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falsche Onlinereisebuchung


| 28.12.2010 11:24 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Vogt



Guten Tag,
ich habe am 14.12.2010 gegen 22:45 Uhr eine Reise (Flug + Hotel) auf reisen.de gebucht. Leider war der Finger zu schnell. Ich habe umgehend versucht jemanden auf den zwei angegebenen Telefonhotlines zu erreichen. Leider vergeblich. Also habe ich gegen 22:49 Uhr eine storno email an reisen.de gesendet. Die haben meine Nachricht allerdings erst am 21.12. an den Veranstalter (Ferien Touristik) weitergeleitet. Nun fordert dieser die Stornogebühren in Höhe von 629,-€. Dabei sind mir schon 100,-€ erlassen worden. Die AGB´s sind mir bekannt. Trotzdem erscheint mir das zu hoch. Eine Umbuchung bzw. ein Antritt der Reise wurde abgelehnt.

Frage: Gibt es eine kostengünstigere Lösung, da ich innerhalb von 5 Minuter reagiert habe?

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Sehr geehrter Ratsuchender,

gerne darf ich Ihre Frage wie folgt beantworten:

Nach § 651 i BGB kann der Buchende einer Reise vor Reisebeginn jederzeit von der Reise zurück treten.

Für diesen Fall ist es dem Reiseveranstalter allerdings erlaubt, eine angemessene Entschädigung zu verlangen, die sich nach dem Reisepreis unter Abzug des Wertes der vom Reiseveranstalter ersparten Aufwendungen sowie dessen, was er durch anderweitige Verwertung der Reiseleistungen erwerben kann, bestimmt.

Hierbei ist eine Pauschalierung grundsätzlich zulässig, wobei jedoch dem Kunden der Nachweis gestattet werden muss, dass der eingetretene Schaden überhaupt nicht oder in wesentlich geringerem Umfang als die Pauschale entstanden ist, § 309 Nr. 5b BGB. Auf diese Möglichkeit muss der Kunde in den AGB ausdrücklich hingewiesen werden.

Nach Ihrer Schilderung des Sachverhalts ist in den AGB des Reiseveranstalters eine solche zulässige Pauschalierung enthalten. Auch wird eine Pauschale von 40 Prozent des Reisepreises bei einem Rücktritt bis zu 30 Tage vor Beginn der Reise grundsätzlich zulässig sein. (AG Düsseldorf, 03.03.2010, 25 C 15888/09)

Dementsprechend dürfte eine Auseinandersetzung mit der Reiseveranstalter wenig Aussicht auf Erfolg versprechen.

Etwas anderes gilt jedoch für die in Anspruch genommene Vermittlung durch das Internetportal.

Hier wurde Ihre Stornierung sehr verzögert an den Reiseveranstalter weiter geleitet, so dass sich möglicherweise ein Schadensersatzanspruch aus § 280 BGB ergeben kann. Allerdings müsste dann nachgewiesen werden können, dass bei unverzüglicher Übermittlung keine oder nur geringere Stornogebühren angefallen wären. Hiervon gehe ich jedoch im Rahmen dieser Erstberatung aus, so dass Sie sich mit dem Betreiber der Website hinsichtlich einer einvernehmlichen Lösung der Angelegenheit in Verbindung setzen sollten.

Abschließend hoffe ich, Ihnen mit meiner Antwort einen ersten Überblick über die Rechtslage verschafft zu haben.

Hierbei möchte ich Sie darauf hinweisen, dass es sich bei dieser Antwort, basierend auf Ihren Angaben, lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes handelt. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Sie können natürlich gerne im Rahmen der Nachfrageoption auf diesem Portal mit mir Verbindung aufnehmen.

Für eine über diese Erstberatung hinausgehende Interessenvertretung steht Ihnen meine Kanzlei selbstverständlich ebenfalls gerne zur Verfügung.

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Bewertung des Fragestellers 28.12.2010 | 12:23


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