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falsche unterkunft, urlaub in deutschland


10.08.2007 00:44 |
Preis: ***,00 € |

Reiserecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stefan Steininger



Hallo,

ich bitte die rechtschreibung zu entschuldigen, aber ich schreibe das hier gerade mit meinen mobiltelefon.

kurze schilderung der sachverhaltes:
meine frau, unser sohn, meine schwiegermutter, meine "schwieger-oma" sowie ich wollten zusammen in de. Urlaub machen. Die planungen übernahm meine frau. Anzumerken sein noch das "oma" schwerbeschädigt stufe 2 ist. Also rollstuhlfahrerin.

meine frau fand vor 2 monaten im reisekatalog ein nettes feriendorf in brandenburg.
1. Anruf im hotel- ob ein behindertengerechtes zimmer mit 3 schlafzimmern vorhanden wäre? Antwort : ja
2. Anruf im hotel- 1 woche später. Frage, ob das zimmer noch frei wäre und was genau das hotel unter behindertengerecht versteht? Antwort: ja wohnung ist noch frei. Wohnung hat keine schwellen oder treppen, dusche ist befahrbar, toilette mit griffen.
3. Anruf im hotel- 2 bis 3 tage später. Telefonische bestellung/reservierung der behindertengerechten wohnung mit 3 schlafzimmern.
4. Anruf im hotel- 1woche später. Meine frau erkundigt sich nochmals nach der behindertengerechten ausstattung und bittet um ein babybett sowie einen hochstuhl. Meine frau wird beruhigt und die anderen sachen mit ins hotel-system aufgenommen.

1 woche später kommt bei uns per post die reservierungsbestätigung an, mit der bitte diese zu unterschreiben und innerhalb von 4 tagen zurück zu senden, sowie 4 wochen vor reisebeginn 50% der reisepreises zu zahlen.
Auf der reservierungsbestätigung ist nur der reisezeitraum sowie nur die große ferienwohnung aufgeführt.
5. Anruf im hotel. Frage: warum steht dort nichts von behindertengerecht, babybett und hochstuhl? Antwort: das sind standart scheiben und unsere extrawünsche sind im system eingepflegt.
Wir unterschreiben und faxen das scheiben zurück. Per post war wegen der kurzen frist nicht möglich.

letzten sonntag ankunft im hotel. Es war, wie eigentlich zu erwarten, nur eine normale ferienwohnung für uns reserviert. Diese lag im 1 og. Und war nur über eine treppe zu erreichen. Die wohnung war auch nicht behindertengerecht.
Da keine anderen großen wohnungen frei waren wurden wir bis dienstag in einer kleineren wohnung sowie einen hotelzimmer untergebracht. Das hotelzimmer konnte oma über einen fahrstuhl erreichen. Die toiletten benutzung war allein unmöglich, da normaler bad.
Ab dienstag bekamen wir dann ein ferienhaus um wenigstens zusammen zu wohnen. Behindertengerecht ist dieser haus auch nicht,so das oma ständig auf unsere hilfe angewiesen ist.

ein heute mit dem hoteldirektor stattgefundenes gespräch, übersetzte ich hier der einfachheit halber:
er beruft sich auf die reservierungsbestätigung, der wir angeblich nicht wiedersprochen haben, wir sollen froh sein ein haus bekommen zu haben, denn wir waren ja schließlich nicht in der lage richtig zu buchen. Es gab noch ein angebot vom einen preisnachlaß vom 7%.
Zu erwähnen sei noch das die wohnung mit babybett und hochstuhl ausgestattert war!
Das wir hier bisher noch nicht einen tag urlaub hatten, brauche ich nicht noch extra zu erwähnen.

unsere fragen:
1. Sollten wir uns mit den 7% zufrieden geben, da wir wirklich alles falsch gemacht haben.
Oder steht uns 2. Eine höhere minderung des reisepreises zu? Wenn ja, wie stehen dafür unsere chancen? Und was sollten wir unbedingt noch vor ort tuen?

vielen dank im voraus.

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Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, diese möchte ich an Hand Ihrer Angaben summarisch wie folgt beantworten:

Zunächst ist zu unterstellen, dass es sich nicht um eine Pauschalreise handelt, daher wegen des auf eine Leistung beschränkten Vertragsgegenstandes Mietvertragsrecht anzuwenden ist.

In diesem Fall steht Ihnen leider kein Schadenersatz wegen entgangener Urlaubfreuden zu (vergl. AG Trier NJW-RR 2001, 48).

Damit wäre hier eine mietvertragliche Minderung anzunehmen.

Was letztendlich vertraglich geschuldet ist, wird sich aus der Bestätigung und den Telefonaten ergeben. Hierbei wird natürlich die Beweissituation entscheidend sein.

Ansonsten halte ich die Abweichung durchaus für erheblich und mehr als 7% „wert“.

Daher mein Tipp:

Dokumentieren Sie so weit möglich alles nochmals und legen Sie alle Unterlagen nach Reiseende einem Kollegen vor. Gerne können Sie sich hier an mich wenden. Evtl. kann sich auch noch eine günstiger Situation für Sie aus den Unterlagen ergeben.

Wenn Sie eine Leistung des Vermieters annehmen, stellen Sie nachweisbar klar, dass dies nicht (!) zur Erledigung aller Ansprüche gedacht ist.

Ich hoffe, Ihnen einen hilfreichen ersten Überblick verschafft zu haben. Für das entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich recht herzlich. Bitte beachten Sie, dass diese Beratung eine umfassende Prüfung an Hand aller Unterlagen nicht ersetzen kann. Für Rückfragen und die weitere Interessenvertretung stehe ich gerne zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen


Stefan Steininger
Rechtsanwalt

www.anwalt-for-you.de

Nachfrage vom Fragesteller 10.08.2007 | 15:50

Hallo,

danke erst mal für die schnelle antwort.

eine frage zur beweissituation. Wie würden sie die einschätzen?
Der vermieter hat die von uns unterschriebe reservierungsbestätigung auf der nur das große zimmer aufgeführt ist, ohne die gewünschten zusatzleistungen.
Dieses würde von uns aber erst nach telefonischer rückfrage im hotel unterschrieben. Uns würde gesagt dass die bestätigung so schon richtig sei und das die restlichen sachen im system hinterlegt sind.
Das telefonat hat meine frau per freisprechen geführt, so das ich mithören konnte.
Reicht das für uns wirklich aus?

vielen dank.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.08.2007 | 16:17

So wie man das hier einschätzen kann, werden Sie die Vereinbarung (Abweichung) von der Buchungsbestätgung) beweisen müssen.
Hierzu kommt (falls Sie gebucht haben) Ihre Frau als Zeugin in Betracht. Hätte Ihre Frau gebucht, ware die Bweislage insoweit schlechter, als dass Ihre Frau nur als Partei vernommen werden könnte. Das Mithören ist mithin meist unzulässig, so dass Sie als Zeuge nicht zu hören sind.
Insoweit könnten Sie (leider) durchaus in Beweisnot kommen.

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