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farge zur erbschaftssteuer

19.07.2008 03:50 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


hallo,

ich mußte vor 18 monaten 6.000 euro erbschaftssteuer wegen einer erbschaft zahlen.
ich beziehe seit 29 monaten alg2 (hartz4)-besteht irgendeine möglichkeit, das geld oder teile davon vom finanzamt zurückzubekommen ?? ich leide an einer schizoaffektiven psychose (schizophrenie-bereits mehrere lange klinikaufenthalte) und meine familie hatte sehr hohe kosten..kann ich irgendwie angeben, ich hätte bei meiner familie schulden o.ä. gehabt ??
ich denke, das amt wird nix mehr rausrücken-wollte halt nur nochmal fragen..man is halt schön blöd, wenn man zahlt und nicht die hand (offenbarungseid o.Ä.) hebt oder ähnliches-im nachhinein wird nix zu machen sein, oder ??
für eine antwort wäre ichs ehr dankbar.
vielen dank.
mfg
m.a.

Sehr geehrter Fragesteller,

für die Berechnung der Erbschaftssteuer ist ausschließlich von Bedeutung, welchen Wert der Nachlass hatte und in welchem Verhältnis Sie zum Verstorbenen standen. Wenn der Verstorbene Schulden gehabt hätte, dann hätten diese vom Wert der Erbschaft abgezogen werden können.
Schulden, die Sie bei Ihrer Familie haben, oder Kosten für Ihre Krankheit sind bei der Berechnung der Erbschaftssteuer unwichtig.
Wenn die Erbschaftssteuer falsch berechnet worden sein sollte, hätte der Einspruch innerhalb von einem Monat eingelegt werden müssen. § 355 AO

Ihre Vermutung, dass das Amt nichts mehr raus rücken wird, ist daher zutreffend.

Wenn Ihre Familie Kosten wegen Ihrer Krankheit hat, dann kann das Familienmitglied, dem die Kosten entstehen diese jedoch als außerordentliche Belastung in seiner Einkommensteuererklärung angeben.

Die Idee einen Offenbarungseid abzulegen, ist nicht besonders gut. Denn diese hat einige Nebenwirkungen. Niemand wäre mehr bereit Ihnen eine Wohnung zu vermieten, Sie könnten nichts mehr auf Raten kaufen und die meisten Telefongesellschaften wären nicht mehr bereit neue Verträge mit Ihnen abzuschließen.
Wenn sich herausstellt, dass ein falscher Offenbarungseid abgegeben wurde, weil man nicht zahlen will, hätte das sogar strafrechtliche Konsequenzen.

Von daher war die Entscheidung zu zahlen nicht blöd sondern die einzig richtige Entscheidung, wenn die Erbschaftssteuer vom Amt richtig berechnet wurde.

Rückfrage vom Fragesteller 19.07.2008 | 09:33

okay, dann weiß ich bescheid.
es gibt also keine möglichkeit, sich vor dieser steuer irgendwie zu drücken , oder ??
es steht nämlich in absehbarer zeit (meine grosseltern sind schon um die 90-der gang der dinge lässt sich ja nicht verhindern)wohl noch eine erbschaft an..
das einzig mögliche ist dann wohl ein vernünftiges testament oder eine regelung innerhalb der familie, ich sehe nämlich nicht ein, wenn man vom staat als behinderter eh schon wie der letzte depp behandelt wird (in bezug auf finanzielle leistungen, renten etc-die ganze sozialgesetzgebung)das ganze auch noch fianziell zu fördern..
mfg
m.a.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 19.07.2008 | 10:16

Sehr geehrter Fragesteller,

wenn Sie Ihren Großvater oder Ihre Großmutter beerben, haben Sie einen Steuerfreibetrag von 51.200 Euro. Nur dann wenn der Nachlaßwert größer ist, muß die Differenz versteuert werden.
Kinder haben einen Freibetrag von 205.000 Euro.
Sie können also von Ihrem Großvater 51.200 und von ihrer Großmutter auch noch einmal 51.200 Euro steuerfrei bekommen. Dies macht 102.400 Euro. Wenn Ihre Großeltern dann noch 205.000 Euro an deren Kinder (Ihren Vater oder Ihre Mutter) vererben und die dann etwas später diesen Betrag an Sie verschenken, wären es insgesamt 307.400 Euro, die Sie steuerfrei bekommen können. Der Freibetrag läßt sich alle 10 Jahre erneut ausschöpfen.
Die vernünftige Lösung innerhalb der Familie lautet also Vermögen schon zu Lebzeiten zu übertragen.
Allerdings haben Sie, wenn die zu erwartende Erbschaft auch nur annähernd diese Größenordnung haben sollte, ab Eintritt des Erbfalls oder Erhalt der Schenkung keinen Anspruch auf Hartz IV mehr.

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