Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

falsche Vaterschaftsannerkennung

| 20.09.2008 16:26 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Hallo;

ich habe eine Frage.Ich habe vor geraumer Zeit einen grossen Fehler gemacht.Ein guter Bekannter von mir ist Auslaender und kaempft fuer eine Aufendhaltsgenehmigung.Bei einem Glas Bier und einer gemuetlichen Runde fragte er mich ob ich fuer seine kleine Tochter die Vaterschaft anerkennen koennte um der Kleinen und somit auch der Mutter den unbefristeten Aufenthalt zu ermoeglichen.

Da ich von Natur aus ein sehr loyaler Mensch bin habe ich zugestimmt und alles Notwendige erledigt.Jetzt bekomme ich Post vom Krankenhaus in dem die Mutter entbunden hat und will ueber 3000EUR fuer die Entbindung von mir.Oder ich solle die Kleine familienversichern und dann zahlt meine Krankenkasse.Doch ich will nicht meine Krankenkasse auch noch verarschen.

Nun zu meiner Frage.Ich habe eingesehen das es falsch war und ich moechte die Sache gerne aufklaeren.Also sprich zum Amt gehen und mich selbst anzeigen.Was erwartet mich??Kann ich dafuer ins Gefaengniss kommen auch wenn ich mich selbst anzeige?Ich habe auch einige kleine Vorstrafen und auch noch Bewaehrung offen.Bitte helft mir,mich macht die ganze Angelegenheit kaputt.
Vielen Dank im Voraus.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage möchte ich wie folgt beantworten:

Sie werden die Vaterschaft anfechten müssen. Dies ist nur dann möglich, wenn seit dem Zeitpunkt der Anerkennung bzw. seit der Geburt des Kindes noch keine zwei Jahre vergangen sind. Ist diese Frist noch nicht verstrichen, dann begeben Sie sich bitte rasch zu einem Anwalt vor Ort und lassen ihn die notwendigen Schritte in die Wege leiten. Für eine erfolgreiche Vaterschaftsanfechtung ist ein Gerichtsverfahren erforderlich. Näheres wird Ihnen der Anwalt erklären.

Durch Ihr Verhalten haben Sie sich möglicherweise - dies hängt von den konkreten Umständen Ihres Falles ab - einer Straftat nach §§ 95ff. des Aufenthaltsgesetzes schuldig gemacht, insbesondere könnte man Ihnen Beihilfe zur widerrechtlichen Erlangung eines Aufenthaltstitels durch Mutter und Kind (Straftat gemäß § 95 Abs. 2 Nr. 2 AufenthG) anlasten. Die Strafandrohung beläuft sich bei § 95 Abs. 2 Nr. 2 AufenthG auf Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe. Sie müssen also in der Tat mit einem Strafverfahren rechnen, dessen Ergebnis ich aus der Ferne nicht prognostizieren kann. Dass Sie die Situation von sich aus zu bereinigen versuchen, würde sich sicherlich günstig auswirken.

Sie sollten sich von der drohenden Strafe jedoch nicht abschrecken lassen, die Vaterschaftsanfechtung zu betreiben. Wenn Sie die Vaterschaft nicht anfechten, sind Sie rechtlicher Vater des Kindes, Sie sind ihm und ggf. auch der Mutter unterhaltspflichtig. Dies sollten Sie in Ihrem Interesse so nicht lassen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen, und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)

Nachfrage vom Fragesteller 20.09.2008 | 21:37

...erstmal danke fuer die schnelle Antwort.Meine Frage ist nur,wieso muss ich noch extra die Vaterschaft anfechten?Es ist nicht mein Kind.Das weiss ich,die Mutter und der richtige Vater.Ich habe nur ein schlechtes Gewissen und kann mit dieser Sache nicht leben.Ich will nur zum Amt gehen und die Sache aufklaeren.Sie sagten etwas von kokreten Umstaenden meines Falles.Auf was kommt es denn an?Ich habe eine Vaterschaft anerkannt von einem kind was mir nicht gehoert.Welche Umstaende koennten zu meinem Gunsten ausfallen,abgesehen davon das ich mich selbst stelle?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.09.2008 | 16:50

Sehr geehrter Fragesteller,

es geht nicht anders, Sie müssen die Vaterschaft in einem förmlichen Gerichtsverfahren anfechten. Es ist genau wie bei einer Scheidung, auch hier muss ein Gerichtsverfahren durchgeführt werden, egal, aufgrund welcher Umstände die Ehe keinen Bestand mehr haben soll. Wenn Sie dem Jugendamt oder Standesamt Ihre Situation schildern, wird man Sie dort auch nur an einen Anwalt verweisen, der für Sie die Vaterschaftsanfechtung betreiben soll. Das Jugendamt oder ein anderes Amt kann Ihre rechtliche Vaterschaft nicht eigenständig aus der Welt schaffen, hierzu ist allein ein Gericht befugt.

Auf die Höhe der zu erwartenden Strafe hat natürlich Einfluss, welche Vorstrafen Sie haben, ob Sie Geld oder eine andere "Vergütung" für die Vaterschaftsanerkennung erhalten haben und ob die Mutter einen kriminellen Hintergrund hat, von dem Sie wussten. Sie sollten sich im Hinblick auf eine Bestrafung am besten gar nicht gegenüber einer Behörde äußern, denn die Behörde wird das schriftlich aufnehmen, was Sie ihr sagen, und dann Strafanzeige erstatten. Klüger wäre es sicherlich, nur einen Anwalt aufzusuchen, der die Vaterschaftsanfechtung in die Wege leitet, das Ergebnis der Vaterschaftsanfechtung der Ausländerbehörde mitteilt und auch in einem etwaigen Strafverfahren für Sie auftritt. Dann laufen Sie wenigstens nicht Gefahr, dass Sie das Ergebnis des Strafverfahrens durch unbedachte Aussagen Ihrerseits gegenüber einem Amt negativ beeinflussen.

Mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)

Bewertung des Fragestellers |

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Vielen Dank.Das waren wirklich genau die Informationen die mir zu dem Schritt noch gefehlt haben.
Danke"
Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 5/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 69994 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Super schnelle und wirklich ausführliche Antwort der Anwältin. Alle wichtigen Gesetzesstellen und sogar Tipps mit beigefügt, das hat mir sehr geholfen. Würde ich jederzeit wieder in Anspruch nehmen, um Sachverhalte abzuklären. ... ...
FRAGESTELLER
4,2/5,0
Alles in Ordnung, mit einigen kleinen Abstrichen. Musste ein paar Fragen wiederholen, dies wurde aber zur Zufriedenheit beantwortet. Die Antwort war sehr sachlich. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Top, meine Frage wurde sehr schnell, ausführlich und vor allem verständlich beantwortet. Super, würde ich immerwieder beauftragen. ...
FRAGESTELLER