte Ihre Frau über mehr als EUR 350 Netto-Einkommen im Monat verfügen, würde dementsprechend auch ein niedrigerer Wohnwertvorteil ausreichen, um die Unterhaltspflicht zu beseitigen.

III. Unterhaltsbedürftigkeit
Falls Ihre Frau das Erbe nicht zur Tilgung verwendet, entfällt doch zumindest zunächst die Bedürftigkeit. Bargeld muss ein Erwachsener einsetzen, um seine eigenen Unterhaltsbedürfnisse zu bestreiten. Ausgehend von einem Unterhaltsanspruch von höchstens EUR 800 mtl. würden EUR 160.000 ca. 16,5 Jahre ausreichen, um die Unterhaltsverpflichtung zu beseitigen. Dies kann sich zwar verringern, weil man das Geld - solange man es nicht verschleudert - auch ausgeben darf. Eine ganze Weile sollte es gleichwohl reichen.

IV. eigenes Einkommen - Erwerbsobliegenheit
Zuletzt stellt sich die Frage, welcher Erwerbstätigkeit Ihre Frau nachgehen muss. Dies kann aufgrund Ihres Sachverhaltes nicht eingeschätzt werden. Hier spielt das Lebensalter, der Gesundheitszustand, die Berufsausbildung Ihrer Frau und insbesondere die eheliche Prägung eine Rolle. Wenn Ihre Frau in neun Jahren Ehe niemals arbeiten musste, dann besteht zumindest die Möglichkeit, dass ein etwaiger Richter Ihre Frau nun nicht auf eine Putzfrauenstelle o.ä. verweisen wird.


Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort weiter geholfen zu haben. Für Rückfragen stehe ich Ihnen selbstverständlich gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Kai Breuning
- Rechtsanwalt -

Bremer Str. 28a
21073 Hamburg

Tel.: 040 - 24 88 21 96
Fax: 040 - 24 88 21 97

mailto:post@ra-breuning.de
www.ra-breuning.de

Nachfrage vom Fragesteller 17.03.2005 | 15:01

danke für die schnelle Antwort. Es ist der Erbfall eingetreten, daher ist auch die Grundschuld, die im Vorwege aus der Erbschaft gewährt wurde, nicht mehr bestehend. Meine FRau hat in den letzten 20 Jahren nicht mehr gearbeitet, würde also mit 65, in 9 Jahren Rentenanspruch von ca. 350€ haben.Die restliche ERbschaft beträgt noch ca. 160.000 €.Ich hatte mir vorgestellt, Haus verkaufen , hälftig teilen, dann hat sie bei guter Verzinsung genug Geld und sie kann sich außerdem noch eine Eigentumswohnung in Hamburg davon erlauben. Sie erwidert, die Grundschuld und das teils aus Erbschaft gehabte Kapital kann sie herausrechnen. Das seheich nicht ein. Ich danke für Ihre MÜhe.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.03.2005 | 15:19

Sehr geehrter Anfragender,

im Rahmen des Zugewinnausgleiches stellt das ererbte Vermögen bevorrechtigtes Vermögens des Ehepartners dar. Dieses fällt im Rahmen des Zugewinnausgleiches nicht in die Bemessungsgrundlage.

Ich verstehe Sie jedoch so, dass Sie an dem Vermögen gar nicht teilhaben wollen. Sie wollen nur vermeiden, Unterhalt zahlen zu müssen. Bei der Berechnung der Bedürftigkeit für Unterhaltszahlungen muss sich Ihre Frau ihr Vermögen, insbesondere ihr Barvermögen jedoch anrechnen lassen.

Ob ein Verkauf des Grundstückes hierzu verlangt werden kann, müsste geprüft werden. Hierfür spricht, dass Sie zu 1/2 Miteigentümer des Grundstückes sind.

Jedoch sollten Sie auch unbedingt prüfen oder prüfen lassen, inwieweit Sie möglicherweise noch Ihrer Frau Geld für die Tilgung der Grundschuld erstatten müssen. Wenn Ihnen die Hälfte von dem Haus gehört, dann müssten Sie auch die Hälfte der Schulden tilgen. Sofern Ihre Frau dies aus eigenem Vermögen geleistet hat, müssten Sie Ihr insoweit einmalig in Bar den Betrag erstatten.

Hierzu empfehle ich eine eingehendere Besprechung mit einem Rechtsanwalt. Im Rahmen dieses Mediums kann die Prüfung nicht richtig erfolgen.

Mit freundlichen Grüßen
Kai Breuning
- Rechtsanwalt -

Bremer Str. 28a
21073 Hamburg

Tel.: 040 - 24 88 21 96
Fax: 040 - 24 88 21 97

mailto:post@ra-breuning.de
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