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falsche Anzeige wegen Einbruchs

18.02.2009 11:07 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Tanja Stiller


Hallo,
Habe nur eine kurze Frage. Mein Mann und ich sind von einer Nachbarin wegen Einbruchs und Diebstahl angezeigt worden.
Wir haben diesen Einbruch aber nie begangen. Morgen müßen wir zur Polizei und werden verhört.
Worauf müssen wir achten,bzw wie soll ich beweisen dass wir es nicht waren.Wir waren zum angegebenen Zeitpunkt zu Hause.
Weiterhin möchten wir diese Frau unbedingt wegen dieser erheblichen Lüge anzeigen.
Welche Strafe kann sie bekommen für eine falsche Einbruch/Diebstahlanzeige?

Sehr geehrte Fragestellerin,

Vielen Dank für die Einstellung Ihrer Frage.

Zunächst möchte ich Sie daraufhin weisen, dass dieses Forum lediglich eine erste rechtliche Orientierung bieten soll, die in keinem Fall die Beratung durch eine Kollegin/ Kollegen vor Ort ersetzen kann.
Durch Hinzufügen oder Weglassen von Sachverhaltsangaben kann die rechtliche Beurteilung komplett anders ausfallen und somit zu einem anderen Ergebnis führen.

Ihre Frage beantworte ich aufgrund der von Ihnen erhaltenen Angaben und dem eingesetzten Betrag wie folgt:

Ohne vorherige Akteneinsicht sollte grundsätzlich keine Einlassung erfolgen.
Zu einer polizeilichen Vernehmung müssen Sie nicht erscheinen und Sie müssen auch keine Aussage machen.
Denn ein Beschuldigter ist nicht verpflichtet sich selbst zu belasten.

Meines Erachtens sollten Sie zur Vernehmung bei der Polizei nicht erscheinen, sondern zuerst einen Anwalt/ eine Anwältin vor Ort aufsuchen.
Der Kollege vor Ort kann zunächst einmal Akteneinsicht nehmen und dann die Angelegenheit mit Ihnen besprechen.
Eventuell kann dann eine Einlassung Ihrerseits über den Anwalt erfolgen.

Sagen Sie den Termin der Höflichkeit halber telefonisch ab und erklären Sie, dass Sie einen Anwalt vor Ort beauftragen und dass eine Einlassung über Ihren Anwalt erfolgen werde.

Aufgrund der falschen Anzeige könnte sich Ihre Nachbarin einer falschen Verdächtigung gemäß § 164 StGB strafbar gemacht haben.
Gemäß § 164 Abs.1 StGB wird mit Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren oder mit Geldstrafe bestraft, wer einen anderen bei einer Behörde oder einem zur Entgegennahme von Anzeigen zuständigen Amtsträger oder militärischen Vorgesetzten oder öffentlich wider besseres Wissen einer rechtswidrigen Tat oder der Verletzung einer Dienstpflicht in der Absicht verdächtigt, um ein behördliches Verfahren oder andere behördliche Maßnahmen gegen ihn herbeizuführen oder fortdauern zu lassen.

Nach Abs. 2 wird ebenso bestraft, wer in gleicher Absicht bei einer der in Absatz 1 bezeichneten Stellen oder öffentlich über einen anderen wider besseres Wissen eine sonstige Behauptung tatsächlicher Art aufstellt, die geeignet ist, ein behördliches Verfahren oder andere behördliche Maßnahmen gegen ihn herbeizuführen oder fortdauern zu lassen.


Ich hoffe, dass ich Ihre Frage beantworten und Ihnen eine erste rechtliche Orientierung bieten konnte.

Mit freundlichen Grüßen

Tanja Stiller
Rechtsanwältin



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