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familienerbrecht

| 27.09.2015 14:04 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


mein bruder starb unerwartet vor einiger zeit an herzinfarkt und hinterließ eine frau mit einem

minderjährigen kind. er hat eine lebensversicherung auf mich geschrieben im falle seines

vorzeitigen todes. er hatte sonst keine grösseren ersparnisse oder immobillien(bausparver-

trag noch nicht fällig). seine frau arbeitet auf 450euro basis und hat kein vermögen.

ihr schwager will mir jetzt ein schlechtes gewissen einreden wegen des geldes.

ich aber will das geld behalten, weil seine frau nie gut zu ihm war!

wie ist die rechtslage? was soll ich tun?

gruß

p.s. es gibt keinen erbvertrag oder testament

Sehr geehrter Fragensteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten. Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt.

Die rechtliche Frage die sich vorliegend stellt ist die, ob die Lebensversicherung zur Erbmasse zählt oder nicht. Ob die Lebensversicherung zur Erbmasse zählt, hängt vom Einzelfall ab. Entscheidendes Kriterium ist, ob im Lebensversicherungsvertrag ein Bezugsberechtigter für die Lebensversicherungssumme angegeben ist.

In den Versicherungsvertrag kann aufgenommen werden, dass die Versicherungssumme beim Tode des Versicherten an einen oder mehrere Personen ausbezahlt werden soll. Der Begriff für diese Vereinbarung lautet Bezugsberechtigung.

Hat der Versicherungsnehmer einen Bezugsberechtigten angegeben, erwirbt derjenige den Auszahlungsbetrag nicht im Wege des Erbrechts; es liegt vielmehr in den meisten Fällen eine Schenkung vor, und zwar in der Gestalt eines sog. Vertrag zugunsten Dritter. Die Lebensversicherung, d.h. der Auszahlungsbetrag zählt daher nicht zur Erbmasse. Vom sonstigen Nachlass und dessen Schicksal ist dieser Erwerb völlig getrennt.

Hat der Versicherungsnehmer dagegen keinen Bezugsberechtigten angegeben, dann zählt die Lebensversicherungssumme beim Tode des Versicherten mit zur Erbmasse. Sie ist Teil des Nachlasses. Sämtliche Erben teilen die Lebensversicherungssumme entsprechend den erblichen Vorschriften unter sich auf.

Da Ihr Bruder vorliegend Sie als Bezugsberechtigten eingetragen hat, haben Sie hier aus rechtlicher Sicht die Lebensversicherungssumme als Schenkung durch Vertrag zugunsten Dritter erhalten. Rechtlich dürfen Sie daher die Lebensversicherungssumme behalten, die Ehefrau ihres Bruders hat bei der vorliegenden Rechtslage keinen Anspruch hierauf.

Daher stellt sich hier aus rechtlicher Sicht keine weitere Veranlassung. Ferner muss man berücksichtigen, dass Ihr Bruder sicherlich seine Beweggründe für diese Gestaltung gehabt haben dürfe.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen

Knoll

Nachfrage vom Fragesteller 28.09.2015 | 10:28

hallo nochmals,
bei einer anderen lebensversicherung meines bruders hat er als

bezugsberechtigten 50% mich und 50% meinen vater eintragen lassen.

nur das mein vater vor vielen jahren gestorben ist!

wie liegt hier der rechtliche fall?

gruß

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.09.2015 | 11:55

Ihr Frage wird vorliegend lediglich aus Kulanz beantwortet, im eigentlichen Sinne stellt es eine neue Frage da!

Der Fall ist wie oben zu bewerten, sprich die Lebensversicherung fällt nicht als solches in den Nachlass, der Anteil der Ihrem Vater zugefallen wäre, fällt nun den Erben Ihres Vaters zu. Dies dürften im Zweifel auch Sie sein, falls Ihr Vater kein Testament hatte aus dem sich etwas anderes ergibt oder noch weitere Miterben vorhanden sind.

Bewertung des Fragestellers 28.09.2015 | 13:59

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 28.09.2015 5/5,0
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