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falsche Verdächtigung im Ermittlungsverfahren

| 22.12.2017 20:48 |
Preis: 47,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Guten Tag,

gerade habe ich eine Vorladung als Beschuldigter erhalten.

Mir wird Bedrohung und weitere Straftaten (Nachstellung, Sachbeschädigung) vorgeworfen.

Dazu die Vorgeschichte:

Ich habe eine Bekanntschaft (Person X) in einer anderen Stadt, mit der ich mich unregelmäßig treffe, wir bezeichnen es als eine Affäre. Über Privates reden wir bei unseren Treffen wenig.

Er wird seit mehreren Monaten massiv gestalked bzw. gemobbt. Dabei sind bereits Sachbeschädigungen, Nötigungen und Drohungen erfolgt. Zu dem ein hin- und her angezeige usw. Selbst die Eltern von Person X werden belästigt.
Bisher war ich froh weit weg dieser Stadt zu wohnen. Doch nun hat es auch mich erwischt.

Vor zwei Wochen war ich mit meiner Schwester in dieser Stadt. Auf dem Parkplatz in der Stadt haben wir eine Person gesehen, die Mutmaßlich ein Auto besprüht hat. Die Tat an sich haben wir nicht gesehen, sondern nur, dass eine Person (Person Y) an diesem Auto war und anschließend die Farbe am Auto war. Zu diesen Zeitpunkt dachte ich die Person erkannt zu haben. War mir aber zunächst unsicher. Als ich ihn 30 Minuten später unweit des Parkplatzes gesehen habe, hatte ich weniger Zweifel die Person erkannt zu haben. Person Y ist mit Person X befreundet.
Da ich weiterhin Restzweifel hatte, entschied ich mich zuhause einen Hinweis online an die Polizei zu schreiben, ohne Verdachtsäußerung. Bisher keine Reaktion der Polizei.

Jetzt kommt für mich das unfassbare:

Zwei Tage später erhielt ich von Person X eine Nachricht, dass Person Y mir die Sachbeschädigung anhängen will.
Ich vermute, dass Person Y bemerkt hat, dass er von uns beobachtet wurde.
Zudem stellte sich heraus, dass das beschädigte Auto einer Arbeitskollegin von Person X gehört.
Nun möchte er anscheinend von seiner Tat ablenken und hat bei der Polizei ausgesagt, dass ich das Auto beschädigt haben soll und Person X nachstelle. Mir ist bewusst, dass die Polizei dem nachgehen muss.


Drei Tage später klingelte die Polizei bei mir. Zwei Polizisten sagten mir, was mir vorgeworfen (Nachstellung, Sachbeschädigung) wird. Nach meinen Recherchen im Netz war es wohl eine sog. Gefährderanspache.
Ich habe keine Aussagen gemacht bei dem Gespräch.


Den Vorwurf der Nachstellung kann ich eindeutig widerlegen. Alle Treffen von mir und Person X beruhen zu 100% auf Gegenseitigkeit. Das geht aus Chatverläufen hervor.
Person X hat diese Anzeige nicht bei der Polizei gemacht, sondern Person Y. Person Y weiß nicht, dass ich mit Person X eine Affäre habe.

Der Vorwurf der Sachbeschädigung kann auch widerlegt werden, da ich ja mit meiner Schwester eben diese Sachbeschädigung beobachtet habe.

Zum Vorwurf der Drohung kann ich nichts weiter sagen.

Ich schätze, dass ich nicht weiter zu befürchten habe. Da an den Vorwürfen nichts dran ist.
Dazu hätte ich gerne eine Einschätzung eines hier anwesenden RA.

Zudem:
Würde ein Anwalt dazu raten, gegen die falschen Anschuldigungen vorzugehen? (Stichwort: üble Nachrede)

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Sehr geehrter Ratsuchender,


zunächst ist dazu zu raten, keine Angaben zu machen.

Sie sollten über einen Rechtsanwalt Akteneinsicht fordern, damit die genauen Vorwürfe und Anschuldigungen bekannt sind-

Dann kann eine Stellungnahme abgegeben werden. Und auch dann sollte erst über die Einleitung weiterer Schritte Ihrerseits entschieden werden.

Nach der bisherigen Schilderung wäre aber eine Anzeige angeraten, um gegen diese falschen Anschuldigungen vorzugehen. Eine abschließende Beurteilung ist aber erst nach Kenntnis des Akteninhaltes möglich.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 22.12.2017 | 21:51

Danke für die Antwort!
Anwalt wird eingeschaltet.

Ich hoffe diese Frage sei noch ergänzend gestattet:

Nach der Gefährderansprache war ich kurz davor Angaben zu machen, da mir die Polizisten geraten haben, dass ich das Polizeirevier aufsuchen soll und z.B. einen Chatverlauf vorzeigen soll, aus dem hervorgeht, dass der Kontakt auf Gegenseitigkeit beruht. Der Sachbearbeiter würde dann den Abschlussbericht schreiben und die Sache wäre damit quasi erledigt.

War das ein geschickter Bluff der Polzisten um mich zum Aussagen zu bringen, oder eher ein Hinweis darauf das die Beweislage her dünn ist?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.12.2017 | 21:56

Sehr geehrter Ratsuchender,

das lässt sich nicht seriös beantworten, aber ich vermute, Sie sollten zur Aussage gebracht werden.

Lassen Sie sich darauf gar nicht weiter ein. Der Anwalt wird nach Akteneinsicht das Verfahren schnell zum Abschluss bringen können und dann weitere Schritte einleiten.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

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FRAGESTELLER 22.12.2017 5/5,0
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