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falschaussage bei EV-eilt


| 29.03.2006 14:18 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Ich habe bei einer EV beim Gerichtsvollzieher ,mein alten Arbeitsgeber angeben.Ich arbeite aber nicht mehr seit 05 bei ihn.Ich arbeite seit dez. 05 beim neuen und bin in der Probezeit.
Ich hatte sehr viel Angst das man mich kündigt.Nun wollte der Rechtsanwalt ne Lohnpfändung machen und es kam raus das ich nicht mehr da arbeite.Ich habe den Rechtsanwalt gleich angeschrieben das ich ein neuen Arbeitgeber habe und gleich Geld überwiesen.Die Unterlagen sind beim Gericht.Was passiert jetzt werde ich angezeigt? ich ich jetzt vorbestraft ? Ich bin total verzweifel denke sogar an was schlimmes.Habe aber Kinder.Was soll ich tun oder was passiert ? Gefängiss ? Geld- strafe ? Wenn ich pech habe verliere ich sogar meine Arbeit! Bitte Dringend Beantworten!
29.03.2006 | 14:36

Antwort

von


24 Bewertungen
Köbelinger Str. 1
30159 Hannover
Tel: 0511. 220 620 60
Web: www.tarneden-inhestern.de
E-Mail:
Sehr geehrter Fragesteller,

was Sie schildern, ist anderen auch schon passiert. Bitte hören sie daher auf, an was Schlimmes zu denken.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten:

a) Der Sachverahlt wird der Staatsanwaltschaft zur Kenntnis gegeben - es wird also Strafanzeige erstattet

Dann wird wegen Verdachts der Abgabe einer falschen Versicherung an Eides Statt gegen sie ermittelt. Die dortige Strafandrohung ist unterdurchschnittlich hoch. Es sind alle Tatumstände zu berücksichtigen. Wenn Sie nicht (einschlägig) vorbestraft sind, halte ich eine Freiheitsstrafe für ausgeschlossen. Es ist wohl mit einer Geldstrafe zu rechnen. Ggf. kann das Verfahren auch gegen eine Geldbuße eingestellt werden. Man wird sicher Ihr Nachtatverhalten - dass Sie sich an den Rechtsanwalt des Pfänders gewandt und gezahlt haben - zu ihren Gunsten berücksichtigen.

Zur Zeit sind Sie aber jedenfalls nicht vorbestraft. Ohne eine rechtskräftige gerichtliche Entscheidung (Urteil / Strafbefehl) kann eine Eintragung wegen dieser Tat nicht erfolgen.

b) Es wird keine Strafanzeige erstattet
Es ist möglich, dass keine Strafanzeige erstattet wird. Ich halte es noch nicht einmal für unwahrscheinlich, dass keine Anzeige erstattet wird. Ob der Rechtsanwalt des Pfänders Strafanzeige erstattet, kann ich nicht einschätzen. Wenn Sie ihn aber angeschrieben haben und gezahlt haben, hat er ja, was er eigentlich will, nämlich das Geld. Dann hat der / bzw. sein Mandant kein weniger Interesse an einer Strafanzeige.

c) Was kann ich tun?
Ich rate Ihnen, sich einen Anwalt zu nehmen, damit er die Gerichtsakten einsehen kann und das Ausmaß im Einzelfall beurteilen kann. Er könnte mit dem anderen Anwalt Kontakt aufnehmen. In diesem Zusammenhang kann auch erörtert werden, ob eine Strafanzeige erstattet werden soll. Auch könnte der Anwalt noch einmal Ihr Bedauern zum Ausdruck bringen. Auch könnte der Anwalt bei Gericht erfragen, ob das Gericht Strafanzeige erstatten will (was möglich ist).

Das Wichtigste aber: Bitte machen Sie sich jetzt nicht verrückt. Man wird Ihnen schon "den Kopf nicht abreißen".

Mit freundlichen Grüßen



Rolf Tarneden
Rechtsanwalt
www.tarneden-inhestern.de









Nachfrage vom Fragesteller 29.03.2006 | 19:26

ich bin nicht vorbestraft ich habe nie was unrechtest getan.Nur ich verdiene knapp 900E€ Monatlich netto.Ein Anwalt kann ich mir auch icht groß leisten.Wie lange würde es dauern bis ich was höhre ob sie gegen mich ermitteln?ich weiß das ich große scheiße gemacht habe.Und mir geht es verdammt schlecht deswegen.
Ich habe 700€ schulden und habe insgesamt jetzt 2 mal 50 € überwiesen.Ich weiß nicht wie der Rechtsanwalt reagiert er wohnt ca 600 km weiter weg von mir.Danke um eine Antwort.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.03.2006 | 19:35

Sehr geehrte Fragestellerin,

wenn Anzeige erstattet wird, können Sie damit rechnen, innerhalb von 6 Wochen zur Polizei vorgeladen zu werden.

Wenn Sie sich keinen Anwalt leisten können, können Sie den Anwalt auch direkt anrufen oder anschreiben. Wenn Sie sich dort entschuldigen, mitteilen, dass es Ihnen wegen der Sache sehr schlecht geht und sie Angst vor einer Anzeige haben und hoffen, dass er keine erstattet, wird er das sicher zu Ihren Gunsten berücksichtigen.

Aus meiner Tätigkeit muss ich Ihnen berichten, dass es öfter vorkommt, dass falsche eidesstattliche Erklärungen abgegeben werden. Ich kann mich nicht erinnern, dass irgend jemand Reue gezeigt hätte.

In diesem Sinne ermutige ich Sie, dem Anwalt zu schreiben.

Aber nochmal: Selbst im schlimmsten Fall gibts für Sie höchstens eine kleine Geldstrafe.

Mit freundlichen Grüßen aus Hannover



Rolf Tarneden
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